Band: Acherontas
Titel: Vamachara
Label: Agonia Records
VÖ: 2011
Genre: Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Ein fünfzehn jähriges Bandjubiläum haben die Griechen von Acherontas zu feiern. Das hierbei nicht jeder Stein auf dem anderen bleibt war von Anfang an klar. Ein Line Up Wechsel hatte dazu geführt sich vom reinrassigen, okkulten Black Metal etwas zu verabschieden und somit kamen eben durch die neuen Bandmitglieder eben neue Einflüsse hinzu. Somit wurde das Album „Vamachara“ (ein absoluter Zungenbrecher) mit siebziger Rock Techniken angereichert. Bekommt man hier etwa eine Stoner Black Mischung? Wohl eher fraglich, denn die Jungs knallen auch Anno 2011 uns einen ordentlichen Kracher vor den Latz. Astreine unbeirrbare Black Metal Melodien der reinrassigen Art werden dabei runter geschrubbert das einem schier schwindlig wird. Etwas mehr tendieren die Jungs aber in die genüssliche Richtung. Sicher man verbiegt sich nicht selbst und serviert uns ein Ambient Stück, allerdings wirkt man deutlich verspielter, als das was ich bis dato von den Griechen kannte. Mit dem hinzufügen des 70er Rock Einflusses als Ritual hat man sich sehr viel Zeit gelassen. Etwas zarter wurden diese in die schmetternden Black Metal Beats eingewoben. So klingt man zwar auf der einen Seite sehr menschenverachtend, aber andererseits kommen gewisse Passagen zu Tage, welche deutlich runter ziehend ihre Aufgabe verrichten. Komplett in diesen Bereich tendiert man nicht und so erscheint einem das Machwerk als ein hin und her Gezerre. Die teils etwas wirren Chorgesänge gehen aber dermaßen auf den Senkel das man glaubt der Frontmann hat jetzt seine Geisteskrankheit überschritten. Weniger ist oft mehr, denn die an sich gebotene Mischform der Rhythmik und die Passagenweise angeordneten Veränderungen im Gesamtbild sind durchaus nachvollziehbar in Szene gesetzt worden. Somit kann man ja dann eher von einem kleineren Makel sprechen, denn ansonsten brüllt und kreischt sich der Frontmann sehr amtlich und leicht True Black Metal lastig durchs Geschehen. Längere, instrumentale Abschnitte zaubern ein genüssliches Idyll hervor, welches oftmals mit einer sehr stark dominierenden Doom Präsentation umgesetzt wurde. Für Detailverliebte Fans genau das Richtige, um sich etwas Gutes zu tun. Wer auf eine schnalzende Black Metal Richtung steht, sollte sich wohl eine andere Truppe suchen.

Fazit: Gelungene Vermischung aus Black Metal und 70er Rock Einflüssen der dezenten Art. Besonders die langatmigen Doom Eskapaden sind gelungen umgesetzt worden, werden aber nur eine eingefleischte Schar von Musikbegeisterten animieren sich der Truppe zuzuwenden. Im gesamten gesehen gibt es am Album nichts zu meckern, lediglich gewisse Chorparts wirken etwas zu stark überzogen und durch einige komplett geisteskranke Gesängen des Fronters schränkt man sich leider auch oftmals sehr stark ein. Dennoch gutes Album für die Schwarzwurzelgemeinde, vor allem für jene die eine gute Mischung benötigen um dem straighten Black Metal lebe wohl zu sagen.

Tracklist:

01. Opening The Eye of The Storm
02. Blood Current Illumination
03. Abraxas
04. Vamachara
05. Ohm Krim Kali
06. Beyond The Mazeways To Ophidian Gnosis
07. Drakonian Womb

Besetzung:

Akhkhar (bass)
C. Docre (drums)
Parfaxitas 450 (guit)
V. Adept Kadmos (lyrics)
Acherontas V.P.9 (voc & guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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