Band: Blood Runs Deep
Titel: Into the Void
Label: Bret Hard Records / Saol
VÖ: 2014
Genre: Gothic/Doom Metal
Bewertung: 4/5
Written By: Robert

Schwer und weit wurde die Reise der Schweizer Gothic/Doom Metal Formation Blood Runs Deep 2003 gestartet. Weiterhin und jeglichem Kompromiss fremd wird der neue Rundling nachgelegt. „Into The Void“ nennt sich selbiger und die Grauschattierungen werden hier auf allerhöchster Ebene verflochten. Man darf hier gar keine klaren Momente erwarten, denn der größtenteils sehr schwerfällige Happen ist mehr der Melancholie und Traurigkeit zugetan worden. Die sehr wankelmütigen Tracks lassen einen so richtig schön und tief entspannen, auch wenn man es an und ab wagt, etwas dezenter, wenn auch harscher durchzugreifen. Die Dominanz ist hier einfach der betrübliche Klang und hierbei behelfen sich die Schweizer einer breiten Front an Elementen und guten Techniken, welche sie sehr gelungen einsetzen. Hier wird nicht einfach dunkel-romantischer Triefkitsch geboten, nein man baut deutlich mehr auf eine gediegene Auswahl und so darf man sie zu keinem Zeitpunkt als x-ter Klon gewisser Bands aus diesem Bereich abtun. Auch mit vielen Nachwuchskapellen haben sie nichts am Hut, da man eben auf eine deutlich geprägt orientierten Retrorsound baut. Keine Frage, hier wird nicht die Old School Keule geschwungen, aber man greift sehr wohl auf gewisse Techniken zurück, vor allem im Rhythmusbereich, welche schon von den Gründungsvätern (Beispielsweise Black Sabbath) verwendet wurden. Das diese auch heutzutage noch ihre Wirkung nicht verfehlen unterbreitet man durch den Rundling hindurch. Die dunklen, Nebel verhangenen Schatten die man dabei zieht, sind einfach grandios, wenn auch nicht für jedermann/frau gedacht. Ein stetes hin und her zerren setzt einen Schlusspunkt, bevor es erneut zu einer prächtigen Berg und Talfahrt aufgeht. Sound, wie auch die Produktion wirken nicht übertrieben, wie es oftmals bei vielen Kollegen der Fall ist. Also hier wird nicht überheblich ein Undergroundsound eingesetzt, aber eben überbeansprucht man uns nicht mit Soundallüren der glatten Art und Weise. Es braucht einfach raue Ecken und Kanten, doch auch nicht eben im überbeanspruchenden Milieu und somit darf man den Jungs wohl attestieren, dass sie es mit viel Verstand und einem guten Mittelmaß umgesetzt haben.

Fazit: Dreckig, derb und doch mit vielen guten Soundallüren macht der Rundling für die Gothic/Doom Liebhaber viel Spaß. Hier wird nicht dem neuen Trend nachgeeifert, aber auch nicht die Zick tausend durchgekaute Retrorunde geboten. Gute Melange zu welcher man der Schweizer Formation nur gratulieren kann.

Tracklist:

01. Nothing Ever Curred 05:00
02. Tomorrow 07:48
03. Low 07:30
04. The Inner Gods 04:55
05. Fading Away 06:37
06. Everything Turns to Ashes 06:00
07. Never Let Me Down 05:15
08. Into the Void 09:39
09. December Depression 05:17
10. Lullaby 08:10

Besetzung:

Stefan Vida (voc & bass)
Chris Kuhn (guit)
Josh Almus (keys)
Simon Chris (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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