Band: Airbourne
Titel: No Guts No Glory
Label: Roadrunner Records
VÖ: 2010
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Australier Airbourne haben ja in den letzten beiden Jahren für viel Furore gesorgt. Vor allem ihr Erstlingswerk „Runnin‘ Wild“ ist in der Szene eingeschlagen wie eine Bombe. Sicher dachten etliche hier handle es sich um eine Eintagsfliege, dass es aber anders ist bewiesen die Jungs in den letzten Monaten auf ihrer Tour. Auch ihr letztes Werk „No Guts No Glory“ wurde in der Szene heftig erwartet. Es gibt meiner Meinung nach nur eine weitere Band, nämlich Volbeat die dermaßen wie eine Rakete in der Szene durchgestartet ist. Auch sind die Australier wie die Dänen ein Phänomen, denn sie vereinen eine breite Masse an Fans, wo auch nicht Metaller sich zu den Verehrern dieser Rocker von Down Under dazu gehören. Die Zöglinge von AC/DC Joel O’Keeffe (voc & guit), Ryan O’Keeffe (drums), David Roads (guit) und Justin Street (bass) sind auch auf dem neuesten Silberling einen Schritt weiter in Richtung Stadionrock, wenn sie nicht mittlerweile dort schon angelangt sind.

Ohne Kompromisse legt man gleich recht heftig mit „Born To Kill“ los. Muss man noch erwähnen dass die Jungs wie die Söhne von AC/DC klingen. Nein wohl kaum, sicher mag dies Einfallslos klingen, aber die Burschen rotzen und rocken gleich vom Fleck weg mit einer Spielfreude die man ihnen locker abkauft. Ein grenzenloses Party Vergnügen versprühen die Herrschaften gleich zu Beginn und das macht richtig Laune.

„No Way But The Hard Way“ wird etwas ruhiger vom Stapel gelassen und entpuppt sich als recht erdig, stampfender Rocker mit viel Shaker Rhythmik. Herbe Riffs die uns hier serviert werden untermalt der Fronter mit seiner Whiskey getränkten Stimme. Auch das zusätzlich gebotene Rockhymnen Flair passt sich sehr gut dem simplen, erdigen Rockrhythmus an. Viel Kraft und Rotz intus wird man weiterhin bei Laune gehalten.

Weiter geht’s mit dem mehr melodisch ausgefallenen „Blond, Bad And Beautiful“. Klingt ein wenig wie das Airbourne eigene „Who made Who“. Auch hier hält man sich vom Tempo etwas mehr zurück und wandelt eher auf stampfende Mitdemtpopfade. Diese ergänzt man aber sehr passabel mit melodischen und hymnischen Erweiterungen.

Einen Blitzstart legt man nun mit „Raise The Flag“ hin. Flotter Mitmachrocker mit Bangercharakteristik. Mit Super Benzin getankt brettert die Truppe hier auf die 130 km/h Nadel und darüber noch hinaus. Die Speedtemposchübe unterbricht man ganz kurz mit etlichen hymnischen Breaks, doch unterm Strich beherrscht die speedige Rhythmik das Geschehen.

Sehr ruhig wird nun das Opening von „Bottom Of The Well“ vollzogen. Leichter, melodischer Sound den man hier durch die Boxen schallen lässt. Sehr lieblich und das trotz der Reibeisenstimme des Frontmannes. Dennoch nur eine ruhige Nummer bekommen wir hier beileibe nicht geboten. Vielmehr zielt man einmal mehr in das Lager von Rockhymnen der alten Schule. Mit simplen Strukturen und einer einfachen Technik erspielt man sich locker die Gunst des Hörers.

Nun folgt „White Line Fever“ gleich auf dem Fuße. Zwar etwas ähnlich angesiedelt, dennoch verabschiedet man sich weites gehend von den hymnischen Pfaden und rotz hier etwas kräftiger. Weiterhin baut man eher auf Midtemporhythmik und diese versetzt man nur ganz leicht mit klaren Melodien, somit bewahrt man sich den dreckigen – rotzigen Charakter. Gelungene Mischung die ordentlich aufwühlt.

Bei „It Ain’t Over Till It’s Over“ dachte ich schon es handle sich um ein Cover des ehemaligen Maiden Saitenakrobaten Denis Stratton. Doch weit gefehlt hier wird uns eine eigene Nummer mit viel Feuer unterm Hintern geboten, die unvermindert ihr selbiges tut und sofort zum Angriff auf unsere Nackenmuskulatur ansetzt. Kurze Breaks zum Reserveholen und schon jagt man uns wieder hoch um zu den speedigen Klängen die Birne weich zu schütteln.

„Steel Town“ ist nun eine starke Korrektur, als auch Bremse. Eher gemütlicher musizieren hier die Land Down Under Burschen und geben uns so eine hymnische Ruhepause der melodischeren Art, nach dem speedigen Vorgänger.

Gleich wieder aus den Vollen schöpft man mit „Chewin‘ The Fat“. Zwar nicht jetzt der Ausraster vor dem Herrn und dennoch wird hier deutlich flotter das Rockzepter geschwungen. An und ab begibt man sich kurzzeitig in eine gemächlichere, hymnische Richtung, doch schon reißt man auch das Ruder wieder herum und zockt im dreckigen Style weiter.

Auf dem Fuße folgt nun auch schon „Get Busy Livin’“ bei dem man ähnliche Bahnen beschreitet. Die Geschwindigkeit wurde hier merklich gedrosselt und man wandelt eher auf hymnische Melodielinien, selbige hat man reichlich mit Mitgrölthematik ausgestattet die, die Party weiterhin kräftig am Laufen halten.

Ebenfalls recht artverwandt ist nun „Armed And Dangerous“ ausgefallen. Die Australier wissen wie man aus zu stupiden Ketten ausbricht. Dadurch wird das Material nicht zu langweilig und hier baut man eher auf rotzige, herbe Rockrhythmen die man im heftigen Stil durch die Boxen tritt.

Auch bei „Overdrive“ wird das Pedal eher gemächlicher getreten, obwohl man vielleicht laut dem Titel erwartet hätte hier kommt nun ein kompletter Ausraster. Eher schippert man im dreckigen Midtempogewässer dahin. An und ab gibt es hier als Ablöse kleinere Melodieeinschläge, doch weiterhin regiert hier eher die rotzige –erdige Rhythmik das Geschehen.

Beim Rausschmeißer „Back On The Bottle“ wird nun etwas mehr auf die Zwölf gerockt und das mit viel Herzblut und Tempo im Gepäck. Hier kann der geneigte Fan noch einmal seine Rübe durchschütteln. Hier wird noch einmal alles geboten und das mit viel Mitmach- und Mitgrölthematik.

Fazit: Tja man mag zu dem Wörtchen AC/DC Klon stehen wie man will. Wer mit dem letzten Werk der Australier nicht ganz einverstanden war wird hier Trost finden. Wer auf Party steht für den ist das Machwerk unumgänglich. Denke mal Überraschungen und Neuerungen brauchen die Jungs nicht, denn mit ihrem Feeling und Spirit den sie auch auf dem neuen Album durch die Boxen jagen wird sich alles von selbst einstellen und diesen Erfolg gönnen wir Airbourne von Herzen. So than guys rock on once more!!!

Tracklist:

01. Born To Kill
02. No Way But The Hard Way
03. Blond, Bad And Beautiful
04. Raise The Flag
05. Bottom Of The Well
06. White Line Fever
07. It Ain’t Over Till It’s Over
08. Steel Town
09. Chewin‘ The Fat
10. Get Busy Livin‘
11. Armed And Dangerous
12. Overdrive
13. Back On The Bottle

Besetzung:

Joel O’Keeffe (voc & guit)
Ryan O’Keeffe (drums)
David Roads (guit)
Justin Street (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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