Band: Blaze
Titel: The Rock Dinosaur
Label: High Roller Records
VÖ: 2014
Genre: Heavy Metal/Hard Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Nicole

Heute wird‘s multinational, denn ich halte ein Stück aus Japan in den Händen. Die vier Jungs der Band „Blaze“ präsentieren ihr jüngstes Werk „The Rock Dinosaur“. Unverkennbar auch der Namensgeber des Albums: ein dicker Dinosaurier ziert das Cover. Gespannt auf das, was uns Japaner präsentieren, setze ich Kopfhörer auf und drücke auf Play.

Und schon beim ersten Ton wirft es mich fast vom Stuhl. Die Gitarre von Hisashi „Q“ Suzuki putzt mir mal so richtig die Gehörgänge durch und zeigt mir mit dem ersten Track „One Way Flight“ gleich mal, was die vier Jungs können. Zu erwähnen hier sind die Backgroundvocals, die den Frontmann Wataru Shiota gekonnt unterstützen, präsent, ohne zu dominant zu wirken. Ebenso hervorzuheben ist der ausgesprochen melodische Bass von Kenichi Kuwahara und nicht zu vergessen Takashi „Bikky“ Funabiki, der die Felle ausgesprochen gekonnt bearbeitet und seine Jungs nicht nur im Rhythmus hält, sondern immer wieder zu weiteren Höchstleistungen antreibt. So, nachdem wir nun warm geworden sind folgt „Shed Light On Dark“. In einer ganz anderen Tonlage als der Vorgänger kommt dieser Track unbeirrt kraftvoll an mein Trommelfell. Man denkt hier gleich an Bikerbars mit Gästen in Lederkluft, Bier oder Whisky vor sich und in guter Laune. Auch hier, wie beim vorherigen Track, komme ich in den Genuss eines genialen Solos, das sich nicht nur durch die Gitarre, die so genial gezupft wird, dass man denkt, es seien mehrere, sondern vor allem auch durch die Drums auszeichnet. Mit sechs Minuten Länge der längste Track des Albums, grade an der Grenze, bevor es zu langweilig wird. Nicht viel zu sagen gibt’s zum nächsten Song „ Right in White Light“, außer dass er gekonnt und äußerst angenehm die Arbeit der vorherigen Tracks fortsetzt. Nun endgültig eingetaucht in das Genre, skippe ich zu „Underground Heroes“. Subjektiv legt der Track in Sachen Tempo noch eins drauf, es geht hart an die Grenze des Erträglichen. Vielleicht liegt es hier aber nur daran, dass ich mit meinen Kopfhörern still am Stuhl sitze. In Gesellschaft Gleichgesinnter bin ich mir sicher, dass dieses Lied so richtig kracht und niemanden ruhig sitzen lässt. Schon geht’s weiter zum vorletzten Track auf diesem bisher eindrucksvollen, wenn auch bisher etwas eintönigen Album, „The Going Gets Rough“. Hier wird das Tempo des Vorgängers wieder etwas zurückgenommen. Mich begeistert hier vor allem die Stimme, die sich von Song zu Song immer wieder steigert und eine große Wandlungsfähigkeit zeigt. Einwandfrei getimte Breaks und Instrumente, die gesungene Parts perfekt begleiten und sich bei Solis ohne großes Zutun hervortun und alle Facetten öffentlich machen, ergänzen das Gesamtbild. Und wenn man glaubt, der Song ist schon zu Ende, kommt man in den Genuss eines zweiten Solos, sicher ein Highlight des ganzen Albums. Viel zu schnell geht es schon zum letzten Lied des Albums, „Lady of Starlight“. Hier werden alle Instrumente zurückgenommen, so kommt die erstklassige Stimme voll zum Ausdruck. Auch das Tempo, und somit der Druck und die Kraft der Vorgänger, wird gedrosselt, so dass hier fast eine Ballade entsteht. Ein gelungener Abschluss eines gelungenen Gesamtwerkes.

Fazit: ein AOR-orientiertes Hard´n´Heavy Gustostückerl, das genauso gut irgendwo im mittleren Westen entstanden sein könnte. Für manche vielleicht etwas zu eintönig, für Fans dieses Genres ein Muss. Musikalisch ist hier kaum noch Steigerung möglich, jeder macht seinen Job mehr als perfekt.

Tracklist:

01. One Way Flight 04:20
02. Shed Light on Dark 05:50
03. Right in White Light 04:29
04. Underground Heroes 04:53
05. The Going Gets Rough 04:13
06. Lady of Starlight 03:37

Besetzung:

Wataru Shiota (voc)
Hisashi Suzuki (guit)
Kenichi Kuwahara (bass)
Yasuhito Yamamoto (drums)

Internet:

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