Band: Ancient Myth
Titel: Aberration „Pt“
Label: Fastball Music
VÖ: 24.06.16
Genre: Symphonic Metal
Bewertung: 1/5
Written by: Robert

Ancient Myth aus Tokyo existieren schon seit 2002, dennoch habe ich von dieser Formation im Bereich des Symphonic Metal noch nie etwas gehört. „Aberration Pt“ ist bereits das dritte Album dieser Truppe. Ein Hattrick sozusagen und was den musikalischen Standpunkt betrifft wäre es an sich gar nicht mal so schlecht. Persönlich habe ich es seit Babymetal unterlassen gewisse Gedankengänge der japanischen Metaller genauer zu durchleuchten. Auch muss ich bei dieser Truppe leider zugestehen dass sie zwar auf Lieblichkeit baut, es aber nicht auf Chipmunks auf Speed macht.

Wie gesagt der musikalische Erguss auf diesem Album ist eine mittelprächtige Auswahl des Symphonic Metal. Hier und da zwar etwas zu klinisch, aber im Großen und Ganzen ganz passabel. Etliches an bombastischen Einwürfen wird hier und da stärker verwendet und geht aber nicht unbedingt nervend ins Gehör.

Massive Keyboards und etliches an klatschenden Symphonic Arrangements, welche von vielen, gedissten italienischen Power Metal Bands verwendet wurden sollen hier ein Garant für einen Erfolg sein. Also bitte, da hätte man die Japaner doch warnen können. Oder haben sie sich gesagt, wenn Babymetal da mit ihrem Gedöns Erfolg haben, können wir das auch.

Tja halte von solchen Eskapaden einfach nichts, denn Retorten Metal, müssen wir uns das in der heutigen Zeit echt antun? Wer’s haben will bitte gern, aber nicht einfach da sagen, dies wäre die Metalzukunft, das ist ja schier eine Beleidigung.

Ich mag den Japanerinnen über ihre Erscheinung gar nicht abstreiten, dass sie hartgesottenen Männerherzen bezirzen, aber das musikalische sollte doch vorrangig sein, ansonsten könnten wir die herkömmlichen Musikcharts auch hören.

Ancient Myth sind mir durchaus ein mysteriöses Unikum. Musikalisch bietet man sicherlich passablen Klatsch-Symphonic-Metal. Gesanglich wird hier nicht der Alvin und seine Chipmunks vergewaltigt, aber von Singen können sind diese Japanerinnen auch Meilenweit entfernt. Streckenweise klingt das überhaupt nicht harmonisch was die Soundvibes betrifft. Fragt man sich wäre dies in der japanischen Sprache besser gewesen? Nun der Slang stört mich ja nicht, aber dieser schräge Gesang ist einfach nicht zusammen passend mit den Songstrukturen. Auch an Growls versucht man sich, das ist eher lächerlich als dass man mich echt vom Hocker haut. Geschweigen denn das man mich das Fürchten lehrt. Klingt wie ein Straßenköter der einen ankeift (aber in der Größe eines Chihuahuas) und das zaubert mir nur ein verächtliches Lachen ins Gesicht.

Sorry liebe Metalgemeinde, aber auch hier werden die erstklassigen Metalbands aus Japan nur verhöhnt und sonst nichts. Dann doch lieber erneut in das Regal gegriffen und Concerto Moon, X-Japan und Loudness gehört.

Fazit: Wirklich muss man alles vermarkten was irgendwie niedlich aussieht. Ist es nicht die metallische Klangkunst an sich die zählt. Wo findet man denn solche Bands? Und was machen die, dass man gleich einen Vertrag bekommt und das mit kaum Talent. Fragwürdige Zukunft im Bereich des Metal aus dem Land der untergehenden Sonne.

Tracklist:

01. Awaken
02. Eyes shine like Raspberyl
03. Mortal Heaven
04. afterglow
05. Aerial Memories: true
06. Jakujo no tsuki, Fukashigi no yuki
07. Against the fate
08. In Vitro
09. Canis
10. Shade in the Dusk (Japanese version)
11. LINK (Japanese version)
12. Raven Neamhain Sight
13. Skoal! (Japanese version)

Besetzung:

Michal (voc)
Izo (guit)
Naoki (bass)
Puzzy (keys)
Yasuharu Ikeda (keys)
PePe (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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