Band: Barons Ball
Titel: Changes
Label: STF Records
VÖ: 2011
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Vorhang auf für die nächste Runde der Rockbarone. Die bei STF Records unter Vertrag stehenden Rocker servieren mit „Changes“ einen fulminanten Nachleger nach dem guten Debüt „Push“. Rotzfreche Rockallüren hat man dabei wieder en mas dabei und das dürfte die feiernde Rockgemeinde ordentlich erfreuen. Authentische, handgemachte, zeitlose Rockmusik wurde in elf Stücken verpackt und dabei bewahrt man sich eine sehr ausgewogene Melange bei der man donnernde Rocksongs parat hat, aber auch emotional intensive Musik kommt hier zum Zuge und somit bedient man ein breites Klientel.

Das donnernde „Back door man“ macht gleich den Anfang. Rotzfreche Rockmischung der erdig – groovenden Art wird uns dabei ordentlich Schmackhaft gemacht. Die Melange aus traditionellen und spitzfindigen – modernen Soundeinflüssen wurde lecker aufbereitet.

Leicht bluesig angehaucht wird „You don’t belong to me“ angestimmt. Deutlich rauer wird dabei der Anfang gewagt und man sieht sich vorerst in einem gemütlichen Eck wieder. Auch bei der Fortsetzung wird gemächlicher gerockt, dennoch werden Kräfteakte vollzogen die einen nicht ruhig dasitzen lassen, auch wenn man deutlich gemütlicher eine Rockrunde abhält.

Mehr dem Spätachtziger Rock ist man bei „It’s worth the fight“ zugetan. Was hört man dabei ganz stark raus? Binnen etlichen Sekunden überlegt man an wen erinnert das Stück. Ganz klar an Bon Jovi, denn wie die Herrschaften aus New Jersey bahnen sich die Rockbarone hier den Weg. Vermehrt tut man dies aber nicht zu kommerziell, sondern unterbreitet uns eine klassische, wenn auch gefühlvollere Art. Die Sanftmut wird steht durch erdige, aber auch melodische Erweiterungen abgelöst und somit bietet man einen superben Track der für eine breite Masse geschaffen ist.

Noch einmal in Richtung Bon Jovi geht es mit „New born day“ weiter. Dennoch entfernt man sich bis zur Mitte immer mehr und unterbreitet eine durchaus eigenständige Mischung aus klassischen – melodischen Rockfragmenten. Überwiegend verbleibt man in der ruhigeren Ecke und somit hat man eine gelungene Power Ballade für Schmusekatzen parat, von dieser wird einem aber nicht gleich Schlecht vor zu viel Schmalz.

„One by one“ ist ein kommerzielles, ruhiges Stück, welches man auf jedem Radiosender spielen könnte, der nicht unbedingt der Rock/Metal Musik zuzuschreiben ist. Trotz der sehr beruhigenden und massentauglichen Klangstruktur wirkt der Song nicht zu abgelutscht – schmalzig. Nicht jetzt unbedingt mein Ding, aber dennoch nicht schlecht.

Auch „She’s so vain“ ist deutlich massentauglicher ausgefallen. Vorerst wird eine ruhige Stimmung geschaffen die nach den ersten Sekunden wieder mehr an Bon Jovi erinnern. Auch Einflüsse aus demColdplay Lager sind ganz stark vertreten. Die Mischung ist bis zur Mitte sehr Hitverdächtig, jetzt nicht unbedingt für astreine Rockfans, sondern mehr für Radiohörer quer durch alle Länder. Die teils hymnische Abwandlung wird durch sanftmütige Melodien verfeinert.

Starker und weitaus kerniger rockt man im Anschluss durch „Rising higher“ daher. Dies vollzieht man aber nur als Einleitung, denn schon läutet man etwas länger eine ruhigere Runde ein. Dennoch werden genügend durchgreifende Kraftausbrüche geboten um nicht noch einmal zu beschauliches Klangfutter zu servieren.

Preschend und äußerst fetzig wird der Weckruf durch „Take me down“ abgehalten. Rotzfrech und mit viel Partycharakter gespickt drückt man gewählt auf das Gaspedal.

„Only place I call home“ ist eine erneute, ruhigere Runde, welche mit akustischem Gitarrenspiel für viel Barfeeling sorgt. Den begonnenen Weg folgt man auch weiterhin und so kann man sich genüsslich zurück lehnen und sich von den warmherzigen Klängen verwöhnen lassen.

Etwas reinrassig – balladesker wird „Changes“ zum Schluss nachgeschoben. Zwar verwirrt der längere Start, der mich etwas an Elvis erinnert, aber nach selbigen versüßt man das ganze durch melancholisches Klangspiel und das verstärkt man noch mit Cello Streichereinheiten und sanften Gitarrenmelodien.

Fazit: Wie eingangs erwähnt das Album ist für eine breite Klientel geschaffen und auch nicht astreine Rock/Metal Fans dürften durchaus Gefallen an dem Material der Jungs finden.

Tracklist:

01. Back door man
02. You don’t belong to me
03. It’s worth the fight
04. New born day
05. One by one
06. She’s so vain
07. Rising higher
08. Fall to pieces
09. Take me down
10. Only place I call home
11. Changes

Besetzung:

Dan Levon (voc & guit)
Matt Stevens (guit)
Chris Page (bass)
Sean W. Heights (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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