Ascheregen – Untod

Ascheregen-Untod-album-cover

Band: Ascheregen
Titel: Untot
Label: Pure Underground Records
VÖ.: 15. Februar 2019
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 2/5

Beim Thema klassischer Heavy Metal in der Landessprache (nicht zu verwechseln mit der Muttersprache, dem Dialekt) ist zumindest in der BRD mit großer Ablehnung zu rechnen.
In anderen Ländern (Frankreich, England, USA, Tschechien, Polen, Rußland…) sieht es da anders aus und gehört zu einer Selbstverständlichkeit.

ASCHEREGEN haben sich also ein schweres Los auferlegt!
Und verkacken dann auch ordentlich!!!
Es scheitert hier jedoch nicht an der Sprachwahl,
sondern schon am holprigen Gesang, führt sich fort in halbgaren Kompositionen und endet mit dem optischen Auftritt,
einer Mischung aus Village People, Slipknot, Hans Albers,
schlecht geschminkten EMP – Modellen und Haarsprayzombies.
Wer bitte soll das ernst oder humorvoll nehmen?

Zugegeben:
Teilweise geht die Schose sogar ganz ordentlich vonstatten.
So ist das Eröffnungsstück Untot musikalisch gut verdaulich und textlich ein gelungener Tritt in die Kosumfratze der Gesellschaft.
Auch Argentuem Astrum , Verfolgungswahn und Ich bin nicht sind sehr gute Stücke,
die eigentlich Lust auf mehr machen.

Jedoch:
Dem entgegen stehen bei den ebenfalls musikalisch noch recht ordentlichen
Tod im Ascheregen und Depressiver Klon ein Gesang,
welcher dermaßen neben der Spur ist, daß es einen den Schmalz aus den Ohren schmeißt.
Und übertroffen wird dies dann auch noch!
Denn ob man in Wer bist du versucht zu growlen oder schlichtweg erkältet ist,
kann man nicht definieren.

Der Rest ist mehr schlecht als recht.
Austauschbare Riffs, trashige Tastentöne und der sehr gewöhnungsbedürftige Wechselgesang zwischen Cronos und Frost machen diese Scheibe wirklich zu einem Erlebnis der besonderen Art.

Und mich als Verfechter von Bands wie Biest, Formel 1, MACBETH, ANKH AMUN und den deutschprachigen Alben der bayrischen HAMMERSCHMITT absolut fassungslos.
UNTOD scheint eher ein Agent Provocateur zu sein, eine Antiwerbung für dieses unterbesetzte Genre, um auch den letzten davon zu überzeugen,
wie kacke Heavy Metal mit deutschen Texten doch ist.

Investiert Eure ASCHE lieber in die aktuelle, sehr geile IRON KOBRA 7“ oder die saustarke Ankh Amun – EP.
Diesen Tonträger hier, den könnt Ihr getrost im REGEN stehen lassen.

Tracklist

01. Untot
02. Hey Christina
03. Lass es raus
04. Argenteum Astrum
05. Tod im Ascheregen
06. Hau ab
07. Wer bist du

08. Ascheregen
09. Schnell wie ein Hai
10. Verfolgungswahn
11. Depressiver Klon
12. Rockgott
13. Ich Bin Nicht

Besetzung

Kaleun Cronos – Gesang, Gitarre
Lilith Frost – Gesang
Kratos P. – Gitarre
Daniel van Helsing – Keyboard, piano, Hintergrundgesang
Herbert Maul – Bass
Leroy Blanche – Schlagzeug

Internet
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