Bands: Pretty Maids, Axxis, Midriff Date: 16.05.14 Venue: Rathaussaal, Telfs

Telfs hat sich im Mai zwei lebende Rocklegenden ins Dorf bzw. die Marktgemeinde geholt: PRETTY MAIDS und AXXIS. Auch noch mitgeschleift: Die Jungspunde von MIDRIFF. Und wie war´s? Perfekt.

MIDRIFF machten den Anfang. Ich muss gestehen, den Bandnamen der Jungs hier und da bereits gelesen zu haben, ohne mir aktiv einen Begriff dazu zu machen. Ich hielt die Burschen für irgendeine eher lokale Coverband, die wohl einige AC/DC-Covers und dergleichen spielen würde. Nix da, Lex J. Oven hat nur verschlafen, dass sich wieder mal eine neue, gute Band ihren Weg nach oben spielt: Die überraschend pünktlich startenden Jungs haben ihr eigenes Zeug am Start und haben es definitiv drauf. Respekt! Einen Schlagzeuger als Sänger sieht man auch nicht alle Tage. Wenn ihr in die Rock n´Roll- Hölle kommt, grüßt mir doch bitte schön Exciter. Die perfekte Warm-Up-Combo für einen prächtigen, 80ies-lastigen Abend. Noch keine Begeisterungsstürme, aber das liegt mehr am zeitbedingt niedrigen Alkoholpegel als an der Band selbst (Die österreischische Seele, so meine psychologische Fachmeinung, bedarf einer kräftigen Infusion so-und-soviel-prozentigen Fusels, um in Gemeinschaft mit der Leber so richtig heiß zu laufen). Nichtsdestotrotz gab es verdienten Applaus und Anerkennung seitens der anwesenden hartfelsig- bis schwermetallisch orientierten Bevölkerungsschichten. Job als Opener sauber erledigt.

Enter The Legends, Enter AXXIS: Nach einer wirklich sehr kurzen Umbauphase hieß es dann Back to The 80ies: Einfach herrlich, den Typen beim Abrocken zuzuschauen. An diesem Abend galt das Motto: „Älter. Härter. Besser.“ Ok, vergessen wir mal „härter“, aber der extrem eingängige Hardrock von Axxis mit dieser unverändert in höheren Tonlagen vibrierenden Stimme – unverwechselbar. Die Untertanen waren überaus glücklich unter der Regentschaft des „Kingdom Of The Night“ – Kommandos. Der Befehl des Regimes: Gute Laune, Hände nach oben, mitgröhlen, Bewegung und – gottverdammt – Rock!

Den AXXIS- und alkoholbedingt stark gestiegenen Stimmungspegel konnten die urgesteinigen Kollegen von PRETTY MAIDS nicht mehr steigern, aber halten. Klasse, andere durchaus namhafte Acts hätten nach solch einem starken Vorgänger im Programm hoffnungslos abgekackt. Weiter ging es stattdessen mit Vollgas, Posen, Alkohol, Mitgröhlen, Hirn vergessen und – last but not least – „Back to Baaa-aaa-aa-aaack!“ Wirklich eine Hammershow einer Band, der man ihre Live-Erfahrung und Motivation jederzeit ansah. Da muss man(n) und Weib einfach mitgehen.

Alles in allem ein Konzertabend, wie man ihn sich wünscht. Auch klangtechnisch, organisatorisch und beim Ausschank der Getränke war alles im grünen Bereich. Kein Wunder, dass es eigentlich nur zufriedene und heitere Gesichter gab. Vermutlich werde ich nicht als einziger zukünftig vermehrt in die Diskographie von AXXIS und den PRETTY MAIDS reinhören.

Share.

About Author

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close