Band: Crisis Never Ends
Titel: Kill or Cure
Label: Prevision Music
VÖ: 2008
Genre: Metalcore
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Die Baden Würtenberger Crisis Never Ends sind nicht unbegründet unsere Band des Monats. Selten habe ich so eine druckvolle Truppe zu hören bekommen wie diese Herrschaften. Mit einem Schmunzeln haben wir ein Interview gelesen, wo sie als 5 hässliche Dudes bezeichnet wurden. In einem Gespräch meinte Heiko Blocher (voc) „Das sind wir halt, aber wir machen ehrliche Musik“ und da gebe ich ihm vollkommen Recht. 1999 haben sich die Burschen zusammengerauft um fortan den steinigen Weg des Musik Buisness zu gehen. Eine schöne Mixtur aus Hard- und Metalcore zelebrieren die Herrschaften auf ihrem Album „Kill or Cure“ welches am 28.11.08 via Prevision Music erscheinen wird. Das Album wurde von Heiko Blocher (voc), Michael Hafner (bass), Stephan Hildebrand (guit), Jürgen Kurz (guit) und Heiko Stumpf (drums) eingespielt. Also festgeschnallt und aufgepasst.

Der Opener nennt sich „Last Kiss Goodby“ und startet sehr beschaulich, doch diese Ruhe wehrt nicht lange, denn nach etwa einer Minute treten uns die Herrschaften musikalisch gehörig in den Arsch. Treibende Beats knallt man uns vor den Latz und Herr Blocher brüllt sich ordentlich die Seele aus dem Leib. Sehr lecker ist auch die zweistimmige Gitarrenarbeit und vor allem hat man sich einen fetten Sound machen lassen. So wie man es begonnen hat lässt man es auch ausklingen, sehr ruhig und beschaulich. „Five Years“ folgt als nächstes und wurde bereits in unserer letzen Sendung (24.10.08) gespielt. Hier wird von Beginn an ordentlich zu Werke gegangen und man ballert ordentlich daher. Etwas mehr Druck lässt man hier durchblicken und die Shouts des Frontmannes sind deutlich rauer. Die Refrainchöre sind einfach göttlich und erinnern mich stark an härtere Songs der ersten Bullet for my Valentine Scheibe. Sehr kräftig sind auch hier einmal mehr die Gitarrenlinien ausgefallen und die gelieferten Riffs und Breaks lassen einen nur niederknien und nach mehr kreischen. Deutlich grooviger geht es nun bei „Against them All“ weiter. Zwar wird auch hier weiterhin ordentlich das Pedal gedrückt und dennoch klingt man im gesamten deutlich grooviger. Diese Ausrichtung kann man getrost der Gitarrenfraktion zuschreiben, die hier ihre Klampfen deutlich tiefer getrimmt haben und das Ganze dadurch etwas rotziger klingt. Doch nur die rotzige Schiene bekommt man nicht, auch einige klare Passagen werden ein weiteres Mal serviert. „From Now On Forever“ steht nun in den Startlöchern und beginnt mit Hammer Thrash Metal Gitarrengimmicks das einem die Spucke weg bleibt. Recht galoppierend wirkt die Nummer dadurch. Doch dem Old School Thrash ist man nicht angetan und so schießen die Herrschaften eine Core Granate nach der anderen ab. Lediglich die Gitarrenlinien erinnern an alte Genre Kollegen des Thrash Metal. „Kill or Cure“ beginnt etwas verhaltener im Gegensatz zu den Vorgängernummern. Der Gashahn wurde zwar ein wenig zugedreht, doch von schleppend kann hier beileibe nicht die Rede sein. Ein Core n‘ Roll Stück knallt man uns hier vor den Latz. Viele Chorrefrains wurden auch hier eingesetzt und passen zur Gesamtstruktur wie die Faust aufs Auge. „Dedication“ ist nun wieder von der schnelleren Machart. Donnernd dröhnt man hier aus den Boxen. Etwas weniger Melodie, dafür brachiale Härte hat man nun für den Zuhörer parat. Vor allem der Schlagwerker, muss wohl nach dieser Aufnahme dem Herzkasper nahe gewesen sein, denn der Bursche drischt mit einem Fanatismus auf seine Felle, das einem Hören und Sehen vergeht. „More Than Words“ klingt nun deutlich melodiöser, viele satten Gitarrenriffs hat man hier eingebaut und die schießt man am Laufenden Band ab. Doch auch einige groovige Elemente blicken hier wieder durch und sind ein Leckerbissen für jeden Hardcore Metaller soviel ist sicher. „Overcome“ steckt nun die Hütte endgültig in Brand. Donnernde Riffs geben sich immer wieder die Hand mit brachialen, schretternden Rhythmen und werden durch kurze Melodiestrukturen unterbrochen. Das hasserfüllte Gebrülle des Sängers setzt dem ganzen noch die Krone auf. „Bullets“ wird mit einem superben Riffgewitter eröffnet, im Anschluss zelebriert man wieder gewohnte harte Elemente, die durch kurze Groove- und Melodiepassagen unterbrochen werden. Das Erfolgrezept heißt auch hier Chorrefrains mit ordentlichem Gebrüll und denke mir Live werden die Fans hier ordentlich mitkreischen, denn genau für solche Momente sind diese Refrains geschnitzt. „All Sorrows Ends“ treibt an vorletzter Stelle sehr groovige Elemente zum Vorschein. Eine Raufnummer würde unser Roman dazu sagen und genau das ist sie auch. Mitmoshen bis zum Untergang steht hier an der Tagesordnung und zu diesem Track bleibt einem echt nichts anderes über.
„Stop an Think“ heißt es nun abschließend. Sehr doomige und schleppende Rhythmen werden hier geboten. Eine deutliche Verschnaufpause nach dieser schnellen Karussellfahrt. Doch lange sollte man sich nicht ausrasten, denn ab einer Minute steuert man das Flaggschiff wieder auf gewohnt flotten Kurs. Eine superbe Abrundung für ein wirklich glanzvolles Album, das bei mir nicht so schnell den Player verlassen wird.

Fazit: Geilster Hard- / Metalcore, der auch älteren Generationen von Metal Fans gefallen wird. Eingefleischte Fans dieser Richtung, bekommen einen sehr guten Leckerbissen ins alltägliche Menue. Kaufen und hören bis zum Umfallen. Prädikat: MEGAGEIL.

Tracklist:

01 Last Kiss Goodby
02 Five Years
03 Against them All
04 From Now On Forever
05 Kill or Cure
06 Dedication
07 More Than Words
08 Overcome
09 Bullets
10 All Sorrows Ends
11 Stop an Think

Besetzung:

Heiko Blocher (voc)
Michael Hafner (bass)
Stephan Hildebrand (guit)
Jürgen Kurz (guit)
Heiko Stumpf (drums)

Internet:

Crisis Never Ends Website

Crisis Never Ends @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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