Band: Riot V
Titel: Unleash The Fire
Label: Steamhammer/SPV
VÖ: 2014
Genre: Melodic Heavy/Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Lex

Das hier ist kein Review, sondern eine Heiligsprechung – also macht euch auf eine Lawine von Superlativen gefasst. RIOT (aus Respekt vor dem 2012 verstorbenen Mark Reale nun mit angehängtem V-Kürzel) haben mit „Unleash The Fire“ nämlich ein musikalisches Meisterwerk geschaffen, das ich ohne zu zögern auf eine Stufe mit legendären Klassikern der Marke „Screaming For Vengeance“, „Number Of The Beast“ oder „Keeper Of The Seven Keys“ stelle.

Da ist zum einen einmal die unverbrauchte Energie, die RIOT V hier nach Jahrzehnten musikalischen Schaffens und einem schweren personalen und persönlichen Verlust (Mark Reale) an den Tag legen: Sie kommen nicht nur wie eine hungrige Newcomerband daher, sondern so frisch als wäre das ganze Genre gerade erst von ihnen selbst erfunden worden. Dabei brauchen sie keine experimentellen Neuerungen, keine „Back To The Roots“-Kosmetik, sondern einfach nur zeitlos gute Songs ohne Ausnahme. Da sitzt wirklich jeder Ton an der richtigen Stelle, fließt jeder Übergang mühelos und setzt jeder Chorus zuverlässig einen Höhepunkt. Obwohl „Unleash The Fire“ dem Gedenken an Mark Reale gewidmet ist (dem sie somit ein legendäres Monument für die Ewigkeit geschaffen haben), ist der Grundton keinesfalls düster geprägt, sondern liefert fast durchgehend sanguinische „Pack die Welt an den Eiern“-Energie, als bestünde die Besatzung aus milchbärtigen Jungspunden, die sich noch für unsterblich halten. Nur wenn bei „Immortal“ und „Until We Meet Again“ dem toten Bandkollegen gehuldigt wird, schlagen RIOT V nachdenklichere Töne an. Das Ergebnis, insbesondere was „Immortal“ angeht, ist ein nochmaliger Höhepunkt innerhalb eines Albums, das an sich als musikalische Definition dieses Begriffs durchgehen würde. Meine absoluten Highlights sind der faustschüttelnde Stampfer „Bring The Hammer Down“, der Dopamin-Dealer „Take Me Back“ und eben das wahrhaftig unsterbliche „Immortal“. Ansonsten ist es wirklich der Song, der gerade läuft.

Was bleibt sonst noch zu sagen über ein Album, das sofort zündet und bei dem jeder Song psychisch mit der Repeat-Taste gekoppelt ist? Vielleicht, dass ich in der Vergangenheit einen Tick zu leichtfertig die Höchstbewertung ausgesprochen habe und „Unleash The Fire“ eigentlich 10 von 5 Punkten geben müsste, um die Klasse dieses Albums recht zu unterstreichen. Dass man nicht Metal-Fan sein muss, um dieses Album fantastisch zu finden, obwohl es durch und durch echter Metal ist. Es zündet sofort und kann sich unmöglich abnutzen. Es ist eines der besten Alben seit es Tonträger gibt. Das ist lebendige Musikgeschichte.

Tracklist:

01. Ride Hard Live Free
02. Metal Warrior
03. Fall from the Sky
04. Bring the Hammer Down
05. Unleash the Fire
06. Land of the Rising Sun
07. Kill to Survive
08. Return of the Outlaw
09. Immortal
10. Take Me Back
11. Fight Fight Fight
12. Until We Meet Again
13. Thundersteel (live) (Bonus Track Limited Edition & LP)

Besetzung:

Don Van Stavern (bass)
Mike Flyntz (guitars)
Nick Lee (guitars)
Todd Michael Hall (vocals)
Frank Gilchriest (drums)

Internet:

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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