Band: APOLLO
Titel: Waterdevils
Label: Escape Music
VÖ: 18.11.16
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Apollo - waterdevils album artworkDer griechische Sänger Apostolos „Apollo“ Papathanasio ist wahrhaftig ein bunter Hund. Bereits für Bands wie Firewind, Meduza, Evil Masquerade, Gardenian, Majestic und Time Requiem konnte er die Werke mit seiner Stimme veredeln. Es scheint als wäre das derzeitige Betätigungsfeld Spiritual Beggars noch nicht genug, jetzt ereilt uns auch noch das erste Solo Album des Griechen. Eines vorweg, Schnittmenge gleich mehrerer Bands bei denen der gute Apollo mitwirken konnte, blitzen ganz stark beim Songmaterial hindurch. Somit und uneingeschränkt, glasklar eine Hommage an seine Mitwirkung, allerdings ebenso an seine abgöttisch starke Stimme. Die rockig abgeschmeckten Songs unterstreichen sehr gut sein göttliches Organ und dabei darf man eifrig dem Material frönen.

Der Stempel der ganzen Betätigungsfelder mag sicherlich stark sein, immerhin geht das Material des Solo Albums außerordentlich gut ins Gehör. Liegt wohl dominant an der Stimme des Griechen, demgegenüber ebenfalls am Songwriting und die mitwirkenden Probanden haben gemeinsam mit dem Sänger hier ein gutes Album geschaffen.

Am markantesten dürfte gewiss die Stimme sein, doch Mr. Papathanasio geht hier nicht auf Nummer sicher und zeigt sich desgleichen in einem Bereich des klassischen Rocks. Was für eine Aussage, nun ja bis dato ist mir persönlich der Grieche eher im Power Metal Bereich bekannt, weniger eben im klassischen Rockbereich. Vor allem der dumpfe produzierte, leidenschaftlich kantige Rocktrack „Liberate Yourself“ erinnert eher an eine metallische Version von Deep Purple.

Die unterstreicht nicht unbeträchtlich den ausgezeichneten, eigenen Gesangsstil des Griechen, nein dazu noch sein facettenreiches Können. Unbestreitbar ist ebenso die Tatsache, dass man hier nichts unversucht lässt, um die Fangemeinden der verschiedenen Vorgängerbands zu vereinen. Meiner Meinung nach durchaus ein geglücktes Projekt, denn alle Facetten wurden gut vereint, darüber thront selbstredend der gute Apollo und singt sich in die Herzen der Hörer. Ein weiteres nicht von der Hand zu weisendes Detail, ist die Tatsache, dass man viel Groove, wie desgleichen kleinere, modernen Akzente hinzugefügt hat. So klingen die klassisch orientierten Songs charmant knackiger und frischer. Da waren Apollo und seine Mannen gut beraten dies zu tun und hebeln das Soloprojekt auf eine eigene Stufe.

Gewissermaßen eine musikalische Zeitreise seiner Betätigungsfelder und dies wurde gekonnt unter Dach und Fach gebracht. Sicherlich vermehrt mit 80er Charme, daneben schreckte man vor frischen, adretten Soundfragmenten nicht zurück. Daraus resultiert ein toller Sound, welcher ausgezeichnet zu beeindrucken vermag.

Apostolos „Apollo“ Papathanasio und seine Mannen beweisen einfach ein unglaubliches Gespür für das Songwriting und den Einbau frischer Elemente in bekannte Klangbilder des 80er Rock und Metal. Somit nicht abgehalftert, sondern eine frische Runde die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

Fazit: Wirklich opulentes Soundmahl das uns hier der Grieche mit diesem Sologang beschert. Wer nur Ansatzweise mit seinen Bands und Betätigungsfeldern was anfangen kann, der wird dieses Album bis zum Exzess verschlingen.

Tracklist:

01. Revolution For The Brave 3:52
02. Liberate Yourself 3:35
03. Buried In A Flame 3:51
04. Safe And Sound 3:48
05. Fallen Endlessly 5:30
06. Crossing The Lines 5:10
07. Power 3:10
08. Rise Up 4:41
09. I Need Rock ‚N‘ Roll 4:27
10. Chasing Shadows 4:35
11. Through The Fire 4:31
12. Stop 5:18

Besetzung:

Apollo Papathanasio (voc, guit, percussion)
Chris Blackburn (voc)
Criss Amott (guit)
Henrik Flyman (guit)
Victor Olsson (guit, bass & keys)
Jalle Westergreb (guit)
Michael Moon (guit)
George Rain (guit & bass)
Johannes Nystrom (guit)
Peter Hass (guit)
Peter Josaar (guit)
Divan (guit)
Peppe Palmgren (guit)
Thomas Johansson (guit)
Fredrik Jordanius (guit)
Per Wiberg (keys)
Dennis Zielinski (keys)
Pavel Dvorak (keys)
Kasper Dahlqvist (keys)
Anders Skoog (keys)
Per Wallmark (bass)
Ricki Aresu (bass)
Ari (bass)
Michael Lang (bass)
Mikael Bielinski (bass)
Ludwig Witt (drums)
Michael Ehre (drums)
Martin Fernandez (drums)
Anton Roos (drums)
Mark Cross (drums)
Rolle Mathiasen (drums)
Tomas Persson (drums)
Markus Johansson (drums)
Steffan Karlsson (back voc)
Lena Dahlqvist (back voc)
Daniel Algons (back voc)

Internet:

APOLLO @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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