Band: The Privateer
Titel: Facing The Tempest
Label: Trollzorn Records
VÖ: 2012
Genre: Folk Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

The Privateer der neue Newcomer des Folk Metal? Nun eigentlich nicht, denn die Mannschaft hinter diesem Piratenkonzept gibt es schon seit 2008. Auch das Album „Facing the Tempest“ ist nicht jetzt gerade unbedingt neu. Nein es stammt noch aus der Ära ohne Label und somit ist es 2011 als Eigenproduktion bereits erschienen. Mit dem Jahr 2012 ändert sich nun die Fahrt der Piratenkogge. Mit neuem Heimathafen, welcher Trollzorn heißt hat man einen Vertrag an Land ziehen können und somit wurde das Machwerk vom Vorjahr noch einmal eingespielt, neu aufgemacht und ist via Label noch einmal erschienen. Gut die Piratenstory kennen wir bereits ja alle nur zu Gut. Vorreiter waren ja Running Wild, allerdings haben die Freiburger mit den Hanseaten nicht viel zu tun. Nun gut das sagt auch schon die Stilbeschreibung aus. Eher würde meine Wenigkeit Tendenzen zu den Schotten von Alestorm sagen. Muss aber ehrlich sagen diese Variation wurde reichlich gespickt und ist deutlich gereifter und weit nicht so an die Schotten angelehnt. Ähnliche Ideen sind sicherlich da, werden aber durch rassige Fortgänge unterwandert. Das tut dem Gesamtkonzept sehr gut und auch rhythmisch muss man die Jungs und das Mädel eher im Süden Europas ansiedeln. Kennt noch wer Knight Errant? Genau die Band aus der Türkei, die durch das Rock Hard einen guten Aufschwung bekam. Folkiger Bereich wie auch bei den türkischen Vertretern dieses Genres, geht es auch bei The Privateer zur Sache. Kann alles jetzt zu oft gehört oder abgelutscht klingen, tut es aber meiner Meinung nach gar nicht. Sicherlich sind etliche Linie schon oft verwendet worden, wurden aber von den Freibeutern aus den deutschen Landen herrlich aufgefrischt. Auch die harschen Gedankengänge bereichern die sehr hymnisch – folkige Musiklandschaft sehr gut. Dadurch konnte man eine sehr gut durchmischte Wechselthematik umsetzen welche mit viel Wiedererkennungswert durch die Boxen schippert. Auch sehr zahnig – verbissene Stücke zum Abbangen birgt die Schatzkiste und somit darf man sich ordentlich an glänzenden Perlen ergötzen, welche allesamt sehr gut funktionieren und viel Hörspaß garantieren. Besonders bei den preschenden Tracks kommt oftmals eine kleine Rhythmusbrise aus dem Black Bereich hinzu, welche die Stücke ordentlich hart klingen lässt. So darf man getrost den Jungs ein gutes, innovatives Händchen attestieren. Zweiflern darf man auch den Wind aus den Segeln nehmen, nein hier wird nicht auf ein Neues das Folk bzw. Pagan Eck abgegrast. Vielmehr überzeugt die Kapelle mit gut durchdachten Krachern, die mal mehr, mal weniger hymnisch angelehnt wurden. Für meinen Teil muss ich sagen, dass vor allem die flotteren Härtestücke wesentlich besser überzeugen, aber das ist wohl eher eine Ansichtssache.

Fazit: Sehr gelungenes Machwerk das man einem breiten Klientel im Bereich des Folk Metal empfehlen kann. Auch härtere Gangarten sind dabei und so wird nicht bis zum Erbrechen gedudelt. Nein man serviert uns eine erfrischende Variation des Musikstils und das geht gut in den Gehörgang rein. Somit kann man nur noch sagen. Arrrrg eye wo is meine Buddel Rum!!!!

Tracklist:

01. Awakening
02. Dawn Of A Sailsman
03. Last Journey
04. Descent To Hades
05. Blackbeard
06. Port Corrad
07. Basilisk
08. Stormlashed

Besetzung:

Pablo Heist (voc)
Kim Fritz (drums)
Christian Spöri (guit)
Jonas Reinmuth (bass)
Clara Held (violin)
Roman Willaredt (guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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