Tracklist
01. Sentient Shapes
02. Prolapsed Twin Entombment
03. Spore Whore
04. Engravings For Dyslexic Clairvoyants
05. Rapid Metamorphosis
06. Sea Of Teeth
07. Altar Of The Hound
08. No Longer Human
Besetzung
Gary Marotta – Drums
Ken Bullard – Guitars
Sal Bova – Vocals
Keith Benway – Guitars
Travers Kenney – Bass
Die amerikanischen Progressive Death Metaller XENOSIS sind mit neuem Full-Length zurückgekehrt, „Hermetic Transmutation„. Es kommt fünf Jahre nach dem vorherigen Band-Werk, die längste Lücke zwischen zwei Alben in ihrer Existenz. Das fünfte Band-Release behält ihren charakteristischen komplexen Klang bei: eine schwere, konstant wechselnde polyrhythmische Instrumentierung. Ein imposanter Klang durchgehend.
Starker Opener mit gut kontrollierter Schwere
Ein direkter Einstieg in den aggressiven Band-Klang, sehr brutal, gleichzeitig sehr technisch, „Sentient Shapes“ ist sehr gute Demonstration von Progressive Death Metal. Massive Gitarren, solide Riffs, wütende Vocals, knurrend und schreiend, alle Zutaten für ein gutes Album im Genre sind hier. Mit den Tempowechseln bringt die Band auch neue Ausdrucksformen, alles unter gut kontrollierter Schwere und gnadenloser Atmosphäre. Ein starker Eröffnungsakt, ein guter und vielversprechender Song.
XENOSIS kommen aus New Haven, Connecticut, 2010 gegründet und ziemlich aktiv all diese Jahre. Schlagzeuger Gary Marotta ist der einzige, der seit Beginn in der Band präsent ist und auch auf allen Releases. Der Rest des Lineups setzt sich zusammen aus Vocalist Sal Bova, Gitarristen Ken Bullard und Keith Benway und Bassist Travers Kenney.
Leicht dissonanter kommt „Prolapsed Twin Entombment“ mit chaotischerer Song-Struktur, mit konstanten Riffs, die das solide Fundament für den Song liefern, Leadgitarre und Vocals bringen disharmonischeren Beitrag, hektisch, immer noch sehr technisch. Dennoch resultiert der Song in guter Klanglandschaft, alle Instrumente respektieren eine vielschichtige und komplexe musikalische Komposition.
Auf dieselbe aggressive Weise setzt „Spore Whore“ fort – eine sehr gut rhythmisierte Gitarre ergänzt die beeindruckende Rhythmussektion, die prominente Bass-Präsenz und die gnadenlosen Drums. Simpler als Melodie, massiv als Instrumentierung, ein entschlossener und erdrückender Klang, auch ein jazziger Moment lässt einmal mehr die Instrumente in Demonstration technischer Fähigkeiten glänzen. „Engravings For Dyslexic Clairvoyants“ ist ein ruhiges, sehr leises und melodisches Intermezzo mit Akustikinstrumenten und seltsamer Atmosphäre, ein Moment der Atempause für Band und Hörer.
Rohheit und Klarheit ausbalanciert
Eine sehr gute Produktion, verschmilzt Rohheit und Klarheit, dennoch ein Klang dominiert von Gitarren mit all ihren Ausdrucksformen, mit Vocals, die den Klang sehr gut ergänzen, und mit Rhythmussektion, die tadellos hohes Tempo hält. Auch haben alle Instrumente Momente, wo sie klare individuelle Beiträge haben. Mit all der manchmal chaotischen Musik eine ausbalancierte Produktion, ein guter Klang.
Und nach dem atmosphärischen vorherigen Track nimmt „Rapid Metamorphosis“ mit erneuerter Aggressivität den sonischen Angriff wieder auf, chaotisch, mit Instrumenten, die verschiedene Melodien in verschiedenen Tempos spielen, eine kakophonischere Übung, nicht weniger beeindruckend durch gute instrumentale Fähigkeiten der Musiker. Nach jazzigen und entspannteren letzten Noten im vorherigen Song bringt „Sea Of Teeth“ moderates Tempo, endlose Arpeggios von Leadgitarre, massive Riffs und sehr gute Vocal-Performance. Der am wenigsten progressive, dafür death-metalligste Song des Albums.
Und das viel niedrigere Tempo setzt sich fort in „Altar Of The Hound„, eine klare Fortsetzung im Klang vom vorherigen Track, mit sehr verspielter Leadgitarre und gleichermaßen lebhaftem Bass. Ein interessanter Song, hört nicht auf, den Klang in komplexe und unerwartete Richtungen zu drücken. Und der finale Song „No Longer Human“ bleibt eher langsam, mit kurzen Riffs macht er kraftvollen Einfluss. Auch eine finale Demonstration von Gitarren-Fähigkeiten, auf meist dissonante Weise. Wie auf dem ganzen Album beeindrucken alle Musiker mit ihrer Performance.
Chaos und Aggressivität in komplexen Harmonien
Exponenten der extremen Seite von Progressive Death Metal schaffen die Amerikaner es, mit einem weiteren Album zu kommen, wo Chaos und Aggressivität sich zusammenschließen, um komplexe Harmonien zu erzeugen oder einfach erdrückende Momente, wo die Schwere der Band den Klang dominiert. Für einige mag die Musik von XENOSIS nicht das bevorzugte Genre sein, man kann allerdings die technischen Fähigkeiten der Musiker nicht ignorieren oder leugnen.
Sehr versierte und technische Musiker, die Musik, die resultiert, ist manchmal überwältigend, hört irgendwie nie auf zu beeindrucken. Sehr schnelle Passagen gefolgt von atmosphärischen und introspektiveren, gut komponierte Songs, eine Komplexität von Klängen, die erdrückend und brutal ist, von Zeit zu Zeit eine Reise in atmosphärische oder jazzige Territorien sein kann. Die Technizität der fünf Musiker bleibt beeindruckend in beiden Ansätzen. Eine Empfehlung für Genre-Fans.
Fazit: XENOSIS liefern mit „Hermetic Transmutation“ komplexen Progressive Death Metal, technisch versiert, chaotisch und überwältigend in beiden Extremen.






