Band: Torment
Titel: Tormentizer
Label: Pain Inc.
VÖ: 2009
Spielart: Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Pünktlich zum 25 jährigen Bandjubiläum ist das deutsche Kettensägen Thrashkommando Torment mit „Tormentizer“ da. Dieser pure, unverfälschte Thrash n‘ Roll der von Jörn Rüter (voc), Tom Ramone (bass) Carsten Overbeck (guit) und Chris ‚X‘ Gripp (drums) schon jahrelang zelebriert wurde, ist auch beim 7. Full Length Album wieder ein großer Bestandteil und selbiges wird am 17.07.09 für einen Sommertanz bei den Thrash Fans sorgen. Somit hat man sich selbst, als auch den Fans mit diesem Silberling ein Geburtstagsgeschenk gemacht. Na denn, alles Gute und genau aufgepasst die Kettensäge startet.

Im dreckigsten Thrash n‘ Roll Stil wird gleich Track Nummer Uno einem vor den Latz geknallt und dabei versprüht das Quartett viel rotz und dreckige Härte. „Tormentizer“ ist ein ordentlicher Appetizer was uns noch von den Hamburgern erwartet. Im stampfenden Tempo wird hier durchwegs musiziert und nur zu einigen Energieausbrüchen lässt man sich öfters hinreisen. Somit reiht sich dieses Thrash Kommando eindeutig in die Riege des Pure Old School German Thrash Metal ein und da steht man den Kollegen und Kolleginnen in nichts nach. Weiter geht es mit dem noch dreckiger gezockten „Let´s Get Extreme“ und dieser Bier bzw. Thrash Saufsong hat viel Hymnencharakter für sich gepachtet. Ein richtiger Partyhit ist den Burschen hier gelungen. Hier blinzelt man wohl mit geschwelter Brust Richtung Tankard. Wie auch immer viel Fun macht dieser Song und dürfte bei einem Saufgelage einer Party für viel Stimmung, als auch Bewegung sorgen. Etwas klarer und mit dominierendem Bassspiel geht es nun bei „Nothing To Repent“ weiter. Deutlich melodischer dröhnt dieser Track aus den Boxen und auch einige kleinere Punkallüren sorgen für das gewisse Malocherfeeling. Vor allem das rotzende Organ des Fronters klingt wie ein Schotte der mit einigen Scotch Whiskey sein stell dich ein gibt. Verleiht dem ganze die gewisse Note das muss man schon anmerken. Deutlich rockender geht es mit „Heavy Metal Whorehouse“ weiter. Hier verlässt man etwas mehr die Thrash Richtung und steuert rockige Pfade an. Weiterhin wird in bester Manier gespuckt und gerotzt was das Zeug hergibt und das ist das gewisse etwas was die Nummern von Torment wieder spiegelt. Ein erneuter Kurswechsel steht mit „I Hate The System“ ins Haus. Genau in umgekehrter Reihenfolge wird hier die Korrektur vorgenommen und somit landet man im flotten Thrash Metal Dreieck wo man recht wütend umher springt. Viel Tempo hat man hier gepachtet und dennoch ganz durchgedrückt wird das Pedal nicht um so das Thrash n‘ Roll Feeling zu bewahren. Wunderbare Fusion die man hier für die Hörer geschaffen hat und mit dieser wird man auch für viel Freude sorgen. Fast dachte ich schon man wolle sich mit „Wind Of Change“ ein wenig lustig über den Weichspüler der Scorpions machen. Weit gefehlt hier handelt es sich um eine eigenständige Nummer bei der man viel Rasanz macht und somit zu einem weiteren wilden Reigen einlädt. Lange wird man mit diesem rotzigen Song nicht warten müssen und die Fans werden zu den bretternden Rhythmen ordentlich abgehen. Deutlich groovender findet die Weiterführung mit „Stalker“ statt. Man bewahrt die Trademarks, auch wenn man sich hier deutlich mehr von der moderneren Seite zeigt und dadurch einen Shakersong Par Excellence geschaffen hat. Wie ein dunkles, herbes Ale rinnt dieser Track die Kehle runter. Mit „Temptress Crystal Meth“ hat man eine lustige, herrlich erfrischende Punk Thrash Hommage geschaffen. Die vor allem zu Beginn wie das Bandeigene „Paranoid“ klingt. Dieses typische Riff wird nämlich des Öfteren als Neustart verwendet und verschafft dem Track eine gehörige Portion an Old School Feeling. Durch das herbe Gebräu das man hier auf einen Punkt gebracht hat versprüht viel Charme und dazu kann man sich gerne zum Abshaken einladen lassen. Soviel ist schon mal sicher, kalt wird dieser Rotz – Punk – Thrash – Rocker niemanden lassen. So verlassen wir die Punk Gefilde ein wenig. Zwar kommen dezente Ansätze beim folgenden „We Are The Boys“ ebenfalls zur Anwendung, doch weites gehend rockt man mehr das Haus und steuert immer mehr in einen bretternden, rotzenden Bereich. Weiter geht die wilde Malocherfahrt mit „Politics And Religion“ einem weiteren deutlich, mit viel Punkfeeling angehauchtem Stück das ordentlich dahin brettert. Man schert sich hier einen Dreck auf einen geregelten Tages- bzw. Lebensablauf und dies kristallisiert sich sehr markant bei dieser Nummer durch. Etwas fröhlicher und mit mehr Geschwindigkeit galoppiert nun „The Ones You Love To Hate“ daher und verleitet zum Headbangen bis die Nackenmuskulatur ausgereizt ist. Eine ordentliche Hymne die man hier an die vorletzte Stelle gepackt hat und es vor allem mir durch den Charme den sie versprüht zu meinem persönlichen Favoriten macht. Als Abschluss legt man noch einige Kohlenschippen mit „A Tribute“ nach. Diese kommen in den Thrash Metal Hochofen und werden mit einigen Stahlessenzen aus dem Punk zu einem Stahl geformt der ordentlich dahinröhrt und das in bester und dreckigster Manier wie man es oftmals vergebens sucht.

Fazit: Congratulations zur Bandhistorie die man mit diesem Album bestens ehrt. Thrash Metal Fans sollten einen Blick auf diese Band werfen, sofern sie die Jungs noch nicht kennen. Wer sich selbst Liebhaber des German Thrash Metal schimpft der wird sowieso schon Gratulationskarten Richtung Torment verschickt haben und sich das Veröffentlichungsdatum dick und rot im Kalender angestrichen haben.

Tracklist:

01. Tormentizer 3:48
02. Let´s Get Extreme 3:47
03. Nothing To Repent 3:15
04. Heavy Metal Whorehouse 3:49
05. I Hate The System 3:54
06. Wind Of Change 2:52
07. Stalker 3:15
08. Temptress Crystal Meth 3:30
09. We Are The Boys 2:41
10. Politics And Religion 4:52
11. The Ones You Love To Hate 3:25
12. A Tribute 4:44

Besetzung:

Jörn Rüter (voc)
Tom Ramone (bass)
Carsten Overbeck (guit)
Chris ‚X‘ Gripp (drums)

Internet:

Torment Website

Torment @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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