Band: Stryper
Titel: Fallen
Label: Frontiers Music SRL
VÖ: 16.10.15
Genre: Heavy Metal, Hard Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Das Bienenfarbene Logo, ach du heiliges Blech die Christen Metaller von Stryper kehren zurück. Na dann mal brav Bibel und Rosenkranz ausgepackt, denn es geht wieder auf den Kreuzzug. Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist einfach meine ganz persönliche Einstellung zu solchen pathetischen Christen Bands. Während die dunkle Seite versucht uns mit der Hölle zu überzeugen, versuchen die Bibelschwinger schon seit ewigen Zeiten uns zu bekehren. Das mir dieses Gedüns aber immer und dabei meine ich beide Seiten so schnurzpipegal wie sonst etwas war und ist steht auch außer Frage.

Man kann somit zum Grunderscheinungsbild der Truppe stehen wie man will, eines ist Fakt und darüber habe ich mit einem alten Kollegen mal bei etlichen Bieren diskutiert, klanglich sind die Bibel Metaller einfach unübertroffen. Ob nun Melodic Rock oder die etwas weiße Weste im Glam Metal Bereich, oder einfach kernig-speediger Power Metal, was die Jungs um das Gebrüder Paar Sweet anfassen war bis dato immer eine tolle Sache. Was die Lyrics betrifft kann man ja echt weg hören, wenn man mit dem religiösen Stumpfsinn nichts anfangen kann.

Andererseits stehen die Jungs zu ihrem Glauben und setzen dies beinhart durch, ist auch eine Sache für die man sie auszeichnen muss im Milieu der Rosenkranzrassler.

Die Musik ist einfach nach wie knorke und es tut mir leid ich stelle mir hier shakende Priester oder selbsternannte Prädiger im TV vor, die hier das Tanzbein zu den Songs schwingen, vor allem beim Track „Fallen“ ist dies wohl am dominantesten. Anyway, technisch nach wie vor in der Oberliga spielend zaubern die Jungs eine tolle Schnittmenge in Sachen Hard Rock melodischer Umsetzungen, sowie steifen Power Metal Rhythmen. Die ersten beiden Tracks des neuen Albums sind auch noch mit sehr epischen Ausläufern ausgestattet und dies sind schon mal Granaten die wuchtig einschlagen. Die Stimmgewalt des Michael Sweet ist nach wie vor ungebrochen und dieser röhrt und kreischt sich mit einer unbändigen Kraft durchs Geschehen das einem Hören und Sehen vergeht.

Saubere Melodienläufe lassen die Jungs nach wie vor zu den großen des Metal gehören und da ist es wahrlich egal welchem Gott und oder auch nicht sie huldigen. Hier anzustinken wird für die andere Fraktion auch wieder schwer, denn die unbändigen, technischen Gitarrenleckerbissen die man hier abliefert sind grenzgenial.

Wenn man vielleicht glaubt die White Metal Fraktion muss glatt poliert klingen, der größte Teil tut es leider, so irrt man hier, sofern man die Band an sich nicht kennt. Die sehr rauen Linien passen wie die Faust aufs Auge und das Endergebnis lässt ein ordentliches Gedröhne in den eigenen vier Wänden zu.

Die vermehrt sehr 80er orientierte Linie ist schmuck ausgestattet und somit eher für die gereiftere Generation gedacht. Doch das Ganze klingt eben nicht altbacken, denn Stryper haben für ihren neuen Rundling wieder viel frischen Wind ins Geschehen gebracht. Dadurch klingen etliche Passagen sogar etwas moderner als was man bis dato von ihnen kannte. Nur hauchzart hier und da, sodass man die Old Schooler nicht überrumpelt.

Was bleibt? Nun ganz einfach, die Jungs werden mich auch 2015 nicht wieder zurück zu den Rosenkranzrasslern bringen, aber ihre Musik und das steht außer Frage ist wahrlich ein opulentes Mahl in Sachen Rock/Metal der melodischen Form. Gute Techniken und ein sehr facettenreicher Klang machen den Rundling zu einem guten Meisterwerk. Über die religiösen Aspekte kann man streiten, die müssen einem auch nicht gefallen, denn die Musik der amerikanischen Truppe ist nach wie vor nicht von diesem Planeten.

Fazit: Ein wahrlich tolles Stryper Album und zum Fan muss man auch nicht in der Kirche sein, das können sich auch Atheisten zulegen, denn hier wird eine sehr reichhaltige Kost geboten die überzeugt.

Tracklist:

01. Yahweh
02. Fallen
03. Pride
04. Big Screen Lies
05. Heaven
06. Love You Like I Do
07. All Over Again
08. After Forever (BLACK SABBATH cover)
09. Till I Get What I Need
10. Let There Be Light
11. The Calling
12. King Of Kings

Besetzung:

Michael Sweet (voc & guit)
Oz Fox (guit)
Timothy Gaines (bass)
Robert Sweet (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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