Band: Celldweller
Titel: End of an Empire
Label: FiXT Music
VÖ: 07.11.15
Genre: Crossover
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Heute wage ich mich selbst mal wirklich weit nach vorne. Eigentlich und dies muss ich auch sagen bin ich jetzt nicht mit der Noise Electronic und mit Metal unterwanderten Subformen verwandter Musik betraut. Da taucht auf einmal Celldweller auf und hebt mein Leben total aus den Fugen. Die Revolution im Musikbusiness? Nun das wird wohl auch nicht mehr passieren. Jared Leto und 30 Seconds to Mars haben ja schon einen ähnlichen Schritt gewagt und wurden daraufhin von vielen ordentlich mit Verachtung bestraft. Darf dann so etwas dann in einem Online Metal Webzine Platz haben?

Nun auch wir sind ja in der Redaktion breit gefächert, in vielen Genres stärker beheimatet, wagen aber durchaus den Schritt uns mit Artverwandten oder unterwanderten Mischformen zu beschäftigen. Das Tellerrandblicken sage ich mal so, ist bei uns sicherlich durchaus verankert. Dieses braucht man auch für Klayton, so der Name des Masterinds und seine Musik. Eigentlich lag das Material schon deutlich früher zur Rezension an, wurde aber von mir gut ein Monat lang für das stählen des Körpers benutzt, sowie eben der Endeffekt auf Herz und Nieren getestet. Solche Dupstep Sachen pushen schon ordentlich beim täglichen Training und genau diesen Effekt hat diese Scheiblette von vorne bis hinten erfüllt. Die klanglichen Einfädelungen mögen vielerlei von der Retorte kommen, wurden aber meines Erachtens gut mit den metallischen und Core fragmentierten Vibes gut gepaart.

Das dies so mit der musikalischen Kunst einer herkömmlichen Metal oder Rockband nichts zu tun hat ist mir durchaus bewusst und bevor es gleich wieder die Wichtigtuer zur Tagesordnung aufruft, es geht eben in der Musik auch um das Erscheinungsbild der Musik und was sie eben beim Menschen hinterlassen. Da kann man zu diesen Einfädelungen und dergleichen stehen. Klayton weiß sehr wohl wie man treibende, mitreißende Musik zusammenzimmert. Wie gesagt die Kunst es so hinzubekommen, sodass man über den eigenen Schatten springt schaffen nur wenige Dubstep orientierte Musiker bei mir. Dieses Projekt allerdings hat mich so manche Spatzen (Mundart für Muskelkater) gekostet. Die mitreißenden, pushenden Vibes sind einfach grandios unter hinterlassen ein erstauntes Blicken, ja wie hat er es so gut hinbekommen und dies in Eigenregie.

Fusionierungen aus den Genres zu verpacken und daraus einen Einheitssound zu machen ist wirklich keine einfache Sache. Zwischen Post, Alternative Metal und etlichem an harschen Beimischungen ist eine Mixtur geschaffen, welche den astreinen Metaller weniger begeistern wird, wer aber mal abseits der herkömmlichen Kost auch von unterwanderten Synthy Einlagen und Electrosounds nicht abgeneigt was Neues für seinen Plattenteller sucht, der ist hier wahrlich an der richtigen Stelle.

Die Ummünzung des Sounds mit Dub-Step Einlagen und rassigen Gothic Vibes der Frühphase sind gut gelungen. Sind beim ersten Anlaufen zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach dem 2en Durchlauf kann man sich kaum mehr satt hören und reißen voll in den Sog mit. Sicher es ist kein Metal Album, aber die Kunst die hier auf musikalischem hohem Niveau umgesetzt wurde verdient einfach eine Beachtung. Wer kann es schon solche Einflüsse und Genres zu einem Mischbrei zusammenzufügen und dann klingt es auch noch sehr mitreißend? Stimmt gell, sind kaum Künstler dazu in der Lage bzw. bereit dazu.

Ein kleiner Beisatz zu guter Letzt, dieser Sound ist ein amtlicher push forward Effekt beim Training. Dies heißt jetzt nicht dass man die Musik des Künstlers nur für die praktische Sportausbildung verwenden muss, aber ein guter Garant für Motivation musikalischer Art und Weise ist das Material.

Fazit: Der Künstler gehört für mich wirklich zu den ganz großen, denn auch Metal und Rockfans für seine Art der Musik zu begeistern ist schwierig. Dies ist kein Verrat am Metal oder Rock, sondern einfach ein Wechsel, den man an und ab durchaus mal versuchen kann, aber nicht muss. Für den Dub-Step Liebhaber definitiv sein alltägliches Brot und der darf hier getrost Blind zugreifen. Für alle Sportfreaks im Bereich Kraftsport und Ausdauertraining, diesen Sound im Player und ihr werdet das blaue Wunder erleben 😉

Tracklist:

01. Faction 01 1:30
02. New Elysium 6:52
03. End of an Empire 7:32
04. Heart On 6:37
05. Just Like You 5:03
06. Last In Time 7:24
07. Faction 06 2:33
08. Good L_ck (Yo_’re F_cked) 3:36
09. Jericho 5:18
10. Faction 13 1:28
11. Breakout (feat. Scandroid) 4:11
12. Down to Earth 6:56
13. Precious One 6:50
14. Jericho (Circle of Dust Remix) 5:38
15. G4M3 0V3R 2:40

Besetzung:

Klayton

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.