THE ORDER – Empires

THE ORDER - Empires - album cover

Band: THE ORDER 🇨🇭
Titel: Empires
Label: Massacre Records
VÖ: 27/03/26
Genre: Hardrock/Heavy Metal

Tracklist

01. Empires
02. Fight For Your Rights
03. Warriors
04. Thieves In The Night
05. Living For The Nightlife
06. Wherever I Go
07. The Last Call
08. Of Martyrs And Tyrants
09. The Bonehead’s Back – Promises And Illusions

 

Besetzung

Gianni Pontillo – Vocals
Bruno Spring – Guitar
Alain Schwaller – Bass
Mauro «Tschibu» Casciero – Drums

 

Bewertung:

3,5/5

Band mit Erfahrung und klarer Kante

Seit Jahren gehören THE ORDER zu jenen Bands aus der Schweiz, die klassischen Hardrock und Heavy -Metal ohne Schnörkel pflegen. Die aktuelle Besetzung besteht aus Gianni Pontillo am Mikrofon, Bruno Spring an der Gitarre, Alain Schwaller am Bass und Mauro „Tschibu“ Casciero am Schlagzeug. Mit »Empires« legt das Quartett nun ein Album vor, das sich tief im traditionellen Hardrock verwurzelt zeigt und gleichzeitig genug Energie besitzt, um auch moderne Metal-Fans mitzunehmen.

Produziert wurde die Platte von V.O. Pulver in den Little Creek Studios in der Schweiz. Das Ergebnis ist ein satt klingendes Album mit kräftigen Gitarren, melodischen Refrains und einer Produktion, die Druck hat, ohne steril zu wirken.

Wuchtiger Einstieg

Der Titeltrack »Empires« eröffnet das Album mit einem massiven Riff, das sofort klarstellt, wohin die Reise geht. Bruno Springs Gitarre klingt rau und kraftvoll, während die Rhythmussektion mit präzisem Groove arbeitet. Gianni Pontillo setzt darüber eine markante Gesangslinie, die zwischen melodischer Eingängigkeit und rauer Rockattitüde pendelt.

Direkt danach legt »Fight For Your Rights« nach. Hier schimmert stärker der klassische Heavy-Metal durch. Der Song lebt von seinem treibenden Tempo und einem Refrain, der sich schnell im Ohr festsetzt. Besonders auffällig ist die klare Struktur des Stücks. Keine unnötigen Spielereien, sondern ein direkter Song, der live bestens funktionieren dürfte.

Mit »Warriors« folgt ein Stück, das die epische Seite der Band zeigt. Der Song baut Spannung auf, bevor er in einen kraftvollen Chorus mündet. Gerade hier zeigt sich, wie gut Pontillos Stimme zu diesem Stil passt, kraftvoll, leicht rau, aber stets kontrolliert.

Klassischer Hardrock mit Charakter

Im Mittelteil des Albums setzen THE ORDER stärker auf groovige Hardrock-Elemente. »Thieves In The Night« bringt ein dunkleres Flair ins Spiel. Der Song wirkt etwas geheimnisvoller und lebt von seinem markanten Rhythmus.

Ganz anders dagegen »Living For The Nightlife«, hier dominiert eine deutlich lockerere Rock-Attitüde. Der Song wirkt fast wie eine Hommage an klassische Achtziger-Hardrockbands. Eingängiger Refrain, treibender Beat und ein Gitarrensolo, das genau dort sitzt, wo es hingehört.

»Wherever I Go« zeigt eine melodischere Seite der Band. Der Song ist etwas ruhiger angelegt, ohne jedoch an Energie zu verlieren. Besonders der Refrain bleibt schnell hängen. Hier zeigt sich die Stärke der Band im Songwriting, auch melodische Stücke wirken nicht weichgespült, sondern behalten immer eine rockige Kante.

Druckvoller Endspurt

Mit »The Last Call« zieht das Tempo wieder an. Der Song gehört zu den schnelleren Nummern des Albums und lebt von seinem treibenden Schlagzeugspiel. Mauro Casciero sorgt hier für ordentlich Druck, während Bassist Alain Schwaller das Fundament stabil hält.

»Of Martyrs And Tyrants« bringt danach eine etwas düsterere Stimmung ins Album. Die Gitarren wirken schwerer, die Atmosphäre dichter. Gerade diese Mischung aus Härte und Melodie gehört zu den stärksten Momenten der Platte.

Zum Abschluss folgt mit »The Bonehead’s Back – Promises And Illusions« ein Song mit leicht ironischem Unterton. Musikalisch bleibt die Band ihrem Stil treu. Kräftige Riffs, klarer Groove und ein Refrain, der live sicher lautstark mitgesungen werden kann.

Produktion und Sound

Die Produktion von V.O. Pulver passt gut zum Stil der Band. Die Gitarren klingen kräftig und präsent, ohne den Gesang zu überdecken. Bass und Schlagzeug bilden ein solides Fundament, das dem gesamten Album Stabilität verleiht. Besonders gelungen ist die Balance zwischen klassischen Hardrock-Elementen und moderner Metal-Produktion. Das Album wirkt dadurch zeitgemäß, ohne seinen traditionellen Charakter zu verlieren. Auch das Zusammenspiel der Musiker überzeugt. Die Band agiert hörbar eingespielt. Kein Instrument drängt sich unnötig in den Vordergrund, stattdessen entsteht ein kompakter Bandsound.

Stärken und kleine Schwächen

Die größte Stärke von »Empires« liegt im klaren Stilbewusstsein der Band. THE ORDER wissen genau, was sie spielen wollen. Harte Riffs, starke Melodien und klassische Songstrukturen bilden das Fundament des Albums. Allerdings bewegt sich die Band dabei selten außerhalb ihres vertrauten Rahmens. Wer große stilistische Experimente erwartet, wird hier kaum fündig. Einige Songs folgen ähnlichen Mustern, was im Albumfluss gelegentlich etwas vorhersehbar wirkt.

Dennoch bleibt das Niveau konstant solide. Gerade Fans von klassischem Hardrock und melodischem Heavy Metal dürften mit diesem Album viel anfangen können. »Empires« ist ein kraftvolles Hardrock-Album mit klarer Handschrift. THE ORDER setzen auf starke Gitarrenriffs, eingängige Refrains und eine druckvolle Produktion. Die Songs sind kompakt geschrieben und funktionieren ohne überflüssige Schnörkel.

Wenngleich nicht jeder Track vollkommen herausragt, überzeugt das Album als geschlossenes Gesamtwerk. Wer klassischen Hardrock mit metallischer Schlagseite schätzt, findet hier eine Platte, die genau diese Mischung zuverlässig liefert.

Fazit: »Empires« von THE ORDER ist ein starkes Album, das durch seine Massivität und Melodik überzeugt.

Internet

THE ORDER - Empires - CD Review

Vorheriger Artikel
Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Related Articles

- Advertisement -spot_img

Latest Articles