Am 21. November 2014 krachten Rise Of The Northstar ihr Debütalbum „Welcame“ auf den Ladentisch. Grund genug, bei den Jungs mal vorbeizuschauen und sie um ein Interview zu bitten. Hokuto No Kev seines Zeichens Drummer bei Rise Of The Northstar stand artig Rede und Antwort.

LZ: Euer Debütalbum heißt “Welcame”. Was bedeutet der Titel, bzw. was wollt ihr damit sagen?
Hokuto No Kev (Drums): „Welcame“ geht zurück auf die Mangaserie „Rookies“. In der Serie heißt einer der Hauptcharaktere seinen neuen Lehrer willkommen, indem er ihm einen Baseball mit der Aufschrift „Wellcame“ (sein englisch ist miserabel) ins Gesicht wirft. Es ist unser erstes Album, und wir betrachten das erste Album als Stunde Null für eine Band, und das ist unsere Art „Willkommen“ zu unseren neuen Fans zu sagen.

LZ:Von wo kommt ihr eigentlich genau her? Das ist aus diversen Nachforschungen nicht genau hervorgegangen.
Hokuto No Kev: Würde dies zu wissen, irgendetwas ändern? Wir sind Rise Of The Northstar aus dem Nichts und wir zeigen es allen.

LZ:Mangas und Shibuyas scheinen wirklich wichtig zu sein für euch, oder ist das einfach nur ne gute Show?
Hokuto No Kev: Glaub mir, wenn es nur Show wäre, hätten wir irgendetwas anderes genommen. Du kannst dir nicht vorstellen, wie hart es ist, sich in einer engstirnigen Szene wie der Hardcore-Szene zu entwickeln. Wir müssen zu unseren Überzeugungen stehen wenn wir mit unseren Uniformen auf die Bühne gehen und über Dinge sprechen, von denen nur eine Hand voll Leute Ahnung hat. Wir sind alle aufgewachsen mit brutalen Mangas wie „Hokuto no ken“, „Akira“ oder „Dragon Ball“ und in den goldenen Jahren der japanischen Videospiele, war für alle Kinder der 80/90er Jahre alles was aus Japan rüberschwappte so cool und einzigartig. Was wir in unserer Jugend gelernt und erfahren haben, spielt eine große Rolle für die Band. Unsere Jugend war bestimmt von Mangas, Animes, Videospielen und der japanischen Kultur, genauso nehmen Bands wie Metallica, Rage Against The Machine, Pantera oder Suicidal Einflüsse auf unsere Musik. So entstand unser Mix. Heute sind wir genau die Band, die wir als Jugendliche gerne auf der Bühne gesehen hätten.

LZ:Welche sind eure Lieblings-Mangas?
Hokuto No Kev: Rookies, Akira, Dragon Ball, Slam Dunk, GTO, Rokudenashi Blues, Saint Seiya, Evangelion, Vagabond, Gantz, 20th Century Boys

LZ:Welche Bands nehmen Einfluss auf euch?
Hokuto No Kev: Der meiste Einfluss kommt von Bands aus den 80er/90er Jahren wie zum Beispiel von Rage Against The Machine, Slayer, Machine Head, Suicidal Tendencies oder Pantera, genauso aber von Hip Hop-Acts wie Wu-Tang, Onyx oder Mobb Deep. Wir haben alle die selben Wurzeln, aber jeder hat natürlich seine Favoriten. Vithia liebt alles, was richtig groovt, Eva-B kommt ursprünglich vom Technical-Death Metal, Fabulous Fab zum Beispiel mag eher Hardcore, Air One mag Trash Metal und ich liebe Video-Game Soundtracks.

LZ:Was hörst du aktuell am meisten?
Hokuto No Kev: Zur Zeit höre ich am liebsten „Welcame“ natürlich, „Bloodstones&Diamonds“ von Machine Head und „The Satanist“ von Behemoth.

LZ:Mit welchen Bands/Künstlern – tot oder lebend – würdet ihr gerne mal die Bühne teilen?
Hokuto No Kev: Also wir streben jetzt nicht danach, aber wenn es mal so sein sollte, dann würden wir gerne mal mit Metallica, Rage Against The Machine, Slipknot, Limp Bizkit oder mit einigen Hip Hop-Acts auf die Bühne gehen.

LZ:Wie war dein (Hokuto no kev) allererster Auftritt?
Hokuto No Kev: Ich war damals sehr jung, aber es war geil. Wahrscheinlich mache ich es deshalb heute auch noch.

LZ:Welche war eurer Meinung nach eure beste/größte Show bisher?
Hokuto No Kev: Fukushima! Jeder weiß um das Drama des Tsunamis und die Geschehnisse um Fukushima in Japan im Jahre 2011. Wir waren wirklich betroffen von dieser Sache, weil Japan eine wichtige Rolle für die Band spielt. Wir schauten jeden Tag Nachrichten, um uns zu informieren und waren besorgt. Wir fragten uns, was können wir tun? Wie können wir den Menschen helfen? Also beschlossen wir, einen Song zu machen – „Phoenix“ – den wir verkauften um Geld für das japanische Rote Kreuz zu sammeln. Um die Sache noch größer zu machen, produzierten wir noch ein Video dazu. Viele Leute kauften unseren Song und so konnten wir dem Roten Kreuz in Japan helfen. Am Ende dieser Aktion tourten wir durch Japan, und beschlossen, in Fukushima zu spielen. Alle fremden Bands haben ihre Touren und Gigs abgesagt wegen dem radioaktiven Risiko. Wir aber wollten unbedingt in Fukushima spielen, und so waren wir die einzige fremde Band, die in Fukushima auftrat. Und glaube mir, das war die emotionalste und authentischste Show, die wir jemals gespielt haben.

LZ:Kennt ihr österreichische Bands/Künstler?
Hokuto No Kev: Schwarzenegger

LZ:Plant ihr, wieder nach Österreich zu kommen?
Hokuto No Kev: Wir tourten 2014 durch Österreich, und wir werden definitiv mit unserem neuen Album wieder kommen.

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