Tracklist
01. Ragebait
02. Love’s Underrated
03. Greed Battalion
04. Welcome to the Coven
05. Wizards of the Anger Magic
06. Charlatan Killer
07. High on Silence
08. Forgotten Goddess
Besetzung
Rasmus Skage Jensen – bass, vocals
Tobias Paulsen – drums
Vebjørn Rindal Krogstad – guitars
Sigurd Grøtan – guitars
Jens Henrik Kverndal – guitars
Osloer Band mit neuen Ambitionen
Gegründet 2017 in Oslo, haben sich SUNCRAFT zunächst als Mid-Tempo-Stoner-Rock-Band etabliert. Das aktuelle Album »Welcome To The Coven« zeigt jedoch, dass die fünf Musiker ihre musikalische Basis deutlich erweitert haben. Rasmus Skage Jensen übernimmt Bass und Gesang, Tobias Paulsen sitzt am Schlagzeug, während Sigurd Grøtan, Jens Henrik Kverndal und Vebjørn Rindal Krogstad die Gitarrenarbeit teilen. Zusammen verbinden sie Stoner-Metal, Scandirock, Punk und Post-Rock/Metal zu einem dichten, eigenständigen Klangbild.
Ein wilder Mix aus Stilen
Der Opener »Ragebait« schlägt direkt die Brücke zwischen druckvollem Stoner-Riffing und punkiger Direktheit. Die Gitarren brennen, das Schlagzeug treibt voran, und Jens Henrik Kverndals Soli setzen feine Akzente, ohne die rohe Energie zu bremsen. Mit »Love’s Underrated« zeigen SUNCRAFT ihre melodische Seite. Harmonien verweben sich mit verzerrten Gitarren und erinnern stellenweise an Scandirock-Bands wie KVELERTAK, ohne zu kopieren.
»Greed Battalion« ist ein Paradebeispiel für die Vielseitigkeit des Albums. Die Nummer wechselt fließend zwischen donnernden Riffs, die an klassischen Heavy-Metal erinnern, und punkiger Schnelligkeit, während der Gesang von Jensen variabel zwischen rauer Aggression und kontrollierter Melodik pendelt. Diese Kombination macht die Platte lebendig und unvorhersehbar.
Titeltrack als Stimmungsträger
Mit »Welcome To The Coven« erreichen SUNCRAFT einen Höhepunkt in Sachen Atmosphäre. Das Stück kombiniert die bedrohliche Aura eines Post-Metal-Sounds mit hypnotischen Riffs und einer dichten Produktion, die jedem Instrument Raum gibt. Besonders die Gitarrenarbeit von Rindal Krogstad und Grøtan trägt zur mystischen Stimmung bei, während das Schlagzeug präzise die Spannung hält.
»Wizards of the Anger Magic« und »Charlatan Killer« setzen den aggressiven Teil des Albums fort, ohne in bloße Härte zu verfallen. Beide Songs verbinden Punk-Energie mit Metal-Riffs, liefern aber genug melodische Passagen, um den Hörer auf eine kleine Reise mitzunehmen. Gerade »Charlatan Killer« zeigt, dass die Band auch komplexere Songstrukturen souverän meistert.
Ruhe vor dem Sturm
Mit »High on Silence« und »Forgotten Goddess« wird das Tempo bewusst gesenkt. »High on Silence« lebt von repetitiven Motiven, hypnotischen Gitarrenläufen und einer melancholischen Grundstimmung, die fast Post-Rock-artig wirkt. »Forgotten Goddess« schließt das Album mit einer Mischung aus Düsternis und epischer Breite ab, ein passender Abschluss, der den Bogen des Albums elegant spannt.
Produktion und Sound
Die Produktion von »Welcome To The Coven« ist klar und transparent, ohne die rohe Kraft des Materials zu glätten. Jeder Gitarrenpart, jeder Schlagzeugsound und Jens Skage Jensens Stimme sind präsent, ohne dass etwas überlagert wird. Das Ergebnis ist ein druckvolles, aber detailreiches Klangbild, das den Spagat zwischen Punk, Metal und Stoner-Rock sauber hinbekommt.
SUNCRAFT liefern mit »Welcome To The Coven« ein vielseitiges, spannendes Album ab, das ihre musikalische Entwicklung deutlich macht. Die Band verbindet Stoner-Riffs, Punk-Aggression, Post-Rock-Atmosphäre und Scandirock-Einflüsse zu einem stimmigen Ganzen. Besonders die Gitarrenarbeit und die variablen Gesangslinien sorgen für Eigenständigkeit und Spannung.
Mit einer Bewertung von 4 von 5 Punkten ist klar, SUNCRAFT haben ein Album vorgelegt, das sowohl Fans härterer Klänge als auch Liebhaber atmosphärischer Rockelemente anspricht. »Welcome To The Coven« ist kein einfaches Stoner-Metal-Album, sondern eine Einladung, die Band in ihrer gesamten stilistischen Bandbreite zu erleben.
Fazit: SUNCRAFT verbinden auf »Welcome To The Coven« gekonnt die Energie des Punks, die Tiefe des Postrocks und die dunkle Schwere des Metal.

