Band: SuiCidE
Titel: Near death experience
Label: Selfreleased
VÖ: 2013
Genre: Death/Thrash Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Die Wörgler Institution SuiCidE ist meiner Meinung nach eine Institution, welche aus dem österreichischen Bereich nicht mehr weg zu denken ist. Seit 1999 kämpfen die in unserem Sprachgebrauch oft als Underlandler bezeichneten Death/Thrash Metal Recken sehr wacker. In den letzten Jahren war es recht ruhig geworden, denn seit ihrem letzten Full Length Machwerk sind doch sechs Jahre verstrichen. Hat man allerdings die Zeit irgendwie verstreichen lassen? Keine Frage dies kann man mit einem lauten NEIN dementieren und so steht für den 12. April ein weiteres Album an. „Near death experience“ nennt sich dieses und die Tiroler, wie auch einige von mir rezensierte Landsmänner haben keinen Plattendeal. Da fragt man sich immer wieder was im Musikbusiness los ist. Begreifen kann man dies nicht, denn die Art wie auch die Burschen aus Wörgl zu Felde ziehen spricht Bände. Produktion wie auch Spielklasse braucht doch das Land und das findet man bei SuiCidE zur Genüge. Irgendjemand hat es mal im Social Network angemerkt, ambitionierte Musiker braucht das Land und die Jungs zählen für mich definitiv dazu. Mit behänder Genauigkeit bringen sie ihre Art des Death/Thrash Metals zum Einsatz. Hart ungestüm einerseits, aber auch immer wieder mit gelungenen, melodisch länger anhaltenden Unterwanderungen. Dem setzt man mit einer guten Sahnehaube in Sachen rollender Groove Metal noch einen drauf. Mit eben einem guten Zielfernrohr attackieren die Jungs unsere Gehörgänge und die Stücke machen einfach alles platt. Die Mischung macht es eben oftmals aus. Die ist einfach erfrischend und man zündelt dabei ordentlich, sodass es am ganzen Körper juckt sich dem wilden Treiben anzuschließen und abzugehen wie der sprichwörtliche „Schmidtchen Schleicher“. Selten erlebt man eine so gute Verbindung in Sachen Melodie und ungestümer Härte, die Tiroler können dies aber und so entpuppen sich die Tracks als wahre Ohrwürmer. Zu genaue Ähnlichkeit deswegen? Eigentlich nicht, denn die Herrschaften achten sehr wohl darauf, dass es genügend Abwechslung gibt. Sicherlich bleibt man von Beginn an dem Grundgedanken treu, hat diesen Heller aber sehr gut ausgefeilscht und so wird kunterbunt das aufwühlende Treiben weiterhin fusioniert und vorangetrieben. Genau deshalb sind die Stücke auch so gut und wechselnd ausgefallen. Hier wird kein Versuch außeracht gelassen weiterhin für viel Interesse zu sorgen. Die Grundprinzipien in Sachen Bretterriffing und schlichteren Abgehthematiken werden angestimmt und immer wieder komplettiert bzw. ausgebaut. Dass dadurch selbstredend ein schillernder Brocken daher kommt ist klar und weiß auch zu gefallen. Das Gaspedal wird stets und vehement gedrückt und so steigert man sich und die Hörerschaft in einen wahren Rausch aus dem man nicht entrinnt und auch nicht entrinnen will. Das Tiroler Unterland ist wieder auf dem Vormarsch in Sachen Metal Made in Austria und die langgedienten SuiCidE wissen somit ihre Position weiterhin zu behaupten. Doch auch im internationalen Bereich darf man ruhig einen Schritt weiterspinnen, denn das Material lässt viele Kollegen sehr blass aussehen. Schlussendlich darf man sich doch alsbald auf die Live Vorstellung freuen, welche am 12.04.13 in der KUFA Kufstein sein wird, wo die Burschen mit eben Lost Dreams und The Weak Prevail ihr neues Album bestens vorstellen können und dies sollte Herr und Frau Metaller nicht verpassen.

Fazit: Ein bemerkenswerter Output, welcher vor Genickbrechenden Attitüden nur so strotzt. Gelungene Melodic und rollend, groovende Passagen machen dieses Album zu einem Leckerbissen für jeden Death/Thrash Metaller par excellence.

Tracklist:

01. Intro
02. Near death experience
03. Godless peaceful world
04. Embodiment of evil
05. Captured
06. Disappear
07. Autumn breeze
08. Turned to stone
09. Controlled by tyrants
10. Scum of society
11. Burning waters
12. Where iron crosses grow
13. 21 Days
14. Friday is beerday
15. Multimedia Track

Besetzung:

Hirzi (voc & bass)
Peme (voc & guit)
Hanspeter (guit)
Manni (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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