Band: Arctic Flame
Titel: Declaration
Label: Pure Steel Records
VÖ: 2008
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Für alle Power Metal Fans die rauen und dreckigen Sounds frönen und dabei viel 80er Spirit versprüht wird habe ich heute genau das richtige. Mit Arctic Flame haben Pure Steel Records genau das Kerbholz für alle Kuttenträger parat. Die Amis haben zwar, wie soll es auch anders sein viel typischen Power Metal mit amerikanischer Prägung in sich, doch auch etliche Trademarks aus dem alten Europa a la Priest, Primal Fear und so weiter haben diese Burschen wahrscheinlich mit der Muttermilch aufgesogen. Seit 2001 arbeiten Dave Lowe (voc), Rod Mariani (guit), Sebastian Garcia (guit), Jon Norberg (bass) und Mike Paradien (drums) und nun liegt ihr letzter Output „Declaration“ vor mir, den ich allen Power Fans wärmstens empfehlen kann.

„The Unknown God“ donnert mit viel Achtziger Spirit daher, auch weil man diesen vollends im Rhythmuskonzept aufgenommen hat. Dadurch wirkt der Opener sehr rau und unverfälscht. Vollends tritt man gleich zu Beginn nicht das Gaspedal, erst nach und nach gibt man immer mehr Stoff. Die bereits genannten europäischen Vertreter sind nicht unbegründet und vor allem durch die gesetzten Eckpfeiler kommt man glatt als amerikanischer Verwandter durch. „Blind Leads the Blind“ verwöhnt uns zu Beginn mit etlichen Metallica Midtempoeinflüssen auf. Vor allem das Riffgewitter am Anfang erinnert stark an die Kollegen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeit. Die eingeschlagenen Wege verlässt man auch nicht und erinnert an so manchen melodischen, Part aus „Master of the Puppets“. Doch eine volle Thrash Breitseite wird hier nicht geboten, nein eher melodisch, melancholisch angehauchten Midtempo Power Metal bekommt man hier sehr lecker verpackt serviert. Wie ein Hagelsturm geht es nun mit der schretternden Nummer „Lords of the Wasteland“ weiter. Bei dem flotten Spiel wird man ordentlich mitgerissen und lädt zum infernalen Kopfschütteln ein. Viele satte, melodische Solobeiträge von den Seitenhexern werden als zusätzlicher Genuss geboten. Im Großen und Ganzen hat man eine sehr beachtliche Power Metal Kracher, mit viel Reinheitsgebot auf den Silberling gepackt. Nun hat man mit „Hammer Down“ wieder eine Nummer geschaffen die mit vielen rauen 80er Einflüssen ordentlich rau aus den Boxen dröhnt. Viele Chorrefrains laden ein zum Hände bzw. Fäusterecken und mit dem recht flott, galoppierendem Tempo knüpft man genau dort an, wo man mit dem Vorgänger aufgehört hat. Weiter geht’s auch schon mit „Disciples of the Flame“ welcher zu Beginn mit einem Basssolobeitrag ausgestattet wurde. Den Spirit der 80ies behält man auch weiterhin bei, auch wenn man mich persönlich hier etwas mehr an alte Kracher von Stormwitch erinnert und man so wieder über den Ozean gewechselt hat. „Desert Moon“ prescht nun etwas flotter und mit mehreren American Metal Trademarks daher. Der zusätzliche Genuss wird hier durch saubere Melodiestrukturen der Gitarreros geliefert. Diese wechseln aber immer wieder zurück auf die raue, bretternde Schiene, was man im gesamten sehr gut verbindet und sich sehr farbenbunt anhört. Bei „Declaration“ dem Titeltrack macht man einen Satz in Richtung Insel und genau den wohl bekanntesten Metal Vertretern, nämlich Iron Maiden wir hier munter gehuldigt. Sicher nicht beim Gesang, aber die Seitenhexer lassen viel Maiden Spirit bei ihrem Spiel freien lauf. Mit einem Glockenschlag und mit vielen bombastisch, symphonischen Anleihen wurde der letzte Track „Shadow of a Broken Man“ in Szene gesetzt. Sehr ruhig startet die Nummer die mit ihren zusätzlich ausgestatteten Streicher bzw. orchestralen Arrangements stattlich aus den Boxen dröhnt. Das Beste zum Schluss, oder wie? Zumindest scheint es so bei Arctic Flame eine beachtliche Hymne hat man hier als Ausklang gefunden die nach mehr und das baldigst hoffen lässt.

Fazit: Guter Lupenreiner Power Metal mit einem großen Spagat zwischen Amerika und Europa der zu gefallen weis.

Tracklist
01. The Unknown God 06:14
02. Blind Leads the Blind 06:14
03. Lords of the Wasteland 06:10
04. Hammer Down 05:32
05. Disciples of the Flame 06:35
06. Desert Moon 04:52
07. Declaration 05:49
08. Shadow of a Broken Man 07:43

Besetzung
Dave Lowe (voc)
Rod Mariani (guit)
Sebastian Garcia (guit)
Jon Norberg (bass)
Mike Paradien (drums)

Internet
Arctic Flame official Website
Arctic Flame @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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