Band: Avenford
Titel: Mortal Price
Label: Independent
VÖ: 2014
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Power Metal an sich mag ja jetzt nicht das Neue Ding am Markt sein. Wohl aber wenn es aus dem Land des NWOBHM kommt. Hier gibt es kleinere Kapellen, welche etwas aufgrund der Dominanz von Dragonforce etwas ins Hintertreffen geraten sind. Avenford aus London, welche ich euch heute gerne präsentieren möchte, wurden 2010 gegründet und ihr Debütwerk „Mortal Price“ ist leider auf dem hiesigen Festland etwas untergegangen. Durchaus schade muss man sagen, denn obwohl es bereits ein Jahr auf dem Buckel hat serviert uns die Truppe eine sehr tolle Vorstellung der britischen Variation des Power Metal.

Wie klingt das nun? Gut neuerfindend sind sie definitiv und geben uns eben eine Schnittmenge aus dem allseits bekannten Genre. Dies klingt aber was die eigene Innovation betrifft durchaus erfrischend. Erinnert sich noch jemand an den gestarteten Angriff von Heavenly und Konsorten. Durchaus gleiche parallelen sind hier auszumachen, wenngleich man weitaus traditioneller in die Saiten greift und auch das Wort Melodic nicht zusehends ausreizt. Man agiert nicht als x-ter Klon vieler skandinavischer Vorzeigemetaller und das finde ich was die Eigenständigkeit betrifft sehr gut.

Ein weiterer Punkt, welchen ich sehr schade finde, ist es, dass man hier eine absolute Vorzeigequalität anhand der Songs bekommt, dies aber noch nicht mit einem Label tun kann. Es gibt so viele Nudeltruppen im Power Metal Bereich und diese haben oftmals wirklich adäquate Labels im Rücken. Fragt man sich, warum dies nicht im Falle von Avenford gemacht wurde. Die Qualität ist mehr als gut und mit diesem Debüt kann man ganz weit vorne die Eckpfeiler setzten. Die Mischung, als auch das Songwriting sind gediegen und das macht nicht nur den Wiedererkennungswert der Truppe aus, nein auch setzt man hier eine Duftmarke, welche von vielen Nachwüchsen, als auch etlichen länger dienenden Power Metal Bands als durchaus ernst zu nehmende Konkurrenz anzusehen ist.

Es ist uns allen durchaus bewusst, dass es eben in diesem Bereich sehr schwierig ist für aufhorchende Lauschhappen zu sorgen, was aber die geballte, sehr animierende Ladung auf diesem Rundling betrifft unterstreicht einerseits, dass auch auf der Insel der gute alte Power Metal noch nicht tot ist und es immer wieder Truppen gibt, welche für ein blitzschnelles Aufhorchen sorgen. Zu solch einem guten Debüt darf man Avenford mehr als nur gratulieren. Einziges Manko, welches man schleunigst ausbessern muss, ist der doch sehr matschige Drumsound, doch der Rest auf diesem Album ist schier Makellos.

Fazit: Avenford sind eine superbe Überraschung im Power Metal Sektor und sollte dringend von den Genrefans mal genauer angehört werden. Hier könnten wir es durchaus mit einer neuen, nach vorne preschenden Truppe zu tun haben.

Tracklist:

01. Overture 895 01:31
02. Guiding Light 04:52
03. Hunter’s Trial 03:41
04. Turn the Page 04:07
05. Jewels of Fate 03:26
06. Mortal Price 07:57
07. Invasion 05:23
08. Blade in the Moonlight 05:15
09. Journey to the Land of Emeralds 05:23
10. Night to Remember 03:31

Besetzung:

Arpie Gamson (voc & guit)
Peter Szehoffner (guit)
Bolo (bass)
Rob Leech (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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