Tracklist
01. Dragon Empire
02. Sovereign
03. Way Of The Water
04. Amok
05. Silent One
06. World That Never Was
Besetzung
Santtu Korhonen – Gesang, Bassgitarre, Orchestration
Antti Liimatainen – Gitarren, Gesang
Tommi Laitinen – Schlagzeug
Etwas verspätet kommt hier noch ein Nachtrag, der vor allem Fans symphonischen Power Metals interessieren könnte.
Das finnische Trio DRAGON THRONE wurde ja schon im November des vergangenen Jahres in Form von Tale Of The Two: Dusk von Robert besprochen und dort als ambitioniert bezeichnet. Wie der Titel des exakt einen Monat später erschienenen Albums »Tale Of The Two: Dawn« offenlegt, ist dieses Werk
eine Fortsetzung der Symphonic/Power Metal Oper.
Und diese beginnt mit dem zwischen Sabaton und Blind Guardian befindlichen Einstieg »Dragon Empire« sogar richtig gut, weil das Konzept des zweifachen Gesangs hier für eine gute Dynamik sorgt.
Auch »Souverain« überzeugt durch den stampfenden Rhythmus und den melodischen Refrain, wird aber gegen Ende etwas chaotisch. Trotzdem bietet es, genauso wie das ähnlich gelagerte »Amok«, annehmbares Futter für hungrige Genrefans.
»Tale Of The Two: Dawn« hat, wie der erste Teil, seine Probleme.
So ist das eben erwähnte »Amok« zu sehr eine Blind Guardian-Blaupause und »Way Of Water« mit seinem ruhig-folkigen Anfang, dem sich allmählich steigernden Mittelteil und dem exzessiven Ende so vorhersehbar wie der neue Avatar – Film.
Ebenfalls muss man anmerken, dass die Produktion nicht immer optimal klingt. Die Gitarren könnten etwas mehr Schmackes vertragen und die Orchestrierung ist teilweise extrem überladen.
Dermaßen überladen, dass ich, wäre ich Verkehrspolizist und dieses Album ein Sattelzug mit den Songs als Ladung, bei einer Verkehrskontrolle vor allem wegen dem schwachen Profil im Klangbild als auch dem Chaos im Hintergrund von »Souverain« sowie im Ende vom abschließenden Höhepunkt »World That Never Was« mit sofortiger Stilllegung handeln müsste, bevor das Vehikel zusammenbricht oder vollends entgleist.
An sich bietet dieses Album ein durchaus interessantes Konzept der Finnen, aber gut gewollt und gut gemacht halten sich hier nur knapp die Waage. Sabaton- und Rhapsody-Fans allerdings könnte dies hier durchaus zusagen.

