Band: Circus Maximus
Titel: Havoc
Label: Frontiers Music SRL
VÖ: 18.03.16
Genre: Progressive/Melodic Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Totti

Die Norweger Circus Maximus wandeln bereits seit dem Jahr 2000 geschlossen als Band über den Planeten und konnten mit ihrem progressiven Metal a la Dream Theater & Symphony X auf den Alben viele neue Fans und Freundschaften erschließen. Auch mich 😉

Nun geisterte seit Ende letzten Jahres die Meldung durch die (Internet-)Presse, dass Anfang 2016 mit einem neuen Album zu rechnen sei´, und ich wurde ganz hibbelig…

Als ich „Havoc“ dann endlich in den Schacht fuhr, und das Album die erste Umdrehung hinter sich gebracht hat, hat sich bei mir irgendwie ein bißchen Ernüchterung breit gemacht… Warum?

AUF GAR KEINEN FALL durch Enttäuschung und es liegt es definitiv nicht an der Qualität des Songmaterials, soviel ist schon mal klar, aber ich war einfach auf mehr Prog im melodischen Metal gefasst, sprich: erste Erwartungen wurden nicht erfüllt, aber ist das schlecht?

Nein, denn Stillstand ist bekanntlich der Tod und wenn man sich mal kurz die bisherige Diskografie der Band in die Ohren blasen lässt, wird auch klar, das hier nicht jedes Album wie der Vorgänger klingt.

Ich für meinen Teil lehnte mich entspannt zurück, rückte die Kopfhörer zurecht und ließ „Havoc“ noch viele weitere Male in die Gehörkanäle fließen und was muss ich sagen:
Wieder ist der Band ein sehr guter Wurf gelungen.

Das auffälligste ist, das die Progressivität zurückgefahren wurde, in den Hintergrund geschoben wurde. Nicht mehr „Metal im Prog“ sondern eher „Prog im Metal“!

Nicht falsch verstehen, das Genre Progressive ist immer noch unumstritten die Schublade, in der ordentlich gerockt wird.

Aber diesmal gab man halt mehr hörbare „Sicht“ auf den melodisch-metallischen Part den die Band auch seit Anfangstagen in ihrer wunderbaren Musik untergebracht hat. Es geht „leicht verdaulicher“ in den Schädel und das steht den Norwegern (die übrigens mal als Dream Theater & Symphony X Coverband starteten!) verdammt gut zu Gesicht.

Es gibt immer noch flairversprühende Instrumentalparts und Breaks, etc., doch das Hauptaugenmerk wird eindeutig auf den melodischen Fluss der Musik gelegt.

Was für ein Album:
Zuerst eine Art Ernüchterung die aber sehr schnell der Begeisterung weicht!
Ob man da jetzt wirklich von einer großen Wandlungsfähigkeit sprechen kann, will ich nicht so stehen lassen, denn Circus Maximus haben diesen Metal und die Progressivität bereits seit dem Debüt auf der Fahne zu stehen, nur wird hier diesmal nicht ganz so viel „ge-weltmeistert“.

Tolle eingängige Melodien, bester Gesang seit langem und fetter Sound machen „Havoc“ zu einem modernen metallischen, abwechslungsreichen Album mit leichtem Zugang, was in der Art wohl nur aus Norwegen kommen kann denn der ein und andere Vergleich landet bei TNT oder gar bei Conception.

Man kann auch eine Nähe zu den Deutschen Vanden Plas feststellen und wenn man sich ganz doll Mühe gibt, hört man alles Gehörte mal raus weshalb Vergleiche hier nicht wirklich angebracht sind.

Und beim nächsten Durchgang wird mir dann klar:
Das sind CIRCUS MAXIMUS, und das ist auch gut so!
Der volle Fünfer in den Norden mit der Bitte, doch nochmal auf etwas ausgiebigere Tour zu gehen, denn auf der letzten Tour habe ich das musikalische Spektakel leider verpasst… 🙁

Tracklist:

01. The Weight 6:18
02. Highest Bitter 5:13
03. Havoc 3:22
04. Pages 5:02
05. Flames 4:04
06. Loved Ones 8:09
07. After The Fire 8:30
08. Remember 5:39
09. Chivalry 7:48

Besetzung:

Mike Eriksen (voc)
Mats Haugen (guit)
Lasse Finbraten (keys)
Glen Mollen (bass)
Truls Haugen (drums)

Internet:

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