Band: The Order
Titel: Rockwolf
Label: Dockyard 2
VÖ: 2009
Spielart: Hard Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Purer Rock `n Roll, mit einem kräftigen Schuss Hair-Metal und einer kleinen Prise Pop wird uns dieser Tage zum Fraße vorgeworfen. Gianni Pontillo (voc), Bruno Spring (guit), Andrej Abplanalp (bass) und Mauro Casciero (drums) sind erst seit 2004 am gemeinsamen Werken, doch mittlerweile steht das dritte Lebenszeichen ins Haus. Selbiges nennt sich „Rockwolf“ und wird am 25.09.09 erhältlich sein. Darf man dem Beipackzettel Glauben schenken, so handelt es sich bei der Titelwahl um eine Laune. Das Material ist aber hier von einem ganz anderen Kaliber, welches viel Laune verspricht und wurde sicher nicht einfach so achtlos geschrieben.

Im knackigen Rotzrock Style allererster Güte kracht der Opener „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ mit viel rotzigem Flair aus den Boxen. Mit hohem Tempo wird hier abgerockt was das Zeug hergibt und dabei versprühen die Herrschaften aus dem kleinen Alpenland sehr viel grooviges, als auch shakendes Feeling am laufenden Band. Mit einem guten hymnischen Chorgesang wird nun „Love Ain’t A Game To Play“ eingeläutet. Gleich wird nachgelegt und man rockt nun mehr im stampfenden Midtempogewässer, welches man öfters für kurze, sanfte Ausflüge verlässt. Gutes Gebräu mit einer sehr erdigen Breitseite, welches sich hier den Weg durch die Gehörgänge bahnt und viel Eindruck hinterlässt. Mehr im klassischen Rockprogramm wird uns nun das folgende „On And On“ mit leichten amerikanischen Rockeinflüssen dargeboten. Flotter, shakender Rocktrack der hier zum Tanze einlädt. Die rotzende Stimme des Fronters ist hier ein weiteres Mal das ganz besondere etwas und auch hier röhrt sich der Gute rotzig durchs Programm und das verleiht den Songs die gewisse Note. Mit „Endlessly“ drücken die Jungs erst einmal gehörig auf die Bremse und bewegen sich auf einem Grat zwischen sauberen, klaren Rockklängen und breitentauglicheren Soundeinflüssen. Gute Mischung, welche durch liebliche Momente durchaus animieren kann. Sicher etwas zum entspannenden Genuss, dafür versorgt man uns mit vielen Ingredienzien welche zu gefallen wissen. Auch die satten Soli die sich der Axtschwinger hier aus dem Ärmel schüttelt sind eine Wucht. Im letzten Drittel wird noch einmal ordentlich das Haus gerockt und man drückt etwas verhaltener das Pedal. Mit dem Nachfolger „Angels In Disguise“ begibt sich der Schweizer Trupp wieder auf eine deutlich zahnigere Fahrt. Erdiger, flotter, klar strukturierte Soundfragmente verbindet man gekonnt mit rotzenden Einflüssen. An und ab wird etwas stärker galoppiert, bevor man kürzer abbremst, um erneut aus den Vollen zu schöpfen. „Reorder The Disorder“ rattert als Nachfolger sehr speedig, mit ständigen Nachsätzen daher. Auf der einen Seite klar rein, rotiert das Quartett auf der anderen sehr rotzig und ungeschliffen wieder raus. Gutes Gebräu das man uns hier kredenzt und die Rockrhythmen krachen hier mit viel wuchtigem, druckvollen Spiel aus den Lautsprechern und rütteln beim Hören ordentlich auf. Sehr klar und sanft schiebt man nun „This Song Is For you“ im balladesken Soundgewand nach. Doch nur einen auf Kuschelromantik machen die Jungs hier beileibe nicht, auch wenn man sich ganz stark im lieblichen Soundeck zeigt. Auch hier kommen viele knackige, herbe Ausbrüche zum Vorschein, welche auch bei sanfteren Elementen durchaus aufrütteln, wenn auch nur mit einem gewissem Maß, dafür aber gehörig. Etwas funkiger und breitentauglicher ist „Miss Paradise“ ausgefallen. Sehr lustiger Gustohappen zum Abtanzen, der immer mehr mit rauen Ecken und Kanten zu Recht geschnitzt wird. Nicht unbedingt mein Ding, aber passt sichtlich ganz gut als Weiterführung zum Album. Mit einem ruhigen, Rockriff der alten Schule wird nun „Rockwolf“ gestartet. Erinnert kurzzeitig etwas an alte Scorpions Sachen, doch lange wird man hier nicht an die deutschen Kollegen erinnert. Schon hat man zu eigenen Stärken gefunden und diese befinden sich in der rauen, erdigen Rotzrockecke, welche man mit vielen Ideen und Einflüssen schließt. Schönes Rock n‘ Roll Feeling, welches man hier als regulären Abschluss für die Hörerschaft parat hat. Mit einem Duran Duran Cover verabschiedet man sich von uns. „Wild Boy“ ist auch ein richtiger Partykracher und auch diese Version von The Order weis mit viel Eigendynamik zu gefallen. Wohlgemerkt rockt dieses Cover ordentlich und die eigenen Sachen werden gut und pressgenau mit dem Original verbunden.

Fazit: Guter Rock n‘ Roll aus dem Land des Käse und der Schokolade, mit vielen Soundbeilagen die viel Partystimmung aufkommen lässt.

Tracklist:

01. Sex, Drugs & Rock’n’Roll 4:00
02. Love Ain’t A Game To Play 3:52
03. On And On 4:49
04. Endlessly 5:25
05. Angels In Disguise 3:30
06. Reorder The Disorder 4:18
07. This Song Is For you 6:34
08. Miss Paradise 3:54
09. Rockwolf 6:27
10. Wild Boys (*Duran Duran Cover) 4:27

Besetzung:

Gianni Pontillo (voc)
Bruno Spring (guit)
Andrej Abplanalp (bass)
Mauro Casciero (drums)

Internet:

The Order Website

The Order @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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