Band: Ageless Oblivion
Titel: Temples Of Transcendent Evolution
Label: Siege Of Amida Records
VÖ: 2011
Genre: Death Metal, Death/Thrash Metal, Progressive
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Es gibt immer wieder Bands aus dem Death Bereich denen die Norm einfach zu wieder ist. Eine davon ist Ageless Oblivion, Sam (bass), Stephen (voc), David (guit), Christopher (guit) und Richard (drums)pfeifen auf den Standard und zelebrieren auf ihrem Werk „Temples Of Transcendent Evolution“ eine Härterunde die man uns mit einer breiten Platte an Techniken und Geschwindigkeiten um die Ohren ballert.

Treffender Titel, als auch klanglich sehr passen wird der Rundling mit „Monument“ eingeläutet. Schweres, doomiges Gitarrengewitter welches man hier auf uns hernieder prasseln lässt. Dunkel, zäh und mit einem eiskalten Beigeschmack vollführt man somit einen superben Start.

Beißend und mit technischen Frickeleien rotiert der wütende Mob bei „Reclamation“ dahin wie eine Abrissbirne. Zwischen Core lastigen Attacken und Death orientiertem Tech Know How wird einiges ins Gefecht geschickt. Damit überzeugt und siegt man allen Fronten und vor allem die Double Bass lastigen Angriffe hämmern dermaßen das einem die Kinnlade vor Erstaunen und Begeisterung nach unten klappt. Grundsätzlich hat man zwischen Core, Death und Black Death einen Grundrhythmus geschaffen der äußerst süchtig nach mehr macht. Dies würzt man mit kleineren Zwischenarrangements und das Mischverhältnis mag zwar verspielter sein, dennoch wird man zu keinem Zeitpunkt durch zu komplexe Strukturen überfordert.

Mit viel Melodie wird „Time Of The Empty Throne” angestimmt doch schon verdrischt und prügelt man wieder nach allen Regeln der Kunst. Die Melodielinien hat man auch hier weiterhin beibehalten, jedoch kommen diese nur in gewissen Passagen in den Vordergrund. Die restliche Spielzeit behält man sie dominant im Hintergrund und prügelt dafür lieber äußerst fetzig.

„Detachable Faceplate“ wird sogleich wieder vom Fleck weg mit vielen speedigen, peitschenden Rhythmusattacken auf uns losgelassen. Im atemberaubenden Tempo schrettert und bolzt man eisig dahin. Zwischendurch lässt man sich zu einigen technischen Riffleckerbissen verleiten. Solche Frickeleien sind ja normalerweise etwas egoman, doch bei diesem Song passen diese Einlagen wie die Faust aufs Auge und vereinen sich sehr genussvoll – stimmig mit dem restlichen Solidsound.

Doomig kurz angestimmt jagt man „Drone Of The Nychomist“ uns gleich hinterher. Das man nicht ganz an den Blitzstart aufbauen würde wird einen sogleich klar, denn weiterhin drücken die Burschen dermaßen auf die Tube das einem die Luft weg bleibt. Brachiales, wutentbrannter, roher Brocken der einfach aufstachelt und zum Abgehen verleitet.

Wer den Sound von Behemoth liebt der wird auch „Unhallowed Domain“ lieben. Wie die polnischen Black Death Götter rotiert auch diese Kapelle mit ähnlichem Rhythmus durchs Geschehen. Blast Beat Attacken wohin man hört und als Abrundung wird ein sanftmütiger Abgang geboten. Bevor man zu warmherzig rüber kommt werden die Maschinen wieder auf Hochtouren zum Laufen gebracht und es wird wieder herzhafter attackiert. Gutes Wechselspiel, das mit seinen technischen Leckerbissen Ambrosia fürs Gehör ist.

Deutlich mehr mit Black typischen Soundraffinessen wurde der Sound von „Mycora“ ausgerichtet. Dies lässt nach dem steifen Eingang kurzzeitig eine längere Verschnaufpause zu. Das Tempo wurde stark gedrosselt und man vollführt dennoch einen Kraftakt der einen nicht zu stark zur Ruhe kommen lässt.

Verzerrter, rauer Gitarrensound stimmt das letzte Stück „Temples“ ein. Voran schreitet man aber wieder deutlich zackiger und mit vielen brachialen Prügeleien. Immer wieder mischen sich technische Spielereien seitens der Gitarren ins Geschehen ein. Dennoch hat man auch hier eine sehr ausgewogene Mischung drauf die nicht zu überladen klingt. Der Mittelteil ist von einer sehr hymnischen Ausrichtung geprägt die uns mit schwerfälligen Riffs schmackhaft gemacht wird, bevor man im letzten Drittel wieder zackiger daher knallt.

Fazit: Sehr bunt vermengtes Meisterwerk dieser Mannschaft. Zwischen Death, Black und Core beeinflussten Vibes bekommt man hierbei ein reichhaltiges Menü das man bis auf den letzten Brösel vernaschen sollte. Hammer Scheibe die ich nur empfehlen kann, denn trotz vieler technischer Frickeleien und Einlagen kann man ohne lange Anstrengung dem Programm folgen.

Tracklist:

01 Monument
02 Reclamation
03 Time Of The Empty Throne
04 Detachable Faceplate
05 Drone Of The Nychomist
06 Unhallowed Domain
07 Mycora
08 Temples

Besetzung:

Sam (bass)
Stephen (voc)
David (guit)
Christopher (guit)
Richard (drums)

Internet:

Ageless Oblivion @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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