BEYOND THE BLACK – Break The Silence

BEYOND THE BLACK - Break The Silence - album cover

Band: BEYOND THE BLACK 🇩🇪
Titel: Break The Silence
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 09/01/26
Genre: Symphonic Metal

Tracklist

01. Rising High
02. Break The Silence
03. The Art Of Being Alone (feat. Lord Of The Lost)
04. Let There Be Rain (feat. The Mystery Of The Bulgarian Voices)
05. Ravens
06. The Flood
07. Can You Hear Me (feat. Asami From Lovebites)
08. (La Vie Est Un) Cinéma
09. Hologram
10. Weltschmerz

 

Besetzung

Jennifer Haben – Vocals
Chris Hermsdörfer – Lead Guitar
Tobi Lodes – Rhythm Guitar
Kai Tschierschky – Drums

 

Bewertung:

4,5/5

Seit ihrer Gründung hat sich die deutsche Symphonic-Metal-Band BEYOND THE BLACK einen festen Platz in der Szene erspielt. Mit »Break The Silence« legen Jennifer Haben (Gesang), Chris Hermsdörfer (Leadgitarre), Tobi Lodes (Rhythmusgitarre) und Kai Tschierschky (Schlagzeug) ihr nächstes Album vor. Die zehn Tracks zeigen eine Band, die ihre Stärken kennt: kraftvolle Vocals, epische Arrangements und eine musikalische Dramaturgie, die den Hörer von Anfang bis Ende fesselt.

Symphonic Metal mit orchestraler Wucht

Der Opener »Rising High« setzt gleich die Messlatte hoch. Treibende Gitarrenriffs treffen auf symphonische Elemente, während Jennifer Habens Stimme zwischen zarter Melancholie und kraftvollem Metal wechselt. Das Stück hat diese seltene Mischung aus Energie und Atmosphäre, die sofort gefangen nimmt. Besonders die Dynamik zwischen den Gitarren und den orchestralen Elementen zeigt, dass BEYOND THE BLACK hier den Spagat zwischen Härte und Eleganz souverän meistert.

Titelsong als Herzstück

Der Titelsong »Break The Silence« arbeitet mit dramatischen Steigerungen und einem einprägsamen Refrain. Die Band zeigt hier ihr Gespür für Melodie und Wirkung. An den richtigen Stellen setzt die Produktion Pausen, lässt Raum für Spannung und betont damit die emotionalen Nuancen. Besonders die Brücken, in denen sich Orchester und Gitarre die Klinke reichen, unterstreichen den symphonischen Ansatz der Band. Der Song könnte leicht als Hymne für Fans von epischem Metal durchgehen.

Vielfalt auf der Platte

Auf »The Art Of Being Alone« begrüßen BEYOND THE BLACK LORD OF THE LOST, die mit dunkler, charismatischer Note das Stück bereichern. Jennifer Habens Stimme harmoniert überraschend gut mit Chris Harms, wodurch ein Kontrast entsteht, der die Dramatik noch verstärkt. Auf »Let There Be Rain« arbeitet die Band mit dem Chorprojekt THE MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES zusammen, dessen mehrstimmiger Gesang dem Stück eine fast sakrale Qualität verleiht. Diese Experimente zeigen, dass die Band nicht nur auf bewährte Strukturen setzt, sondern desgleichen den Mut hat, neue Klangfarben zu erforschen.

Intensität in Wellen

Mit »Ravens« und »The Flood« wird die Spannung auf dem Album gehalten. »Ravens« überzeugt durch eine treibende Rhythmussektion und komplexe Gitarrenarbeit, die immer wieder neue Akzente setzt. »The Flood« baut auf Atmosphäre, steigert sich langsam und endet in einem orchestralen Crescendo. Beide Songs zeigen, wie die Band Spannungskurven konstruiert, ohne sich in überladenen Arrangements zu verlieren.

Internationaler Gastauftritt

»Can You Hear Me« punktet durch den Gastauftritt von Asami von der japanischen Band LOVEBITES. Ihr kraftvoller Gesang ergänzt Habens Stimme und sorgt für einen internationalen Touch. Das Duett verleiht dem Album zusätzliche Tiefe und zeigt die Offenheit der Band gegenüber musikalischen Kollaborationen.

Abwechslung und Extravaganz

Mit »La Vie Est Un Cinema« und »Hologram« zeigt die Band eine experimentellere Seite. Während ersteres eher verspielt und melodisch ist, überzeugt »Hologram« durch elektronische Elemente, die geschickt in die symphonische Basis integriert werden. Diese beiden Songs verhindern, dass das Album in einem gleichförmigen Soundbild erstarrt, und geben dem Hörer neue Facetten von BEYOND THE BLACK zu entdecken.

Abschluss mit Nachklang

Das Finale »Weltschmerz« rundet das Album thematisch und musikalisch ab. Nach zehn Tracks, die zwischen Intensität und Melodie changieren, hinterlässt das Stück einen Nachklang von Emotionalität und Größe. Die Band schafft es, das Ende gleichzeitig majestätisch und intim zu gestalten, wodurch das Album einen stimmigen Rahmen bekommt.

Symphonic Metal mit Stil

»Break The Silence« zeigt BEYOND THE BLACK auf einem sehr hohen Niveau. Die Produktion ist ausgereift, die Arrangements durchdacht und die Gastauftritte setzen wirkungsvolle Akzente. Jennifer Habens Stimme bleibt ein zentraler Magnet, während die Instrumentierung sowohl Härte als daneben Orchestrales perfekt balanciert. Kleine Experimente wie der Einsatz bulgarischer Stimmen oder internationaler Duette verleihen dem Album zusätzliche Dimensionen.

»Break The Silence« ist ein Werk, das Kraft und Gefühl verbindet, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Wer epischen Metal liebt, findet hier sowohl hymnische Momente sowie ebenfalls subtile Zwischentöne, die lange im Ohr bleiben.

Fazit: Mit »Break The Silence« liefern BEYOND THE BLACK ein beeindruckendes Werk ab, das sowohl alte Fans als auch Neueinsteiger anspricht.

Internet

BEYOND THE BLACK - Break The Silence - CD Review

Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Related Articles

- Advertisement -spot_img

Latest Articles