ARKONA – Khram

Band: Arkona
Titel: Khram
Label: Napalm Records
VÖ: 19.01.18
Genre: Pagan/Folk Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Arkona-khram-album-artworkIn der Pagan Schwermetalkultur, besonders aus dem Osten polarisieren etliche Bands. Nur wenige haben es bis dato zu Weltruhm geschafft. Eine, die sich mit Lorbeeren schmücken können, sind die Herrschaften rund um Masha „Scream“. Arkona haben die Heidenszene des Metal mit ihren authentischen, wie desgleichen folkloristischen Akzenten ausnehmend geprägt. Diese sinnigen Texte, Soundeinlagen und epischen Einlagen, vermischt mit stattlichen Soundeinlagen der russischen Folklore sind eine Wucht. Eindringlich ist der Wirkungsfaktor ein anderer, als jener dieser ewigen Party Humpa Puristen. Sicherlich nicht schlecht doch auf die Dauer gesehen enorm nervig. Arkona haben den Standpunkt richtig erkannt und genau deswegen sind ihre Soundvibes eine herrliche Hörangelegenheit. Das Konzept klingt schon seit Jahren dunkel und düster, gleichermaßen wie die Voclas von Masha. Die hübsche Russin kann dem Zuhörer Gischt und Galle entgegen spucken und Sekunden später bezirzt sie. Was Vergleichbares, ob männlich oder weiblich findet der Suchende spärlich.

Todernst in der Färbung des heidnischen Erbes und der Ehrfurcht der slawischen Kultur wurden abermals gekonnt unter einen Deckmantel gebracht. „Khram“ was auf gut Deutsch nichts Anderes als Tempel heißt, ist der neueste Output der russischen Pagan/Folk Metal Fraktion aus Moskau. Bekannte Einflüsse und Soundtechniken sind das oberste Gebot der Russen und dies haben sie erneut massiv zu Protokoll gebracht. Was Schöneres in diesem Bereich bekommt der geneigte Hörer nicht so schnell wieder zu hören.

Die Paarung von traditionellen Melodien der russischen Folkloren durchtränkt mit dunklen Soundeinlagen und ordentlichen Banger-Rhythmen ist prächtig zusammengefügt worden. Die passende und durch die Bank dunkel angesteuerte Linie klingt anklagend und traurig zugleich. Kein Happy-Dappy Party Musikflair, vielmehr wurde auf die vorherrschende Weltpolitik acht genommen. Keine Angst, keine Politisierung, nur, wenn sich der Zuhörer zurücklehnt und den Sound auf sich wirken lässt, demgemäß kommt selbiger dahinter, was meine Wenigkeit damit meint. Gelinde gesagt, eine Aufarbeitung von beschissenen Situationen der Weltpolitik in Metal-Heidnischer Musikform.

Die Black Metal Zentralisierung scheint weitaus mehr die Kreise bei Arkona zu ziehen. Im Gegensatz zu den Frühwerken wirken die Russen deutlich rabenschwarz gefärbt, als dass was der Liebhaber der Band von ihnen bis dato kennen gelernt hat. Eine für mich absolut nachvollziehbare Linie, denn dadurch wirken Arkona merklich herber. Die Roots der Folklore sind dabei, hingegen wurden sie spitzfindiger ausgebaut. Songs und Soundstrukturen bieten eine breitere Klangfacette und gehen vollends unter die Haut.

Bedrohlich, anderenorts melancholisch wurden ausdrucksstarke Songattitüden geschaffen, welche den Russen niemand geradeso schnell streitig macht. Eine absolut hochwertige Fortsetzung im Hause Arkona das der Pagan Metaller genießen sollte.

Fazit: Prächtiges Pagan/Folk Metal Epos der dunklen Art und Weise wurde von Arkona mit „Khram“ geschaffen!

Tracklist:

01. Mantra (Intro) 03:51
02. Shtorm 05:12
03. Tseluya zhizn‘ 17:11
04. Rebionok bez imeni 11:58
05. Khram 09:50
06. V pogonie za beloj ten’yu 07:49
07. V ladonyah bogov 09:16
08. Volchitsa (ВеданЪ КолодЪ cover) 08:03
09. Mantra (Outro) 00:55

Besetzung:

Masha “Scream” (voc)
Sergei “Lazar” (guit)
Ruslan “Kniaz” (bass)
Andrey Ischenko (drums)
Vladimir “Volk” (ethnic instruments)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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