Band: Vampire
Titel: Vampire

Label: Century Media Records
VÖ: 2014
Genre: Death Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Leichen fleddern auf schwedische Art und das mit einer „Old School“ Duftmarke die sich gewaschen hat. Die Rückbesinnung auf die Wurzeln des Death Metal der Frühtage scheint den Jungs aus Göteborg ein Anliegen zu sein. Jenseits der eigentlich gewohnten Death Linie vieler großer Kollegen wird hier komplett die traditionelle Schiene gefahren. Rau und ungehobelt soll es sein und das hört man den Burschen gleich an. Ohne jeglichen Kompromisse behaftet wird einfach drauf los gebolzt was das Zeug hergibt. Die Stimme, wenn man es nicht besser wüsste, erinnert sehr stark an Johnny Hedlund von Unleashed. Vor einigen Jahren hatte ich ja mal das Vergnügen auf einer Tour die altgedienten Sweden Death Metal Bands an einem Stück Live zu genießen. Irgendwo, wenn nicht genau im Epizentrum haben sich auch Vampire angesiedelt und machen eine mächtige Erscheinung. Man mag jetzt sicherlich nichts für den neueren Death Metal sein, allerdings wird der altgediente Liebhaber des Genres hier vollends ausflippen, denn mit so etwas wie mit dieser Truppe hätte der wohl nie gerechnet. Ruppig, aber nicht unausgegoren wird die Keule heftig geschwungen und man sieht sich wirklich in die Blütezeit des schwedischen Death Metal zurückversetzt. Heftig werden die knarzenden Motoren zum Anlaufen gebracht. Während andere Combos sich beim diabolischen Klang auf viel Unterstützung seitens der Technik berufen, so weißen diese Recken eine schlichtere Linie auf. Klingt eben sehr schön nach Friedhof und der Hall dazu ist einfach sehr unterhaltsam. Eine schlichtere Technik eben, welche aber ihre Überzeugungsarbeit nicht verloren hat und dies nach all den Jahren. Obwohl man wie erwähnt dem alten Stahl zugetan ist, klingt man an keiner Ecke des Albums irgendwie weniger originell, eher im Gegenteil die Innovationen werden bei Vampire groß geschrieben und so kommt auch der Rundling superb rüber, ohne dass man sich dabei an viele alten Hasen komplett erinnert fühlt. Die Burschen haben es geschafft und einen Old School Death Metal Happen geschaffen der einfach an der vorderen Speerspitze tief in unseren Leib reingerammt wird. Wer sich selbst ein Freak des Genres betitelt kommt auf keinen Fall um dieses leckere Eisen herum. Wir brauchen keine Re-Releases, sondern liebe Labels solche Bands wie eben Vampire, welche es geschafft haben, trotz jüngeren Datums einen Charme und Spirit in die Jetztzeit zu befördern das einem die Freudentränen vor Begeisterung im Schwall die Wange runter kullern.

Fazit: Old School Death Metaller aufgepasst, keine Re-Releases kaufen, sondern das hartverdiente Geld in Bands wie Vampire investieren. Spirit und Tradition werden von den Schweden einfach löblich umgesetzt und dies ist eine Retrorunde vor der man sich einfach nicht verschließen darf.

Tracklist:

01. Orexis 02:40
02. Howl from the Coffin 04:01
03. At Midnight I’ll Possess Your Corpse 02:43
04. Ungodly Warlock 03:50
05. The Bestial Abyss 05:41
06. Black Deserts 02:57
07. Jaws of the Unknown 02:50
08. The Fen 04:46
09. Cellar Grave Vampire 03:08
10. Under the Grudge 04:09

Besetzung:

Black String (guit)
Command (bass)
Hand of Doom (voc)
Ratwing (drums)

Internet:

Vampire Website

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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