Band: Asmegin
Titel: ARV
Label: Napalm Records
VÖ: 2008
Genre: Viking/Folk Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Es ist leider schon so, dass es eine Hülle an Bands gibt, die Viking Metal produzieren. Eine weitere Band aus dieser Riege sind Asmegin. Die Norweger sind mir nicht unbekannt und ihr erstes Album „Hin Vordende Sod & Sø“ hat mir ganz gut gefallen. Mal sehen was Erik Fossan Rasmussen (voc), Raymond Håkenrud (guit), Marius Olaussen (guit & arccordion), Tomas Torgersbråten (bass) und Lars Fredrik Frøislie (piano, mellotron, keys) mit „ARV“ abgeliefert haben

Den Beginn macht der Track „Fandens Mælkebøtt“ ein sehr leidendes Stück, das mit Streicherparts auftrumpft. Die Duettgesänge zwischen der Dame sind ganz nett und die heroischen Chorgesänge machen ihr übriges. Zwar etwas flotter und dreckiger dröhnt nun „Hiertebrand“ aus den Boxen, das Tempo hält man aber auch hier etwas zurück und nur kurze flottere Ausreißer sind auszumachen. Im Großen und Ganzen stampft man eher und die Frauengesänge sind nur an und ab eingesetzt worden. Der Großteil der Vocals ist eher im Growlbereich und der Frontmann gurgelt hier ordentlich. „Generalen Og Troldharen“ startet sehr folkloristisch mit einem Harmonikspiel. Hier frönt man auch weiterhin dem heroischen Folk Metal, der mich ein wenig an einige Tracks von Finntroll erinnert. Sehr hinterlistig klingen hier die Growlgesänge des Fronters die das Ganze etwas aufwerten. Ebenfalls sehr folkig, wenn auch mit Streicherarrangements angereichert startet nun „Arv“. Ruhig und beschaulich ist der Anfang, aber lange verweilt man nicht in dieser melancholischen, ruhigen Ecke und man steigert nun etwas mehr die Geschwindigkeit. Doch die Wechsel die man hier für uns parat hat sind sehr gut ausgefallen und passen wie die Faust aufs Auge. Kinder der Fröhlichkeit sind die Norweger noch nie gewesen und auch diese Mannen sind ein weiterer beweis dafür, das Lachen in diesem Land eher verpönt ist. Dennoch macht man dies mit einem sarkastischen Augenzwinkern. So könnte man schon fast sagen, es handle sich hier um norwegischen Humor. So ist man hier zum Scheitern verurteilt wenn man fröhliche Klänge sucht. Düster und dunkel klingt das Ganze, was sicher nicht schlecht ist und genau für alle Düsterseelen das richtige ist. Sehr doomig startet nun „Yndifall“ und auf diesem Pfad bleibt man weitgehend. Sehr heroische Chöre geben sich hier immer wieder die Hand mit düsterem Gegrowle. Dennoch, der sehr doomig ausgefallene Sound macht das Ganze sehr ausgewogen und hier bietet man einiges, bevor man in den Mittelteil rutscht. Feine Klänge wurden hier mit Meeresrauschen ausgestattet, bevor man wieder in die dunkle Ecke driftet. Dadurch wirkt der Song recht monumental, auch wenn man in mit der Spielzeit etwas kompakter gehalten hat. Mit einem klassischen Klavierintro wird der Song „Gengangeren“ eröffnet. Sehr viel Melancholie wird hier versprüht, bevor mit dem einsetzen der Rhythmusfraktion dem Zuhörer wieder ein eisiger Düsterwind um die Ohren pfeift. Von einer sehr ungewohnten Seite zeigt man sich nun zu Beginn von „Prunkende, Stolt I Jokumsol“. Liebliche, sanfte Frauenvocals stehen hier im Vordergrund. Der Sound bleibt auch so und ich bin dadurch ein wenig verwirrt, denn mit so etwas hätte ich nicht gerechnet. Doch schlecht ist diese Nummer beileibe nicht nur halt etwas ungewohnt nach den sehr düsteren Vorgängertracks. Genug von der Liebe, denn abschließend erschallt nun „En Myrmylne“ und hier zeigen sich die Norweger wieder von der düsteren Seite, auch wenn man die Dame ein weiteres Mal zum Duett bietet. Diese Gesänge sind aber eher in den Hintergrund gerückt worden und der Frontgrunzer hat hier wieder das Sagen. Mit einer stattlichen Spielzeit von 09:00 Minuten hat man sich etwas Spielraum gelassen um einige Soundarrangements einzubringen. So ist hier einiges vorhanden und die Jungs haben ihrem Einfallsreichtum freien lauf gelassen.

Fazit: Sicher die Szene wird man nicht revolutionieren, aber unbedingt schlecht würde ich den neuesten Streich der Truppe nicht bezeichnen. Das Material ist zwar diesmal etwas gewöhnungsbedürftiger, aber man hat immer noch genau das Richtige für jene, die es düster lieben und dabei auf Folkelemente dennoch nicht verzichten wollen. Die Duettgesänge sind sehr gut und passen sich nahtlos zu den bekannte Klängen dieser Truppe an. Ob man nun den Durchbruch schaffen wird? Das bezweifle ich ein wenig da es doch schon so viele Bands gibt, die diesem Genre frönen, aber ein antesten zahlt sich allemal aus.

Tracklist
01. Fandens Mælkebøtte 04:10
02. Hiertebrand 04:08
03. Generalen Og Troldharen 05:27
04. Arv 05:40
05. Yndifall 06:38
06. Gengangeren 04:32
07. Prunkende, Stolt I Jokumsol 02:41
08. En Myrmylne 09:00

Besetzung
Erik Fossan Rasmussen (voc)
Raymond Håkenrud (guit)
Marius Olaussen (guit & arccordion),
Tomas Torgersbråten (bass)
Lars Fredrik Frøislie (piano, mellotron, keys)

Internet
Asmegin Official Website

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.