Tracklist
01. Veiled In Obscurity
02. Whispers Through The Shadowed Gates
03. Labyrinth Of Torment
04. Shattered Reverie
05. The Sinister Symphony
06. Dementia’s Embrace
07. Eyes Of Madness
08. Eternal Lunacy
09. Chaos Unleashed
10. Sanctified In Ashes
Besetzung
Yudha – Vocals
Hendika – Guitar, Bass
Rama – Drums
Die indonesische Brutal Death Metal Szene ist in letzter Zeit sehr aktiv, mit vielen Alben, die zu wichtigen Exponenten der aggressivsten Art von Death Metal wurden. Und am beeindruckendsten: viele neue Bands, die in die Szene eintreten, und das ist auch der Fall bei VILE DESOLATION. Sie präsentieren ihr Debütalbum „Annihilating The Consciousness„, ein wilder und infernalischer, sehr qualitativer Beitrag zu Death Metal.
Direkter Angriff mit gut ausbalanciertem Klangbild
Die erdrückende Musik startet mit der allerersten Note, ein sehr aggressiver Death Metal in den typischen Klängen von Brutal Death Metal. „Veiled In Obscurity“ ist ein sehr direkter und aggressiver Angriff, die technische Instrumentierung wird ergänzt durch die typischen tiefgestimmten Vocals, ein Song mit genug Rhythmus und Energie, um ein überzeugender Start zu sein.
VILE DESOLATION kommen aus Ost-Java, und das Trio besteht aus Vocalist Yudha (Gory, Maggoth, Necrotic Catastrophism, Restlessly), Gitarrist und Bassist Hendika (Devouring Carnage, Hephaestus, Nematocyst, Putrescent, Spastic) und Schlagzeuger Rama (Abhorrently, Anthropophagus Depravity, Invigorate, Multiwomb, Perveration, Restlessly, ex-Depraved Murder). Sehr aktive und erfahrene Musiker, alle in vielen Projekten involviert.
Das Album setzt sich in denselben Bahnen fort. „Whispers Through The Shadowed Gates“ bringt massiven Beitrag von Gitarren, in Form massiver Riffs sowie kurzer Akzente von Leadgitarren, während die Vocals und Drums nur die finalen Akzente sind, die dem Song Gewicht und Dynamik geben. Ein gutes Beispiel für typische Songs des Genres, einer der Höhepunkte des Albums.
Die Produktion ist gut, der ganze Klang ist klar, jedes Instrument kommt individuell mit klarem Beitrag zum Klang, behält gleichzeitig die dichte Klanglandschaft und kohärente Richtung bei. In einem Genre, wo normalerweise das Schlagzeug überfordert wird, haben wir hier sehr ausbalancierten Klang von allen Instrumenten, besonders das Schlagzeug. Präsent in jedem Moment auf dem Album, wird es nie zum dominierenden Element, nur ein gut integrierter Teil, der zur erdrückenden Klanglandschaft beiträgt.
Mahlende Musik mit makabrer Atmosphäre
Ein cinematisches Intro mit Fliegen und finsteren Klängen darf auf einem Brutal Death Metal Album nicht fehlen, und das bekommen wir in „Labyrinth Of Torment„. Der Song setzt fort im bereits bekannten Tempo und Dynamik, kontinuierliche mahlende Musik, die auch auf den nächsten Songs zu finden ist, „Shattered Reverie“ mit einigen dramatischen Tempowechseln, insgesamt ein wilder und makabrer Song oder „The Sinister Symphony“ mit langsameren Passagen, sehr schweren, abgrundtiefe Musik, sehr gut kontrolliert als Komposition und technisch beeindruckend.
Der gnadenlose Angriff geht weiter mit „Dementia’s Embrace„, sicher, nach langem cinematischem Intro mit Glocken und distanzierten gruseligen Klängen ein weiterer gnadenloser Angriff gut koordinierter Drums und verwobener Gitarrenakkorde. Dunkel und erdrückend, ein weiterer guter Song mit typischer makabrer Atmosphäre.
Infernalischer Klang bringt „Eyes Of Madness„, heruntergestimmte Gitarren und bestrafende Rhythmussektion, mit den gutturalen Vocals, die den ganzen gewalttätigen Effekt des Songs amplifizieren. Hohes Tempo, vielschichtige Instrumentierung, mahlend und verzerrt, ein weiteres gutes Beispiel gut komponierten und gespielten Brutal Death Metal, ein weiterer Höhepunkt.
Bereits erwartet eröffnet der finstere Klang-Intro mit groteskem Flüstern „Eternal Lunacy„, nach diesem Moment fast der Stille setzt sich der Angriff fort im bereits etablierten Klangbild. Und dieser Klang setzt sich fort zum Album-Ende mit einem weiteren irgendwie langsameren Song „Chaos Unleashed“ und dem finalen Song „Sanctified In Ashes„, unterstreicht einmal mehr die Qualitäten der Musik, mit der VILE DESOLATION kommen, ein sehr gutes Abschlussstück voll von Dynamik und Energie.
Technische Fähigkeiten mit Reife kombiniert
Gut komponiert und beeindruckend gespielt, mit permanenter Demonstration technischer Fähigkeiten der Musiker, insgesamt beeindruckendes Werk. Das Trio schafft es, alle Aspekte der Musik mit Entschlossenheit und Inspiration abzudecken. Die Musik ist sehr gut kontrolliert, die Kompositionen sind inspiriert, und das ganze Klangbild ist überwältigend von Anfang bis Ende, wie es sein sollte.
Ein Album mit genug Vielfalt, um den Hörer involviert zu halten, die Dynamik der Musik ist gut, der Rhythmus variiert von Song zu Song, und das ganze Erlebnis ist sehr genießbar für jeden Fan des Genres. VILE DESOLATION sind nicht nur ein vielversprechender Name, sie zeigen bereits Reife in einem Werk, das keine schwachen Momente hat, sondern eine gut zusammengebundene Arbeit ist, kohärent und entschlossen. Eine klare Empfehlung für Genre-Fans.
Fazit: VILE DESOLATION liefern mit „Annihilating The Consciousness“ wildes Brutal-Death-Debüt, technisch versiert, reif und ausbalanciert.






