Band: Armory
Titel: The Dawn of Enlightenment
Label: Selfreleased
VÖ: 2007
Genre: Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Armory wurden in unserer Sendung mit einem Song bedacht. So haben ich mir mal den Output von den aus Townsend, Massachusetts stammenden Burschen genauer zur Brust genommen. Das Album von Adam Kurland (voc), Chad Fisher (guit), Joe Kurland (drums), Tom Preziosi (bass) und Peter Rutcho (keys) nennt sich „The Dawn of Enlightenment“ und wurde in Eigenregie eingezimmert. Wer auf melodischen Power Metal steht sollte hier einen genaueren Blick rein werfen.

Das Intro welches diesen Output der Amerikaner einläutet nennt sich „The Tempest“ und ist mit vielen heroischen und Filmmusikreifen Elementen verfeinert worden. Guter Anfang, würde ich mal sagen. Gleich im Anschluss galoppiert nun „Faith in Steel“ aus den Boxen. Schneller Power Metal mit vielen melodischen Anleihen wird uns hier kredenzt. Eine nette Symbiose aus schnellen Trademarks des Power Metal und Melodic Metal hat man hier geschaffen. Der Fronter klingt wie der amerikanische Vertreter von Tobias Sammet. So erkenne ich dadurch einige Parallelen zu den ersten drei Edguy Scheiben. Eines sei aber hier gleich angemerkt, man ist aber keine billige Kopie der deutschen Melodic/Power Metaller. Nein eher im Gegenteil die Jungs besitzen ein gehöriges Potential, das seines gleichen sucht. Mit Windgeheul geht es nun bei „Riding the Cosmic Winds“ weiter. Binnen Sekunden macht man dort weiter wo man beim Vorgängerstück aufgehört hat. Eine unglaubliches Soundgewitter hagelt hier auf den Zuhörer hernieder. So ist diese Nummer ein weiteres Mal zum Headbangen geschaffen. Dennoch bietet man weit mehr als nur einen Kracher. So hat man das Stück mit vielen feinen Trademarks des Melodic Metal angereichert. Unglaublich was sich die Jungs für eine eigene Produktion selber geschaffen haben. Für eine Eigenproduktion hat man sich ordentlich ins Zeug gelegt, da gibt es nichts zu meckern. Nach der doppelten flotten Eröffnung gehen es die Herrschaften nun bei „Forever Triumphant“ sehr beschaulich an. Man wartet mit einem Streicherensemble welches von einer Akustikgitarre begeleitet wird. Feine Halbballade die man uns hier vorsetzt. Das Tüpfelchen auf dem I sind die Choräle im Refrain, die äußerst satt aus den Boxen dröhnen. So unterstreichen die Jungs ihr können auch bei ruhigen Nummern und beweisen ihr hohes Potential welches sie besitzen. Genug gerastet? Bei „Heart Of Dreams“ wird das Pedal wieder ordentlich gedrückt und man liefert wieder feinste Power Metal Kost as it’s Best. Satte Riffs und Breaks ziehen sich wie ein roter Faden durch den Track. Der Frontmann ist einfach unglaublich und hält solide jeden Ton von hoch bis zum mittleren Bereich. Die Maidenhaften Gitarrenlinien die an und ab immer zu hören sind, hat man in detailgenauer Arbeit eingearbeitet und ich bin erstaunt von soviel Können. Ist doch dieses Genre eher untypisch für den amerikanischen Markt. „Warrior Forlorn“ ist mir bereits bekannt, da wir es ja in unserer Sendung gespielt haben. So bietet man hier ein ordentlich rotzendes Stück, das mit vielen rauen Elementen angereichert wurde. Feine Midtemponummer mit galoppierendem Rhythmus. Deutlich rauer und schneller werkelt man nun bei „Forged In Dragon Flames“ weiter. Man hört einfach die Liebe zum Power als auch Melodic Metal raus, man frönt dieser Richtung bis ins unermesslich und was besonders raus schimmert, sind die Spielfreude und das kompositorische Können der Jungs. So liefern sich die Seitenhexer hier ein gutes Rennen und der Vergleich mit anderen Genrekollegen würde einige Blass aussehen lassen. Bin ja, wie oft schon erwähnt, nicht unbedingt der Instrumental Stücke Freund und dennoch entdecke auch ich bei diesem Stück einige Sachen die mir gefallen. Manko ist aber, das hier der Sänger nicht zum Einsatz kommt und der hätte mit Sicherheit gut dazu gepasst. Sehr bombastisch und schnell packt man es nun bei „The Eyes Of Time“ an. Man schöpft wieder aus den Vollen und lässt keine Ruhepause aufkommen. Man serviert uns eine gute Headbangernummer mit viel Melodie. Rein stupide wird aber nicht weitergemacht so ist der etwas ruhigere Mittelpart eine nette und willkommene Abwechslung. Zum Ende hin wird aber wieder der flotte Stempel zum Headbangen aufgedrückt. Sehr melodisch geht es nun bei „Mystic Star“ weiter. Dennoch die Gitarren klingen sehr rau und zusätzlich hat man einige Bombastelemente eingebaut und der Song klingt unterm Strich sehr farbenbunt. Den regulären Abschluss macht die Nummer „The Dawn of Enlightenment“ die mit einer stattlichen Spielzeit (13:46 Minuten) versehen wurde. Sehr düster und melancholisch packt man es zu Beginn an. Ein tolles klassisches Klavier Intro begleitet von sehr gefühlvollen Vocals eröffnet den Reigen. Man lebt hier noch mal alles aus. So ist diese Nummer ein toller Querschnitt aus Melodie, Härte und vielen bombastischen Elementen die an und ab mit kurzen Zwischenstopps verfeinert wurden. Alles in allem hat man hier einiges zu bieten, das einem nur mit offener Kinnlade da sitzen lässt. Als Bonus hat man auf den Output nun noch ein Iron Maiden Cover gepackt. „Flight Of Icarus“ wird ordentlich gespielt und man bleibt auf gewohnten Pfaden bzw. lässt alles beim Alten. Der Shouter macht eine gute Figur und klingt hier nicht wie ein Rohrkrepierer, so kann man dieses Cover Stück genießen, ohne dabei Ohrenschmerzen zu bekommen. Den Abschluss macht „Dr. Wily“ das sehr verdächtig nach Iron Maiden klingt. Man werkelt sehr fröhlich dahin und beschließt mit dieser kurzen Nummer ein sehr gut gelungenes Album, das in keine Power/Melodic Metal Sammlung fehlen darf.

Fazit: Das diese Jungs bis dato noch keine Plattenvertrag bekommen haben lässt mich ein wenig fluchen, denn man liefert solide Kost die ein Muss für jeden Fan der ersten drei Edguy Scheiben ist. Wer also mit dem letzten Output der Fulderaner nichts mehr anfangen konnte, sollte sich mal diese amerikanische Formation zur Gemüte führen und wird binnen Sekunden ein Fan dieser Truppe.

Tracklist:

01. The Tempest 01:57
02. Faith in Steel 05:54
03. Riding the Cosmic Winds 07:33
04. Forever Triumphant 05:13
05. Heart Of Dreams 07:53
06. Warrior Forlorn 05:08
07. Forged In Dragon Flames 04:22
08. The Eyes Of Time 06:37
09. Mystic Star 05:27
10. The Dawn of Enlightenment 13:46
11. Flight Of Icarus 3:50
12. Dr. Wily 1:54

Besetzung:

Adam Kurland (voc)
Chad Fisher (guit)
Joe Kurland (guit)
Tom Preziosi (bass)
Peter Rutcho (keys)
Tom Vieira (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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