Tracklist
01. Gallons Of Molten Hominal Goo
02. Maimed And Gutted
03. Drowning In Purulent Excrementia
04. Infectious Pathological Waste
05. Embedded With Parasitic Larvae
06. Emanations Of Corporeal Pyosis
07. Gastrointestinal Seepage
08. Encephalic Feast
Besetzung
Tibor Hanyi – Guitars, Vocals
Joss Farrington – Bass
Jamie Wintle – Drums
CRYPTWORM sind eine Band mit konstant guter Diskografie – alle ihre Alben sind hoch bewertet und geschätzt, sicher, von den Fans dieses besonderen Ansatzes auf Death Metal. In dieser Konfiguration ist das neue Release der Band, treffend benannt „Infectious Pathological Waste„, eine weitere Entwicklung ihres Sounds, ein Release, das ihren Platz als eine der interessantesten und wichtigsten Bands in ihrer Nische des Genres zementiert.
Einzigartiger Vocal-Ansatz mit verrottetem Sound
CRYPTWORMs typischer verrotteter Sound trifft die Lautsprecher, sobald „Gallons Of Molten Hominal Goo“ startet – die Kombination aus sehr soliden Riffs, simpler, aber effektiver Instrumentierung und den dreckigen Vocals, den tiefgepitchten Growls, ein ziemlich einzigartiger Vocal-Ansatz in der aktuellen Death Metal Landschaft. Der Rhythmus ist mahlend in verschiedenen Tempos, und die Atmosphäre ist morbide, finster. Ein sehr guter Start ins Album.
Aus Bristol kommend, sind CRYPTWORM seit 2014 aktiv, ein Projekt des Vocalists und Gitarristen Tibor Hanyi – aka Disguster (Coffinborn, Mörbid Carnage, Rothadás, Tyrant Goatgaldrakona, ex-Necrosodomy, ex-Gravecrusher, ex-Goblin Gore), später begleitet von Bassist Joss Farrington (Cryptic Shift, Seprevation, ex-Hate Mechanism (live)) und Drummer Jamie Wintle (Seprevation). Alles sehr aktive Musiker in verschiedenen Projekten, in verschiedenen Subgenres von Extreme Metal, mit viel Erfahrung.
Ein weiterer effektiver Ansatz – die Lead-Gitarre webt simple Akkorde in „Maimed And Gutted„, und die Klanglandschaft ist erdrückend. Kurze Tempo-Explosionen packen den Hörer – ein sehr guter Headbanger, Death Metal ohne unnötige Ornamentierungen, der weiter bestraft. Auch ein Song, der die technischen Skills der Band unterstreicht und auch die Songwriting-Fähigkeiten – simpler, aber infernalischer Sound, erstickende Atmosphäre. Ein klares Highlight.
Das Mahlen setzt sich fort in „Drowning In Purulent Excrementia„, ein anderer Ansatz von Lead-Gitarre, und mit Momenten viel langsameren Tempos, aber die gesamte Dynamik des Songs ist sehr gut – schwerer und dicker Sound. „Infectious Pathological Waste“ ist verzerrt, wild, aber wie erwartet mit donnerndem Rhythmus, aber auch einer der dissonanteren und chaotischeren Songs auf dem Album. Sie gingen auf Erkundung neuer Sounds mit dem Song und machten die Komposition ein wenig komplexer und damit nicht so effektiv. Aber dennoch ein guter Song.
Roher Sound mit ausgewogener, brutaler Mischung
Die Produktion ist sehr gut – sie behält einen rohen Sound, während sie auch den frenetischen Rhythmus unterstreicht und am wichtigsten die bestrafenden Riffs, den konstanten Rhythmus. Vocals sind vielleicht die, die Zeit von Hörern brauchen, um sich daran zu gewöhnen – die tiefe Growling-Technik ist nicht der üblichste Ansatz, aber auch nichts Beispielloses in dieser Art von Death Metal. Aber der ganze Sound ist voll und sehr gut ausbalanciert, gutes Mixing auch – ein angenehmes Hörerlebnis.
Viel schneller und direkter kommt „Embedded With Parasitic Larvae“ mit rasenden Riffs und unermüdlicher Lead-Gitarre – der simple Ansatz ist wieder überzeugender, und der Song ist genau, wie er sein sollte: massiv, simpel, aber konstant und unerbittlich und bedrohliche Akkorde, gute Riffs und abgrundtiefer Sound.
Die tiefen Growls dominieren den Sound in „Emanations Of Corporeal Pyosis„, eine Demonstration sehr guter Technik und ergänzt den Gesamtsound sehr gut. Bestrafende Riffs, Drums halten den Rhythmus, verändern aber nicht den allgemeinen Sound – ausgewogen und sehr brutal gleichzeitig. „Gastrointestinal Seepage“ bringt groovigen und ausdauernden Rhythmus, galoppierende Riffs, einen weiteren direkten und gewalttätigen Angriff.
Das Album endet mit „Encephalic Feast„, ein langsamerer Ansatz, aber die Atmosphäre ist noch gruseliger als auf dem Rest des Albums. Während die Vocals ein neues Tief erreichen und das mit erwürgenden, erstickenden Sounds ergänzen, wechseln die restlichen Instrumente den Sound von fast Doom-artigen Momenten zu frenetischen Attacken – gut integriert in die Komposition, direkt, bestrafend, ein Full-Force-Angriff, der das Album auf einem Hoch beendet.
Demilich-Echos in modernem Death Metal
Alle Songs haben eine scheinbar simple melodische Linie, aber in ihrer Simplizität sind alle Songs sehr dynamisch, und sie klingen alle anders, aber klar verwurzelt in derselben massiven Art von Death Metal. Echos von Demilich sind erkennbar über das ganze Album, lassen CRYPTWORM sich einer selekten Anzahl von Bands anschließen, die diesen Sound wiederentdecken und jetzt weiter ein fesselndes Subgenre von Death Metal erkunden. Ähnlichkeiten mit Undergang, Cerebral Rot, Morbific oder Phrenelith sind auf dem Album zu hören, weil all diese Bands derselben Richtung folgen – eine, die sehr aktuell und hoch geschätzt ist in der modernen Death Metal Klanglandschaft.
Dunkle Atmosphäre, morbide, mit Lyrics über Gore und Brutalität – kein komfortabler Ansatz für viele Hörer, aber die Musik selbst ist von höchster Qualität. „Infectious Pathological Waste“ ist ein Album ohne schwache Teile – selbst wenn die Band ein bisschen chaotischer wird und einige neue Richtungen erkundet, bleibt die Musik kohärent und überzeugend. Ein Genuss von Death Metal in purer und aggressiver Form, pure Freude für jeden, der auf diese extreme Art von Musik steht, aber ein sehr gutes Release, das ein paar Spins von jedem Metal-Fan verdient.
Fazit: CRYPTWORM zementieren mit „Infectious Pathological Waste“ ihre Position – höchste Death Metal Qualität ohne schwache Momente.

