Band: Aeveron
Titel: Existential Dead End
Label: Battlegod Productions
VÖ: 2008
Genre: Melodic Death/Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Bei dem Namen Zwickau denke ich immer sofort an den Herstellerstrandort des Trabant. Das seit der damaligen Wende immer mehr Metal Bands aus dem östlichen Teil Deutschlands kommen und ihren westlichen Bundesgenossen eine gehörige Konkurenz bieten ist auch sicher. Die Death/Black Metal Institution Aeveron existiert seit 2002 und konnte bis dato ein Full Length Album, eine Demo und eine Ep veröffentlichen. Nach zweijähriger Schaffensphase sind Thomas Berthel (voc), Matthias (guit), Alex (guit), Dirk (bass), Markus (keys) und Paul (drums) mit ihrem neuesten Streich „Existential Dead End“ zurück.

Gleich voll auf die Zwölf steuert das Sachsen Sextett bei „The Embodiment of All Misery“. Hier frönen die Herrschaften etwas mehr dem Todesblei und der Fronter gurgelt ein ordentliches Programm. Doch einige kleinere Black Metal Trademarks in Form von Kreischshouts kommen zum Zuge. Der Keyboardsound wurde etwas in den Hintergrund gerückt und dennoch kommen einige bombastische Soundstrukturen etwas stärker durch den Gesamtsound. Weiter geht es auch schon mit „Cathartic Rain“. War man zu Beginn noch etwas bedacht den Bombastsound in den Hintergrund zu rücken, so kommt er hier deutlicher zum Vorschein. Auch die Black Metal Arrangements sind etwas klarer rauszuhören. Was dem Ganzen noch die gewisse Note verleiht, sind die bretternden Gitarrenlinien die den Härtegrad etwas nach oben schieben. „Take Heed of Trust“ ist nun sehr thrashig ausgefallen. Was auch an der sehr dreckigen Gitarrenarbeit liegt. Die theatralischen Soundfragmente sind nun wieder verabschiedet worden, zwar nicht gänzlich aber deutlich verschärfter und dafür knallen uns die Jungs hier einen sehr herben, trockenen und messerscharfen Track vor den Latz. Sehr heroisch klingt der Beginn von „Bound for Victory“ und gleich im Anschluss behält man dieses Flair etwas bei. Doch durchgehend wollen die Jungs nicht einen auf heroisch machen und so steuert die Formation etwas galoppierendere Gefilde an. Sehr nordisch klingt das Ganze meiner Meinung nach und so erinnert diese Nummer an viele Skandinavische Melodic Todesbleikapellen. Muss aber sagen auch mit dem nordischen Touch wissen die Jungs gut zu gefallen. Das man nicht ganz in die kitschige Ecke driftet, dafür sorgen der Frontgrunzer und die beiden Seitenhexer die hier ihren Brutalostempel draufdrücken. Sehr melancholisch und mit vielen Chorarrangements wird zu Beginn von „Autoapotheosis“ weiter gemacht. Etwa 30 Sekunden lang lässt man den Track weiter in diese Richtung schippern. Danach wird etwas Düstermetal geliefert und erst nach und nach startet die Nummer durch. Doch spätestens beim Einsatz herber Black Metal Parts wird eines Glasklar, diese Todesverachtenden Eastern German Metaller haben hier eine bunte Mischung geschaffen, so reißt man das Steuer immer wieder rum und wechselt zwischen Death Metal und Düster Metal Parts hin und her. Sehr beruhigend mit einem Alleingang des Bassers wird nun „Anger Complex“ eingeläutet. Doch anschließend fetzt die Truppe ordentlich um und hier kommt das erste Mal etwas Death/Black n‘ Roll Feeling auf. Kann mir nicht helfen, aber vor allem in den galoppierenden Soundparts wühlen die Jungs ordentlich auf. Die Abwechslung wird hier durch einige klar und melancholische Gesangsparts geboten. Sehr düster und verhalten läuten die Burschen nun „Contemplation“ ein. Danach schleppt man den Kadaver sehr langsam und genau selbiges Gefühl beschleicht mich hier bei dieser Nummer. Doch lange sollte man hier nicht zur Rast kommen, denn spätestens nach einigen Sekunden wütet das Sextett wieder ordentlich daher. Genau diese Wechsel führt man immer wieder durch, auch wenn man bis zum Ende hin den wütenden Anteil deutlich mehr durchlässt. Sehr melodisch beginnt der Anfang von „A Hymn to Mortality“. Saubere, klare Gitarrenriffs verleiten zum Genuss, bevor die wilde Karussellfahrt mit den Jungs weiter geht. Etwas nordischer ist dieser Song wieder ausgefallen und dürfte wohl für viele Fans des skandinavischen Düster Metal sein. Vor allem die Chorvocals und das Spiel des Tastenmannes sind hier Haupanteil das sich dies so anhört. Zum Schluss gibt es noch mal eine sehr fetzige Rakete in Form von „Existential Dead End“. Eine sehr schretternde Bangernummer die man uns hier auf dem Tablett serviert. Auch einige moshige Breaks sind hier auszumachen, welche hier die letzte Nummer recht farbenbunt erscheinen lässt.

Fazit: Guter solider Death/Black Metal wird hier geboten. Die bombastischen Arrangements werden zwar eingesetzt, dass aber mit Maß und Ziel. So kann man hier einige gute Bangernummern entdecken. Wer aber Keyboardsound nicht mag wird sich hier die Finger verbrennen. Dennoch das Material der Zwickauer ist sicher keine billige DDR Kopie so wie bei vielen Lebensmitteln, nein diese Herrschaften bolzen alles nieder und das mit einer guten und gehörigen brachialen Gewalt.

Tracklist:

01. The Embodiment of All Misery 05:14
02. Cathartic Rain 04:52
03. Take Heed of Trust 03:53
04. Bound for Victory 04:49
05. Autoapotheosis 05:47
06. Anger Complex 06:15
07. Contemplation 05:20
08. A Hymn to Mortality 04:51
09. Existential Dead End 07:16

Besetzung:

Dirk Neidhardt (bass)
Paul (drums)
Markus Förster (keys)
Thomas Berthel (voc)
Matthias (guit)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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