Band: Vardlokkur
Titel: Articulo Mortis
Label: Trollzorn
VÖ: 2012
Genre: Pagan Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Der Bandname Vardlokkur klingt sehr nach einer deutschen Black Metal Band. Die Truppe stammt aber aus Dänemark. An sich ist die dänische Metal Szene ja mittlerweile nicht mehr unbekannt, dennoch kenne ich keine Black Metal Kapelle von dort. Somit ein Neuland, nun ja wer das Genre kennt mag an sich glauben, kann man hier was Neues oder sagen wir es so, neuwertiges bieten? Massiv und mit viel Kraftbetontem Einsatz sagen die Jungs eindeutig ja. Sicherlich jetzt nicht die Revolution, allerdings die dargebotenen Stücke gehen ungemein gut ins Gehör. Der Wandergrat zwischen ungeschliffener Härte, einem guten rauen True Black Metal Faktor und doch einer sehr guten Produktion wurde meisterhaft geschaffen. Die sehr adretten Blast Beats knallt man uns mit menschenverachtendem Sound um die Ohren und man wirkt dabei nicht zu ungehobelt. Somit gibt es einfach eine wuchtige Black Metal Runde, welche ihren Angriff auf die Trommelfelle unvermindert ansetzt. Das dabei selbstredend die Melodie etwas ins Hintertreffen gerät ist verständlich, allerdings überzeugen die Blackster mit einer sehr bodenständigen Spieltechnik, bei der man ordentlich Staub aufwirbelt. Ungestüm verprügelt man uns einerseits mit sehr scharfen, spitzzüngigen Black Metal Sounds, tendiert aber an und ab wieder in thrashige Ausläufer. 666% Old School trifft auf kleinere Neuerungen, dabei behält man es sich aber vor diese sehr zart einzusetzen und so geht der Spirit des True Black Metal zu keinem Zeitpunkt verloren. Vor allem das dreckige Einwerfen Schlagkräftiger Argumente ist sehr adrett ausgefallen und somit bleibt schlussendlich nichts auf dem anderen Stein. Die Massenvernichtungswaffe kommt somit bestens zum Einsatz und man prügelt und peitscht eifrig nach bester Manier. Für meinen Teil besonders gelungen ist die Produktion zu nennen, diese wirkt nicht überladen, aber auch nicht unausgegoren. Dadurch schafft man einen sehr schönen Grat zwischen Underground und doch besser produziertem Black Metal. Dies klingt sehr gut und haut einem schier alles Sicherungen raus.

Fazit: Beißender Black Metal in einer pressgenauen Mischung. Wenn hier der Schwarzheimer „NEIN“ sagt verstehe ich die Welt nicht mehr. Dreckig und doch nicht zu unausgegoren und somit eine perfekte Mischung in diesem Bereich die man nicht allertage bekommt. Aufraffen heißt es hier und in den nächsten Plattenladen eures Vertrauens.

Tracklist:

01. Abyss Incantation 5:39
02. Articulo Mortis 4:36
03. Den Indre Deamon 6:44
04. Hellpath 5:31
05. Den Rustne Kloer 5:13
06. Temple Af Knogler 3:52

Besetzung:

Vrede (voc & guit)
Saxtorph (guit)
Saule (drums)
Ynleborgaz (bass)

Internet:

Vardlokkur Website

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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