Band: Sterbhaus
Titel: Hits For Dead Kids
Label: Selfreleased
VÖ: 2011
Genre: Thrash/Death Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Manege frei für Sterbhaus!!!

Man könnte aufgrund des Bandnamens auf eine deutsche Truppe schließen, doch handelt es sich hierbei um vier schwedische Rabauken, welche dem Death/Thrash frönen. „Hits for Dead Kids“zählt als neues Album bei der schwedischen Schwadron, doch handelt es sich bei diesem Output um die Neuaufnahme des gleichnamigen Demos aus dem Jahre 2009. Wie auch immer, diese Demo ist mir persönlich nicht bekannt und so bin ich richtig gehend gespannt was mich bei den Jungs erwarten wird. Denn bis dato sind sie bei unserer Redaktion ein völlig unbeschriebenes Blatt. Bei Titeln wie „Chiliconcarnage and the Texmexekution“ oder „Goat Boat“ kommt gleich doppelt der Spaßfaktor aus den Boxen. Demnach lässt sich erahnen das sich die Schweden wohl selbst nicht sonderlich ernst nehmen. Ihre Musik sollte man aber ernst nehmen, denn die Tracks sind allesamt adrette Death/Thrash Metal Abrissbirnen die in keiner Sammlung fehlen sollte.

Durch das Klamaukige Gehabe steigert man eben nur zusätzlich den Spaßfaktor der Band, den man ohnehin schon mit der Musik geebnet hat. Teilweise klingt man wie eine gute Mischung aus The Haunted und Konsorten. Deswegen darf man aber nicht gleich Schlüsse ziehen das die Schweden den großen hinterher äffen, nein vielmehr baut die Truppe auf eine eigenständige Mischung und mit der weiß man sich durchaus adrett durchzusetzen. Die modernen Thrash Fragmente prallen immer wieder auf einen sehr schönen Old School Sound. So werden hierbei beide Generationen des Thrash nach allen Regeln der Kunst sehr gut bedient.

Vermehrt wird zwar vom Sound her auf die modernere Richtung gebaut, Allerdings lässt man es sich nicht nehmen sehr schlagartige Argumente aus dem traditionellen Lager schallen zu lassen. Diese sind vor allem in jenen Breaks vorhanden, bei denen man etwas den Fuß vom Gaspedal nimmt. Auch finde ich die sehr raue Produktion sehr gut gewählt. So kann man zwar einerseits auf den Underground Faktor bauen, doch andererseits kommen genau solche Mischverhältnisse im schroffen Sound deutlich besser zur Geltung, als bei einer bis ins Detail ausgefeilten Produktion. Blackig sägende Gitarren unterstützen diesen Effekt ums gediegene Maß und werten die Stücke ungemein gut auf. Hier wird einfach die Peitsche geschwungen und das mit einer unbändigen Kraft das man sich kaum in Deckung bringen kann. Muss man auch nicht, denn die Skandinavier gehen dermaßen auf die Barrikaden, sodass man sich gerne von solchen Peitschenmassakern wie„Sinister Neckgrip“, „STD Für Alles“ und weiteren den Rücken bis zum Hinterteil versohlen lässt.

Fazit: Sterbhaus mögen zwar durch ihre ulkigen Einlagen etwas die Fans spalten. Jedoch kann man hier nicht von einem leichtsinnigen einspielen einer Scheiblette sprechen. Durchaus sinnig wurden Moderne Akzente mit traditionellen Thrash Akzenten versetzt. Leiche Core Einflüsse sind ebenfalls dabei, wie auch leichte Black Allüren. Allesamt hat man gut vermischt und bringt eine fettige Wurst am anderen Ende des Fleischwolfs heraus. Man mag zwar als Traditionalist und als ewig gestriger hier gegen die Truppe wettern. Doch muss ich für meinen Teil sagen, dass die Stockholmer es sehr wohl verstehen wie man eine reichhaltige Mischung zum Besten geben muss. Hut ab geile Soundanimation die vom ersten bis zum letzten Track ordentlich Spaß macht und einen animiert sich eifrig von den Klängen die Rübe frisieren zu lassen.

Tracklist:

01. Bajo Multa
02. Sinister Neckgrip
03. STD Für Alles
04. Die Leatherman Die
05. Chiliconcarnage and the Texmexecution
06. Aqualunch
07. Goat Boat
08. Lamplady
09. House of the Dead Dwarf

Besetzung:

Marcus Hammarström (voc & bass)
Jimmy Ahovalli (guit)
Simon Olovsson (guit)
Victor Bingzelius (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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