Band: Colour Haze
Titel: To The Highest Gods We Know
Label: Electrohasch
VÖ: 2015
Genre: Stoner/Psychedelic Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Stoner/Psychedelic Rock und dass mit einer langjährigen Erfahrung wird uns von Colour Haze geboten. Nach gut 3 Jahren serviert man uns mit „To The Highest Gods We Know“ neues Kraftfutter. Schon anhand der Genere Einstufung könnte man eventuell glauben, dass die Münchner mehr im 70er Bereich verankert sind. Sicherlich sind kleinere Einflüsse erkennbar, dennoch klingt das Material nicht so arg an diesen prägenden Sound angelehnt. Die Truppe baut mehr auf einen moderner wirkenden Sound und den hat man definitiv gut drauf und setzt sich gegenüber anderen Truppen hinweg. Sehr zäh zieht man es teilweise in die Länge, bevor die ersten Krafteruptionen auszumachen sind. Somit weitestgehend genüssliche Gangarten? Ja definitiv und somit darf man sich größtenteils entspannt zurück lehnen und die Klangkunst gemütlicher genießen. Colour Haze experimentieren stets und auch beim neuesten Output hört man dies wieder raus. Dennoch könnte man glauben dass irgendwo nach so vielen die Luft raus ist und man sich nun im Kreis drehen würde. Keine Frage woanders und nicht bei der Münchner Formation. Die arrangierten Einflüsse gehen gut rein, für meinen Teil aber fehlt der gewisse zündende Funke der mich vollends vom Hocker reißt. Das Material ist durchaus gut, ist aber auf Dauer gesehen nicht so standfest, wie man vielleicht beim ersten Reinhören glauben mochte. Zu gemütlich? Nun dies nicht, den auch idyllische Scheiben des genannten Genres haben durchaus ihren Reiz, nur sind nach einigen Durchläufen erste Abnützungserscheinungen erkennbar, welche man wohl mit einigen, verbissenen Songs etwas kerniger abschmecken hätte können. Somit hätte man auch dem Album noch etwas mehr Würze verliehen. Was bleibt? Nun die Truppe hat sicherlich ein enormes Qualitätspotential, welches sie aber nicht dauerhaft zum Einsatz bringt. Die 20 jährige Erfahrung hat es in sich und die Truppe legt uns mit diesem Album sicherlich keinen Schnitzer vor, wohl aber vermisse ich hier den zündenden Funken, welcher einen vollends vom Hocker reißt. Wer das Genre mag, sollte sich auf eine gemütliche Runde vorbereiten, wenngleich auch der Liebhaber es oftmals es flotter mag.

Fazit: Ein durchaus gutes Album, welches aber auch seien Schwächen hat. Aufgrund der zu langatmigen Rhythmik wartet man auf das aufklappen der Blüte, bevor die Explosion vonstattengeht, diese kommt aber leider sehr selten. Mehr pepp und flottere Tempi würden der Truppe etwas besser stehen.

Tracklist:

01. Circles
02. Paradise
03. Überall
04. Call
05. To the Highest Gods We Know

Besetzung:

Philipp Rasthofer (bass)
Manfred Merwald (drums)
Stefan Koglek (voc & guit)

Internet:

Colour Haze Website

Colour Haze @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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