W.M.D._Against-All-Warnings_2026

Band: W.M.D. 🇨🇦
Titel: Against All Warnings
Label: Self-Released
VÖ: 05/06/26
Genre: Thrash Metal

Tracklist

01. Eyes Of A Killer
02. Agaisnt All Warnings
03. The Black Expanse
04. Kleptomania
05. Post Human Predator
06. March Of Death…
07. The Thin Red Line
08. Already Dead
09. Painful Vengeance

 

Besetzung

Skyler Mills – Vocals/Guitars
Jon Power – Bass
Ryan Idris – Drums

 

Bewertung:

4,5/5

Achtung, Achtung: Es folgt aggressiver Thrash aus Kanada, der Mosh Pits im Wohnzimmer anzetteln könnte! Das neue Album der jungen Thrasher W.M.D. aus Vancouver trägt den frechen Name „Against All Warnings“. Fans des Genres sollten hier auf jeden Fall reinhören.

Kurzer biografischer Überblick

„W.M.D.“ steht für „When Minds Develop“ – und damit ist bereits ein Großteil dessen verraten, was man über die Band erfährt. Laut Bandcamp umfasst ihre Diskografie bislang lediglich eine Demo („’DEMO’lition“, 2014) und ein Album („Lethal Revenge“, 2018). Nach einer achtjährigen Veröffentlichungspause reiht sich „Against All Warnings“ nun als zweites Studioalbum ein.

Stilistisch scheint sich in dieser Zeit wenig verändert zu haben: Schnörkelloser, brachialer Thrash Metal mit klassischen wie modernen Einflüssen und markanter Bassarbeit prägt sowohl das neue als auch das ältere Material. Während die früheren Cover-Artworks noch offenließen, ob hier eher Brutal Death Metal oder Old-School-Thrash zu erwarten ist, spricht die Musik eine deutlichere Sprache. Das Artwork des neuen Albums (von Alex Malakmadze) wirkt entsprechend treffender und harmoniert wesentlich besser mit dem musikalischen Inhalt.

Erbarmungslos, kraftvoll und präzise

Die erste Single, die zugleich der erste Song des Albums ist, verschafft uns einen guten Eindruck, womit wir bei den restlichen sieben Songs rechnen können. Auf „Eyes of a Killer“ attackiert uns Skyler Mills mit messerscharfen sowie groovigen Riffs und seiner eigentümlichen Stimme. Ryan Idris treibt das Lied am Schlagzeug erbarmungslos nach vorne. Jon Power macht seinem Nachnamen alle Ehre und drängt sich mit kraftvollen Bass-Lines in den Vordergrund. Der Sound ist frisch und modern, behält aber etwas Erdiges, das der Musik Authentizität verleiht. Die Instrumente sind hervorragend aufeinander abgestimmt, wodurch das präzise Zusammenspiel der drei Musiker noch eindrucksvoller zur Geltung kommt. Besonders die prominente Rolle des Basses erweist sich als großer Pluspunkt. Da die Band nur über einen Gitarristen verfügt, übernimmt der Bass weit mehr als die bloße rhythmische Unterstützung des Schlagzeugs: Er steuert eigenständige Linien bei, die den Songs zusätzliche Tiefe verleihen und im Mix genügend Raum erhalten, um ihre Wirkung voll zu entfalten.

Abwechslungsreich und fesselnd

„Against All Warnings“ lässt nicht viele Verschnaufpausen zu, aber anstatt von der ersten bis zur letzten Sekunde wie ein tollwütiges Biest zu wüten, überzeugen W.M.D. mit Abwechslungsreichtum. Alleine die zahlreichen Fills, Beat- und Rhythmuswechsel von Ryan Idris am Schlagzeug sind so unfassbar befriedigend. Im gleichnamigen Lied „Against All Warnings“ gibt es z. B. eine Drumsolo-Passage, die um ein paar Takte länger dauert als erwartet. Solche Details fesseln und machen das Hören zu einem Erlebnis. Tempowechsel und unkonventionelle Songstrukturen tragen ebenso zu einem abwechslungsreichen Werk bei. Lieder wie „Post Human Predator“ und „The Thin Red Line“ zeigen, dass W.M.D. die Brutalität eines Songs auch gut mit bewusst gedrosseltem Tempo und umso böseren Riffs verkörpern können.

Nostalgie trifft auf Moderne

Die Gitarrenriffs erwecken oft nostalgische Gefühle; häufig erinnern sie wiederum an moderne Thrash-Bands. „Against All Warnings“ ist ein gutes Beispiel dafür – vor besagter Drum-Passage gibt es ein Riff, das an Old-School-SLAYER erinnert. In „Kleptomania“ bekommt man „Kill ‘Em All“-METALLICA-Flashbacks. Zwischendrin kann man es nicht immer genau definieren, aber die klassischen Einflüsse der Bay Area sind definitiv da. Gleichzeitig hört man die Energie von jüngeren Bands heraus: die Brutalität z. B. von WARBRINGER, die Vielfalt von ANGELUS APATRIDA und den Groove von HAVOK. Dadurch gelingt W.M.D. eine überzeugende Verbindung aus traditionellen Thrash-Wurzeln und moderner Vehemenz.

Fazit: W.M.D. erfinden mit „Against All Warnings“ den Thrash Metal nicht neu, aber ihr Zugang ist unglaublich erfrischend, dynamisch und unterhaltsam – ein Anspieltipp für alle Thrasher!

Internet

W.M.D. – Against All Warnings

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