Band: Chainfist 
Titel: Scarred
Label: Mighty Music
VÖ: 2014
Genre: Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Die Dänen Chainfist haben sich ja wirklich vier Jahre Zeit gelassen, um einen legitimen Nachfolger zum bereits schon superben Album „Black Out Sunday“ einzustanzen. Bereits beim Vorreiter hatte man sich in der Nische zwischen Volbeat, Bullet for my Valentine und Demon Hunter angesiedelt. Das man sich dort wohl fühlt und genau das macht, was man selber gerne hört, lässt man auf ein Neues ins Album einfließen. Die Vermischung der Metal Genres und das Hinzufügen von modernen Soundarrangements mag nicht die Neuentwicklung vor dem Herrn sein, wird aber von dieser dänischen Fraktion gekonnt umgemünzt und mit zierlichen, eigenen Fragmenten versehen. Somit nicht buchstäblich ein nachackern, trotz vieler Parallelen, aber eine sehr erfrischende Mischung daraus und somit darf man über die eigene Innovation nicht dauerhaft mäkeln. Was sofort auffällt, ist, dass die Formation deutlich härter in die Saiten greift und sich selbstredend der Fronter dem anpasst. Kerniger, wenn auch nicht rauer wird hier das Geschehen durchpflügt und man sieht diesen Fortgang sehr wohlwollend. Vermehrt hat man sich meiner Meinung vom Volbeat Einflusslager komplett entfernt und tendiert vermehrt im BFMV Lager, was auch die melodischen Unterwanderungen wieder spiegeln. Dies wird sicherlich einigen sauer aufstoßen, muss aber sagen, die Umsetzung seitens Chainfist, ist nicht weniger beeindruckend. Freunde der Saitenwichserei werden vor allem bei „Poison Man“ ihre Freude haben, denn hier frickelt sich der Axtschwinger einen ab, sodass man schon schier glaubt ein gewisser Herr Amott habe dabei seine Griffel im Spiel gehabt. Keine Frage die Dänen haben sich weiterentwickelt und sind nicht seit ihrem Debüt stehen geblieben. Einige wird dies freuen, vor allem jene die eben zu Beginn eher das Volbeat Lager angekreidet haben. Andererseits bietet man auf dem neuesten Rundling nicht das was ich mir persönlich erwartet hätte. Weiterhin hat man sicherlich einige eigene Qualitäten dabei, dennoch im gesamten gesehen biedert sich das Material zu stark im Bullet For My Valentine Lager an.

Fazit: Durchaus guter Nachleger, dennoch kann man die Parallelen nicht ablegen. Die Band hat eigene Qualität, nur versucht sie einfach auf Nummer sicher zu gehen, und eben die Junge Fanfraktion mit ihrer Veränderung für sich zu gewinnen. Etwas mehr Eigenständigkeit wäre mir wesentlich lieber gewesen. Nicht jetzt schlecht, aber auch noch lange nicht der Megact, das wäre mit dem Vorgänger deutlich besser gelungen.

Tracklist:

01. Scars of time
02. 1000 ways to bleed
03. Black rebel noise
04. Another day in hell
05. Poison moon
06. 10.000
07. Know you hate
08. Seven minutes of pain
09. Statement
10. Mass frustration
11. Black rebel noise (Acoustic)

Besetzung:

Jackie Petersen (voc)
Michael Kopietz (guit)
Thomas Hvisel (guit)
Braca Pedersen (bass)
Jesper Heidelbach (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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