Tracklist
01. Virtual Insanity
02. War Of Hearts
03. Dark Temptation
04. Steel And Thunder
05. Strangers To Love (feat. Clémentine Delauney)
06. Beyond Horizons
07. Gods Of Steel (feat. Antonio Calanna)
08. Love Kills
09. I Am Evil
10. The Veil of Affection
11. Empress
Besetzung
Gabriele Gozzi – Vocals
Tim Kanoa Hansen – Guitar
Justus Sahlman – Guitar
Dominik Gusch – Bass
Markus “Maks” Felber – Drums
INDUCTION kehren mit »LOVE KILLS!« zurück und zeigen, wie man Symphonic und Power Metal modern, episch und emotional zugleich spielt. Gabriele Gozzi übernimmt den Gesang, Tim Kanoa Hansen und Justus Sahlman die Gitarren, Dominik Gusch den Bass, Markus „Maks“ Felber das Schlagzeug. Das Quintett versteht es, orchestrale Passagen und harte Riffs zu verschmelzen, ohne dass das Ganze je aufgebläht wirkt. Die Bühne für Dramatik, Emotion und Geschwindigkeit ist bereitet.
Fünf Musiker, eine Mission
»Virtual Insanity« startet das Album mit einem Mix aus wuchtigen Riffs und fließenden Synthesizerflächen. Gozzis Stimme bewegt sich zwischen verletzlicher Intensität und starker Metal-Power, die sofort packt. Schon im Opener merkt man: Dieses Album scheut keine Themen, die Herz und Kopf fordern – Liebe, Sehnsucht, aber auch Verrat und dunkle Versuchungen.
»War Of Hearts« wirkt wie ein Sturm aus Gitarren und Drums. Die orchestralen Elemente verleihen dem Stück ein cineastisches Gefühl, fast so, als stünde man mitten in einem epischen Konflikt. »Dark Temptation« geht tiefer, erzählt von Begehren und inneren Dämonen. Gozzi balanciert zwischen sanfter Verführung und starker Präsenz, und man spürt die Spannung, die die Band hier aufbaut.
Mit »Steel And Thunder« liefern INDUCTION eine klassische Power-Metal-Hymne, die sofort ins Ohr geht. Die Gitarrenarbeit von Hansen und Sahlman ist präzise, der Bass drückt, das Schlagzeug treibt voran. Alles zusammen erzeugt eine Energie, die man am liebsten live miterleben möchte. Es ist ein Song, der zeigt, dass Technik und Herz hier Hand in Hand gehen.
Wenn Gäste Akzente setzen
Besonders gelungen sind die Gastauftritte: Clémentine Delauney verleiht »Strangers To Love« eine melancholische Tiefe, Antonio Calanna sorgt auf „Gods Of Steel“ für epische Wucht. Beide Stimmen ergänzen Gozzi perfekt und unterstreichen, dass INDUCTION Gastauftritte nicht nur dekorativ einsetzen, sondern dramaturgisch durchdenken.
»LOVE KILLS!« bündelt die zentrale Aussage des Albums. Liebe wird hier zur zerstörerischen Kraft, getragen von choralen Effekten, orchestralen Schichten und kraftvollen Gitarren. Der Song ist approximativ cinematisch und markiert den emotionalen Höhepunkt des Albums.
»I Am Evil« und »The Veil of Affection« zeigen die dunkleren Seiten der Liebe. Komplexe Rhythmen, wechselnde Taktarten, aggressive und melodische Passagen wechseln sich ab und halten die Spannung. Das abschließende »Empress« fasst alles zusammen: Macht, Leidenschaft, Tragik – und hinterlässt das Gefühl, dass die Reise durch »LOVE KILLS!« vollendet ist.
Die Produktion ist klar und lebendig. Jeder Gitarrenlauf, jeder Schlagzeugwirbel und jede orchestrale Linie bekommt ihren Raum. Gozzis Stimme bleibt stets präsent, der Mix wirkt transparent, ohne zu klinisch zu sein. Es ist ein Sound, der sich sowohl auf Kopfhörern als desgleichen über die Anlage entfaltet.
Energie, Emotion, Epik
»LOVE KILLS!« ist kein Album zum Durchhören im Hintergrund. Es verlangt Aufmerksamkeit, belohnt im Gegensatz hierzu mit packenden Melodien, dramatischen Arrangements und emotionaler Tiefe. INDUCTION zeigen, dass sie sowohl Symphonic als daneben Power Metal verstehen und weiterdenken. Die Songs sind abwechslungsreich, die Arrangements durchdacht, die Emotion spürbar.
Ein starkes Album, das zeigt, dass INDUCTION in der europäischen Metal-Szene angekommen sind. Wer kraftvolle Riffs, orchestrale Dramatik und emotionale Intensität schätzt, findet hier reichlich Material, das hängenbleibt – im Kopf und im Herzen.
Fazit: INDUCTION gelingt mit »LOVE KILLS!« ein beeindruckendes Werk, das die Grenzen des symphonischen Power-Metals auslotet.

