Band: Tesla
Titel: Forever More
Label: Frontiers Records
VÖ: 2008
Genre: Hard Rock
Bewertung 4/5
Written by: Robert

Die Kalifornier Tesla sind seit ihrem Beitrag zum Soundtrack von Last Action Heroe auch bei jüngeren Generationen bekannt. Der Steile Aufstieg dieser Truppe war aber mit der Hairspray Metal Welle in den 80ern. Nach einer Krise und der Auflösung in den 90ern war es recht ruhig geworden. Im Jahr 2001 war es wieder soweit, aufgrund drängen einiger Rockgrößen aus Amerika fanden sich die Herrschaften wieder zusammen und spielten einige Gigs in der Originalbesetzung. Daraus resultierte dann die Aufnahme zum „RePlugged Live“ Album aus dem Jahr 2001. Im Jahr 2004 wurde „Into The Now“ veröffentlicht und man war wieder auf dem Weg des Erfolges, bevor man mit „Real to Reel“ (2007) das letzte Lebenszeichen von sich gab. Nun sind aber Jeff Keith (voc), Frank Hannon (guit), Brian Wheat (bass), Troy Lucketta (drums) und Dave Rude (guit) wieder zurück und haben im Gepäck „Forever More“ mit dabei. Das die Herrschaften immer schon Spaß in den Backen hatten, braucht man der eingeschworenen Fangemeinde nicht erklären und dennoch es gibt wenige Bands aus den alten Tagen, die immer noch gehörig Feuer unterm Hintern haben. Eine Formation sind eindeutig die Jungs von Tesla.

Ruhig und beschaulich startet die Eröffnung durch „Forever More“. Doch gleich im Anschluss rocken die Jungs aus Amerika das Haus. Rotzfreche Rhythmen werden hier an allen Ecken und Enden versprüht. Der erdige Gitarrensound macht dazu sein übriges. Dennoch einen auf alt machen die Jungs beleibe nicht. Viel Grooves hat man hier eingearbeitet und dieses Trademark mit vielen rockigen Elementen angereichert. Zackiger und flotter geht es nun bei „I Wanna Live“ weiter. Erinnert sehr stark an die guten alten Hairspray Metal Tage und Fans jener Stilrichtung dürften viel Freude mit diesem Stück haben. Auch hier zeigen sich die Herrschaften von der rotzfrechen Seite und haben diese Rockrichtung mit vielen modernen Soundelementen zusammengezimmert. Unterm Strich ist ihnen ein sehr modernes Rockstück gelungen. Um Ecken moderner sind nun die Gitarrenlinen bei „Only Day at a Time“ ausgefallen. Etwas funkiger und weiterhin mit viel Rotz n‘ Roll ausgestattet zocken die Jungs mit einer Freude, die man heute noch selten von Bands aus den alten Tagen erlebt. Sehr groovig ist auch diese Nummer und man lädt zum ordentlichen Abshaken ein und eines ist gewiss, der Sound der Truppe lässt einen kaum ruhig sitzen. Eher im Midtempobereich ist nun „So What“ angesiedelt. Man sucht zwar immer wieder ruhige Gefilde auf, aber flottere Ausbrecher lösen diese Pause immer ab. Die sehr tiefer getrimmten Gitarren sind einfach eine Wucht und das rotzende Organ des Fronters macht sein übriges. Weit gefühlvoller und traditioneller packt man es nun bei „Just in Case“ an. Auch in romantischen Momenten weist der Sänger viel Klasse auf, denn die gefühlvollen Gesangslinien die er hier bei dieser Ballade von sich gibt sind sehr gut und stark. Die rauen Rhythmen wurden ein wenig zurückgedreht und durch schöne Melodiestrukturen ersetzt. Zusätzlich kommen einige Courntyrock Trademarks zum Zuge, die eine weitere Bereicherung zu dieser Ballade sind. Ebenfalls sehr ruhig ausgefallen ist nun „Fallin‘ Apart“. Vom Grundgedanken her ähnelt man verdächtig dem Vorgängerstück. Dennoch hier wurde weit mehr auf klare, romantische Melodien geachtet. „Breakin‘ Free“ zündet erst nach und nach, zuerst gibt man sich noch recht verhalten und dennoch sehr rau. Etwa nach einer Minute rockt man wieder ordentlich das Haus und so begibt man sich hier auf flottere Pfade. Doch einige Wechsel sind auch hier vorhanden und so driften die Amerikaner immer wieder in die ruhige Ecke, um Sekunden später wieder ordentlich abzurocken. Kantiger und rauer, als auch flotter geht es nun bei „All of Me“ weiter. Der Gitarrensound wurde hier sehr in den Vordergrund gerückt und durch diesen gewaltigen Sound bohrt sich dieser Track sehr hart in den Gehörgang. Meiner Meinung nach das Beste Stück auf diesem Album. Nach dem härteren Vorgänger wurde nun bei „The First Time“ die Notbremse gezogen und eine sehr gefühlvolle Ballade, mit klaren und feinen Melodien erschallen hier aus den Boxen. Doch nur in der balladesken Ecke verharrt man nicht und so zeigen die Jungs uns hier bei dieser Halbballade einige flottere Ausbrecher, bevor man es wieder verträumter angeht. Viel Southernrockfeeling kommt nun bei „Pvt. Ledbetter“ auf. Zwar wird auch weiterhin auf romantisch gemacht, dennoch driftet das Quintett immer wieder in die raue Ecke. Ein Gefühlvoller Song mit einigen rauen Kanten ist hier entstanden, der viel Spaß macht. Erdiger und moderner geht es nun bei „In A Hole Again“ weiter. Viele flottere Tempowechsel werden hier abgeliefert und durch das schnellere Tempo ist ein abshaken mit Sicherheit angebracht. Doch auch einige gefühlvolle Breaks blicken als Abwechslung immer wieder durch. Den Abschluss macht die sehr schnelle Rocknummer „The Game“. Ein sehr hartes und grooviges Stück wurde an den Schluss gepackt. Auch einige Funkelemente blicken durch, die kommen durch die groovige Ausrichtung mal anders rüber, als es bei anderen Szenekollegen es der Fall ist.

Fazit: Quer durch die Palette bekommen Rockjünger hier viel geboten. Alte Tesla Fans können Blind zugreifen.

Tracklist:

01 Forever More
02 I Wanna Live
03 Only Day at a Time
04 So What
05 Just in Case
06 Fallin‘ Apart
07 Breakin‘ Free
08 All of Me
09 The First Time
10 Pvt. Ledbetter
11 In A Hole Again
12 The Game

Besetzung:

Jeff Keith (voc)
Frank Hannon (guit)
Brian Wheat (bass),
Troy Lucketta (drums)
Dave Rude (guit)

Internet:

Tesla Website

Tesla @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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