Band: Bloody Hammers
Titel: Lovely Sort of Death
Label: Napalm Records
VÖ: 05.08.16
Genre: Doom Metal/Hard Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Manchmal gibt es Coverartworks die einen so dermaßen verwirren, sodass man oft darüber hinweg blicken würde. Bei Bloody Hammers und deren neuestes Werk „Lovely Sort Of Death“ war dies erneut so ein Fall. Das Artwork ziert ein Bild, welches eher in die sogenannte Schmuddelschublade gehören würde. Sieht aus wie ein Nacktbildchen, welche unsere Groß- bzw. Urgroßväter getauscht haben. Die aus North Carolina stammende Doom Metal/Hard Rock orientierte Kapelle lässt sich ungemein schwer beschreiben dadurch. So lasst die Musik sprechen, denn wenn man auf Bandlogo und Coverartwork blickt denkt man an etwas ganz anderes als an die Musik die sie praktizieren.

Der neueste Rundling ist der vierte in der 2012 gegründeten Kapelle. Eigentlich war ich irgendwie aufgrund der stilistischen Beschreibung auf etwas komplett anderes eingestellt. Was da aber nun aus den Boxen schallt ist einfach gänzlich was anderes. Sicherlich sind Doom Elemente hauchzart dabei und auch ein gewisses Quantum an Hard Rock Klängen ist hier mit von der Partie. Dennoch klingen die Amis wie eine Gothic orientierte Formation aus den 80ern. Vor allem der Opener mit seinen sanftmütigen Keyboard Arrangements lenkt davon ab, dass die Beschreibung der Band irgendwie griffig wird.

Eher hätte ich hier gesagt, hätten wir es hier mit einer sehr starken HIM Konkurrenz zu tun. Deren letztes Werk war schon wieder sehr knackig und kernig. Davon nähren auch die Amis von Bloody Hammers, welche eine durchaus ähnliche Kerbe schlagen. Teils sehr dunkel und wankelmütig, andererseits greifen sie wieder dermaßen kräftig in die Saiten, sodass man bis in die tiefste Magengegend sich voran groovt.

Die Verschmelzung von sphärischen Klängen und durchaus wieder durchgreifenden Fragmenten ist den Jungs aus Charlotte sehr gut gelungen. Es weiß durch die Bank zu überzeugen und entführt auf eine weite Reise. Somit sind nicht nur Coverartwork und Bandlogo eine Irreführung, nein auch die Stilbeschreibung lenkt komplett ab. Dass man aber dann so etwas Tolles geboten bekommt lässt einen umso mehr vor dem Player verharren. Den Rest erledigen aber die Amerikaner mit ihrer breiten Palette an Soundfragmenten, welche eine sehr gute Black Romantik Unterhaltung ist. Nicht zu kitschig, aber auch nicht zu unausgegoren. Ausgewogen und das mit einem sehr guten Verständnis die harmonischen, wie auch rauen Elementen miteinander zu verbinden.

Fazit: Ein Album für den August für alle Jünger von HIM und Konsorten. Über den Geschmack des Coverartworks lässt sich streiten, aber musikalisch sind Bloody Hammers eine absolute Bereicherung für den Bereich des metallischen Black Romantik Bereichs.

Tracklist:

01. Bloodletting on the Kiss 04:56
02. Lights Come Alive 04:17
03. The Reaper Comes 04:35
04. Messalina 04:52
05. Infinite Gaze to the Sun 05:13
06. Stoke the Fire 04:07
07. Ether 04:35
08. Shadow Out of Time 05:21
09. Astral Traveler 04:29
10. Catastrophe 04:42

Besetzung:

Anders Manga (voc, guit & bass)
Devallia (keys & organ)

Internet:

Bloody Hammers Website

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Bloody Hammers @ Twitter

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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