Band: Betontod
Titel: Revolution
Label: Arising Empire/Nuclear Blast Records
VÖ: 13.01.2017
Genre: Punkrock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Daniel

Betontod - Revolution album artwork, Betontod - Revolution album cover, Betontod - Revolution cover artwork, Betontod - Revolution cd coverDie Antirockstars sind nach 27 Jahren auf dem Weg, es den Toten Hosen gleichmachen zu wollen.
Zumindest ist das neue Album REVOLUTION ziemlich melodiös und bisweilen sogar relativ poppig. Dabei hat jeder Song einen eingängigen Refrain, BETONTOD sind wirklich massentauglich geworden. Aber so ist es eben, Punk lebt von Authensität und die vom Umsatz.
Dies ist keine Kritik, zu der komme ich noch, sondern eine Feststellung!
Immerhin scheppert es ordentlich bei Revolution, Bambule und Randale sowie Mann über Board. Stadiontaugliche Sachen wie Herz an Herz, Freunde und Es lebe die Freiheit kommen ebenfalls, dank tollen Hooks, sehr gut in die Lauscher.
Scharf kritisieren muß man allerdings die Titelliste, in der sich politische mit retrospektiven Texten und Liebeserklärungen abwechseln. Das stört den Hörfluß dann doch erheblich, zumal sich mit Ich nehme dich mit ein eher mauer Rocker, mit dem Versuch einer Ballade namens Verdammt schwer sogar ein Totalausfall eingeschlichen hat.
Was mich ebenfalls zur Kritik veranlasst, sind diverse Texte, die sich leider auf den Hörgenuss niederschlagen. Dabei sind mir politische Ansichten anderer scheißegal. Aber irgendwie sind die Punks dann wohl doch schon zu lange dabei oder ich vielleicht zu alt für unkritische Bestandsaufnahmen. Denn manche Texte klingen wie der Mist, mit dem man ständig und beschallt wird.
Nur zwei Beispiele:
Während man beim Titeltrack, der mit der unorganisierten Revolution in die Ultraanarchie noch nachvollziehbar eine Urforderung der Punkbewegung propagiert, werden bei Welt in Flammen und dem Metalgroover Mann über Board zwar gelungen die Ausirkungen von Krieg, apostrophierter Demokratie und „Freihandels“abkommen charakterisiert, allerdings weder die Ursachen noch die Verursacher dieses Elends thematisiert.
Ein Manko, welches die Glaubwürdigkeit der Rheinberger in Kombination mit der kommerzielleren Musikausrichtung genauso untergräbt wie die sämtlicher Politikclowns. Und das ist nicht nur Schade, sondern vor allem kein Punk! Was allerdings übrig bleibt ist sehr gute, massentaugliche Musik.


Trackliste:

1. Intro
2. Revolution
3. Küss Mich
4. Welt In Flammen
5. Ich Nehme Dich Mit
6. Herz An Herz
7. Verdammt Schwer
8. Freiheit Oder Tod
9. Bambule & Randale
10. Freunde
11. Es Lebe Die Freiheit
12. Mann Über Bord

Besetzung:

Meister – Gesang
Frank – Gitarre
Mario – Gitarre
Ado – Bass
Maik – Schlagzeug

Betontod im Internet:

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"Drifter walks alone Soul on fire - Heart of stone He travels on - A heart of stone"