Blood On Wheels – Blood Money

Written by Robert. Posted in B, CD-Berichte

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Published on Juni 08, 2018 with No Comments

Blood On Wheels – Blood Money

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Band: Blood On Wheels
Titel: Blood Money
Label: Crispin Glover Records/Stickman Records
VÖ: 22/06/18
Genre: Classic Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

BLOOD ON WHEELS sind eine jener Bands, welche mir erneut eines Glasklar unter die Nase reiben. Die Rockbands aus Norwegen haben den ehrlichen Rock ’n‘ Roll für sich gepachtet. Mit dieser Band kommt erneut eine Ölverschmierte Rocktruppe aus dem hohen Norden zum Vorschein, bei der, der Hörer zwangsläufig mit allen Klischees bedient wird.
Sei es die angeworfene Rockmaschinerie, welche astrein geschmiert auf Hochtouren läuft. Darüber hinaus gibt es genügend verdreckte Soundvibes, welche viel authentisches Retroflair in die heimischen Wände zaubert.

Unverfälscht und mit viel Ehrlichkeit wird ohne Zweifel alles drauf und dran gesetzt, um den Hörer komplett ins Retrofaneck zu katapultieren. Durchaus könnten viele Musikfans nun sagen, klingt zu altbacken. Klar, genau bei solchen Bands ist dies sprichwörtlich eine Sache, entweder der Rockfan steht auf betagte Klänge aus dem 70er Bereich, oder er verweigert diese.

Es kommt immer darauf an wie es verpackt wird. Buchstäblich die Zick-tausendste Kopie von Led Zeppelinund Konsorten brauchen wir fürwahr nicht. Bei BLOOD ON WHEELS steht eines dafür, sie geben sich als lockeren Act und versuchen nicht zu verkrampft alle Klischees zu erfüllen. Chillig, teils locker aus dem Hemdsärmel geschleudert flitzt der Bandtross umher und das steckt einfach an.

Das norwegische Quintett baut auf ein solides Fundament auf, welches es erlaubt in verschiedene Zeitaltern dienlich die Einflüsse in eigener Innovation zu verschachteln. Das hierbei einige Arten von Subgenres entstehen und dies als eigener Bandsound steht für mich außer Frage. Mit spitzfindigen Erfolg werden alle Einflüsse zu einem Bandeigenen, derb Ölverschmierten Soundbrei vermengt. Dieser geht unter die Haut. Sei es bei den flotten Stücken, welche mit einer leichten Stoner Note durch die Boxen gejagt werden, oder den deutlich chilliger veranschlagten Nummern, es entpuppt sich eines Glasklar, BLOOD ON WHEELS haben sich seit ihrem Vorgänger zu einer festen Größe des Genres entwickelt.

Classic Rock, welcher nicht ermüdend an viele andere Vorreiter und Großmeister erinnert ist die Musik dieser Norweger. Sie in eine Schublade mit anderen Bands des Retrogenres zu stecken würden gewiss viele wollen, nur machen die Norweger solchen Personen einen gehörigen Strich unter die Rechnung.

Die leichte Verwendung von Overdubs wird gut genutzt, um den Sound zu formen und zu modulieren. Deswegen ist es im Kontrast dazu aber nicht der Fall, dass die Norweger den falschen Schritt machen und es übertreiben. Stets im Blickfeld bleibt die unbeschwerte Mucke und diese wurde für meinen Geschmack ordentlich forciert.

Fazit: Mit einem ausgezeichneten Händchen für den Classic Rock der frühen Stunde wird alles ausgereizt, um den Freund solcher Genrealben für sich zu gewinnen. Die Mission ist geglückt und BLOOD ON WHEELS haben sich die Lorbeeren unzweifelhaft verdient.

Tracklist

A
01. Spiders Web
02. Don’t Wanna
03. Money
04. Camaro
05. Saturday Night Coming Down
06. Run Away

B
01. Silence
02. Years Spent
03. (Why) Don’t You
04. Like A Drug
05. The Wrong Song

Besetzung

Frank Reppen (voc)
Anders Rosenvinge (guit)
Lars Espen Reitan (guit)
Tom Modell Alte (drums)
John Grøtting (bass)

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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