Band: Tornado
Titel: Amsterdamn Hellsinki
Label : Listenable Records
VÖ: 2011
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Ein Tornado aus Finnland, genauer gesagt aus Helsinki fegt über diesen Planeten hinweg. Dabei handelt es sich um ein Thrash Unwetter das nur Schutt und Asche hinterlassen wird. Doch nur Thrash wäre den Herrschaften zu wieder und so mischt man zwischen den Thrash Sound auch noch Poser Rock a la Mötley Crue und fertig ist ein allesvernichtendes Gebräu das sein Übriges tun wird und eine Ruine in unseren Gehörgängen hinterlässt.

Genau in der beschriebenen Schnittmenge lässt man das Ganze Langeisen sehr hymnisch bei „A Bold Statement“ anlaufen. Wirklich Affengeil was uns hier von der klanglichen Spieltechnik zum Fraß vorgeworfen wird. Vor allem die Axtfraktion (verdingen sich auch noch bei Amoral) wirbelt hier umher das einem ganz schwindlig wird. Herzerfrischende Partymucke wird hierbei vom Stapel gelassen die ordentlich ansteckt und binnen Sekunden begeistert. Man kann ja diese Thrash Klone kaum mehr zählen die in letzter Zeit die Szene überschwemmt haben. Genau deshalb kommt solch eine Mischung im Wirbelstur genau richtig um den ganzen Kopierern und Pseudo 80er Möchtegern Rockern gehörig ins Hinterteil zu treten.

Weiter geht’s sofort mit viel Tempo unterm Hinterteil bei „Hate Worldwide“. Eine Circle Pit Nummer die irgendwo zwischen Bay Area Thrash und Megadeth Allüren angesiedelt ist. Auch hier herrscht ein krachender Partyfaktor an der binnen Zehntelsekunden gehörig ansteckt. Hämmernde Thrash Beats drücken den Poser Einfluss ganz stark in den Hintergrund. Doch auch hier wird einem nicht langweilig und zu solch einer Gelegenheit lassen einen die Finnen gar nicht erst kommen, sondern haben es ungemein auf unseren Schweiß abgesehen. Denn bei solch einer Speed lastigen Nummer bleibt kein Teil des Körpers trocken so viel ist gewiss.

Es geht noch speediger, auch wenn der Start von „3 Of 8“ etwas galoppierender von statten geht. Dafür prügelt und peitscht man uns in der Fortsetzung mit ordentlicher Wucht aus. Erinnert mich persönlich hierbei etwas an Death Angel. Wer also die älteren Sachen der Jungs liebt, für den ist dieser Track genau das Richtige um abzuhotten was das Zeug hergibt. Dabei poliert man uns ordentlich die Fresse mit unbändiger Kraft.

Rollend und etwas dreckig – groovender schreitet man bei „Massive Extinction Impact“ voran. Gitarrenmäßig wird meine Person immer wieder an Megadave und seine Mannen erinnert. Vor allem Spieltechnisch wandelt man oftmals ähnliche Wege wie bei so manchem Track von „Countdown to Extinction“. Doch nur sinnlos hinter dem Rotschopf herzu eifern wäre zu einfach und so rührt man das Süppchen mit einer Vielzahl an Bay Area Thrash Helden an und serviert uns dies mit einer glänzenden Groove Abrundung.

Ein bretternd – rollendes Brett serviert man uns nun im gemäßigteren Tempo bei „Eugenics“. Die Vielzahl der Wechsel zwischen Groove – Thrash und amtlichen Explosionen geht dermaßen unter die Haut das man auch hier binnen Sekunden wie bei einem Fleckenfieber angesteckt wird und süchtig, als auch lechzend vor dem Player hin und her hopst.

Wesentlich rockiger wird nun „Ignorance Is Thy Name“ zum Anlaufen gebracht. Das groovende Stück wird aber im Hintergrund schon von einem aufziehenden Sturm begleitet der bereits nach gut 30 Sekunden einsetzt und dieser Hagelsturm radiert alles nieder was sich versucht aufzubäumen. Als gelungene Unterwanderung rührt man einige Punkeinflüsse hinzu die das Ganze ordentlich komplettieren.

Mehr dem rollenden Thrash Metal ist man nun bei „Noora“ angetan. Auch hier sind zick Parallelen zu Megadeth in der „Countdown to Extinction“ Ära auszumachen. Weiters schmeckt man das Ganze wieder mit pfiffigen Surf Thrash Einflüssen ab und dadurch ist einmal mehr eine spritzige Runde entstanden. Das macht Laune und zündet wie eine Partyrakete und geht sofort, ohne Umschweife in den Gehörgang. Dabei harken sich die Finnen fest und lassen auch nicht locker, will man auch gar nicht denn die Mucke ist pure Energie die Freude an allen Ecken und Enden versprüht.

Shakiger Sound dröhnt bei „Blue“ aus den Boxen. Durch die Bank dreht man den Spieß an und steuert Tanzbare Gefilde an. Dabei unterwandert man das Ganze mit bretternden Thrash Einfädelungen die gelungen eine Melange zaubern die ordentlich die Kehle runter brennt.

Bedrohlich rattert der Sound nun bei „Priesthood Pedophilia“ aus den Boxen. Beim Titel selbst kann man sich gewiss sein das die Finnen hier ihre klangliche Abrechnung mit gewissen Predigern und der Ignoranz der Kirche machen. Dies vollführt man mit einem Affenzahn dass das ganze wie eine Thrash Exekution erscheint. Die freudige Laune ist gewichen und vielmehr klingt das Ganze sehr anklagend.

„Diva“ steht als Schlusslicht und kommt zu Beginn etwas hymnisch – melodischer daher. Nach dem kurzen Eingang drückt man aber erneut fest aufs Gaspedal und das lockert man nicht mal um Zehntelmillimeter. Eher im Gegenteil man drückt immer mehr drauf und schlussendlich befinden wir uns auf einer Thrash Karussell Fahrt bei der einem richtig gehend wieder schwindlig wird.

Fazit: Herzerfrischende Thrash Mucke die viele Szenekollegen blass aussehen lässt. Die Finnen bestechen mit einer guten Spieltechnik und vor allem viel Einfallsreichtum dass das Ganze nicht gleich langweilig wird. Gute Kombinationen bringt man gelungen zusammen und lässt es auch bei solideren Tracks nicht zu simpel klingen.

Tracklist:

01 A Bold Statement
02 Hate Worldwide
03 3 Of 8
04 Massive Extinction Impact
05 Eugenics
06 Ignorance Is Thy Name
07 Noora
08 Blue
09 Priesthood Pedophilia
10 Diva

Besetzung:

Superstar Joey Severance (voc)
Michiel „Big Maaaan“Rutten (guit)
Daddy B- Lead (guit)
Johnny Wow (bass)
Juhana „Starvin Marvin“ Karlsson (drums)

Internet:

Tornado @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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