Band: Grim Justice 
Titel: Live at Szene Wien
Herkunft: Österreich
VÖ: 11/07/26
Genre: Hardrock

Tracklist

01. The dark soul of mine
02. Hungry wolves
03. Curse of the moon
04. Holy sword
05. Lady death

Besetzung

Michela Vignoli: Gesang und E-Gitarre
Thomas Strohmayer: Lead-Gitarre
Ernst Gumprecht: Schlagzeug
Gernot Schwarz: E-Bass

Bewertung:

3/5

Mit Live at Szene Wien veröffentlicht die österreichische Hardrock- und Heavy-Metal-Band Grim Justice ihr erstes offizielles Livealbum. Die Formation aus Wien und Niederösterreich ist seit 2010 aktiv und hat sich mit ihrem Mix aus klassischem 70er-Hardrock und 80er-Heavy-Metal einen Namen in der heimischen Szene gemacht. Besonders Frontfrau Michela Vignoli sorgt mit ihrer markanten Stimme für den hohen Wiedererkennungswert der Band. Nach den Studioalben Grim Justice (2015), The Return of the Flame (2018) und Justice in the Night (2023) dokumentiert die Band nun ihre Livequalitäten mit einem Mitschnitt aus der Wiener Szene.

Die Songs

Bereits der Opener „This Dark Soul of Mine“ lädt sofort zum Mitwippen und Headbangen ein. Der Song entfaltet live eine mitreißende Energie und bringt die Stärken der Band von der ersten Minute an zur Geltung.

Mit „Hungry Wolves“ schlägt Grim Justice anschließend etwas experimentellere Töne an. Der Titel hebt sich vom restlichen Material ab und sorgt für Abwechslung im Set, ohne den roten Faden des Albums zu verlieren.

„Curse of the Moon“ zieht das Tempo und die Härte merklich an. Kraftvolle Gitarrenriffs und die druckvolle Performance verleihen dem Song einen deutlich raueren Charakter.

Noch eine Spur härter präsentiert sich „Holy Sword“. Hier zeigt die Band eindrucksvoll ihre Heavy-Metal-Wurzeln und überzeugt mit energiegeladenem Gitarrenspiel sowie einer starken Bühnenpräsenz.

Den Abschluss bildet „Lady Death“, ein gelungener Hardrocksong, der das Album stimmungsvoll beendet und die Liveatmosphäre noch einmal perfekt einfängt.

Einen Kritikpunkt gibt es allerdings bei der Produktion. Die Tonmischung wirkt nicht optimal ausbalanciert. Während die Vocals sehr präsent und teilweise etwas zu laut im Vordergrund stehen, geraten Bass und Schlagzeug zu sehr in den Hintergrund. Dadurch geht ein Teil des Drucks verloren, den die Songs live eigentlich entfalten könnten.

Fazit:

Trotz dieses Makels bleibt Live at Szene Wien ein gelungenes Livealbum, das die Spielfreude und das handwerkliche Können von Grim Justice eindrucksvoll dokumentiert. Fans klassischen Hardrocks und Heavy Metals kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Mit einer ausgewogeneren Soundmischung wäre jedoch noch deutlich mehr möglich gewesen.

Internet

Grim Justice - Live at Szene Wien

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