Amulet – The Inevitable War

Amulet-The-Inevitable-War-album-cover

Band: Amulet
Titel: The Inevitable War
Label: Dissonance Productions
VÖ: 17/05/2019
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4.5/5

Bei AMULET war Veröffentlichungs-technisch seit dem 2014er Debüt The First Funkstille, sieht man von einem 2015 veröffentlichten (unspektakulären) Song mit Musikvideo („Bloody Night“) einmal ab. Die inzwischen vergangene Zeit hat die Band aber so was von  genutzt! War das Debüt durch seine absichtlich blecherne Old School Produktion und unermüdliches Paul Di Anno-Ära-Maiden-Gefiedel geprägt, finden wir auf „The Inevitable War“ einen klaren und doch organischen Klang, der zum nunmehr eher an Dickinson zu „Chemical Wedding“-Zeiten gemahnenden Stil passt.

In Sachen Songwriting hat man sich immens gesteigert: Gniedelten die alten Songs mit hoher Spielfreude überwiegend vergnügt ins Leere, können eindrucksvolle Tracks wie „The Satanist“, „Call Of The Siren“, „Gateway To Hell“ und „Poison Chalice“ jeweils ganz unterschiedliche Stimmungen transportieren, heben sich wohltuend voneinander ab und werden von einem neuen (deutlich stärkeren) Sänger prächtig dargeboten. Dadurch erscheinen AMULET trotz der oben beschriebenen Ähnlichkeiten und Einflüsse zu den Eisernen Jungfrauen als eigenständig. Das Motto: Galoppierende Riffs ja, Dickinson-würdiger Chorus gerne, aber Power und/oder Epik statt hektischen Dudelspiralen, allgemein lieber etwas fies und düster düster als fröhlich.

Den qualitativen Graben zum Erstwerk finde ich so groß, dass ich „The Inevitable War“ mehr wie einen gelungenen Neustart als ein zweites Album betrachte. Ein verdammt gutes Album mit vielen Anspieltipps, aber vor allem „Poison Chalice“ und „Roundhead“ sollten den Kaufreflex in jedem Traditionsmetaller bis zum Anschlag reizen.

Tracklist

01. The Satanist
02. Shockwave
03. Burning Hammer
04. Call of the Siren
05. La noche de las gaviotas

06. Siege Machine
07. Gateway to Hell
08. Poison Chalice
09. Roundhead

Besetzung

Federico ‚Mace‘ Mazza (Vocals)
James ‚Nippy‘ Blackford (Guitar)
Marek ‚Heathen‘ Steven (Guitar)
Sam Mackertich (Bass)
Neil Ganesha (Drums)

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About Author

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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