Band: Crematory
Titel: Monument
Label: Steamhammer/SPV
VÖ: 15.04.16
Genre: Gothic Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Peter

Crematory sind immer ein Fall, der die Geister scheidet; die einen lieben ihren immer nach demselben Rezept gestrickten Gothic Metal, der dominante Keyboardmelodien mit gutturalem und auch klarem Gesang verbindet. Andere hassen diesen formelhaften Stil der Truppe, der sie ihn die Nähe von Pop-Stangenware zu bringen scheint.

Als rezensierende Journaille bin ich eher auf der Seite der ersteren Gruppe zuhause: Nicht, dass ich mir eine Welt ohne Crematorys Mucke nicht denken kann, aber einige Klassiker waren da in der 25-jährigen Bandgeschichte doch dabei. Nicht verborgen blieb mir aber auch, dass im Hause Krematorium vor allem mit dem letzten Album Antiserum von vor zwei Lenzen die Kreatitvität nicht gerade Höhenflüge gemacht hatte. Meine Erwartungen an das neue Album Monument waren also nicht allzu hoch.

Und doch muss ich sagen, dass es die deutschen Düsterfaserschmeichler um Felix und Katrin geschafft haben, äußerst positiv zu überraschen. Man hat im Krematoriumsofen zu Westhofen einige Briketts nachgelegt und macht wieder ordentlich harten Düsterstahl – selbstsprechend weiterhin dominiert durch Katrins Orgelei; das mag man oder man kann nix damit anfangen. Bei mir ist die neue Scheibe tatsächlich ganz oben in den Faves der Playlist der letzten Wochen gelandet. Beginnend mit dem treibenden Misunderstood, über das folgende (mit selten dämlichem deutschen Text aufwartenden) Haus mit Garten und zwischendrinnen Eiskalt bis hin zum Rausschmeisser Save Me hat man zwölf hochklassige Crematory-Songs zwischen Hochtempo und Düsterkitsch eingetütet; ich denke, das dürfen so in der Form eben nur Crematory. Die Höchstnote scheitert daran, dass der Originalitätsfaktor ungefähr auf Lindenstraßen-Niveau liegt.

Tracklist:

01. Misunderstood
02. Haus Mit Garten
03. Die So Soon
04. Ravens Calling
05. Eiskalt
06. Nothing
07. Before I Die
08. Falsche Tränen
09. Everything
10. My Love Within
11. Die Letzte Schlacht
12. Save Me

Besetzung:

Felix Stass – Vocals
Harald Heine – Bass
Tosse Basler – Rhythm Guitar, Vocals
Rolf Munkes – Lead Guitar
Katrin Jüllich – Keyboards, Samples
Markus Jüllich – Drums

Internet:

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Headbanger and bedhanger.

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