Band: Crown of Glory
Titel: A deep breath of Life
Label: Metal Heaven
VÖ: 2008
Genre: Melodic Heavy Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Eine neue nette Band hat sich Metal Heaven da ins Boot geholt. Von wem ich rede? Ganz einfach von den Schweizern Crown of Glory. Hene Muther (vocals), Philipp Meier (keyboards), Markus Muther (guitar), Hungi Berglas (guitar), Jonas Lüscher (bass) und Thomas Merz (drums) werkeln schon seit 1998 im Untergrund und stehen eindeutig so wie sie sich selbst beschreiben für Power, wunderschöne eingängige Melodien, geile Chöre sowie aussagekräftige Texte. Nach den Mini-Cd’s „Destiny“ und „Spirit“ und einigen Live Support Gigs für Doro, Axel Rudi Pell, Blaze, Bruce Kullick, Candlemass und Shakra, war die Zeit gekommen, das erste Langeisen zu schmieden und so liegt die Scheiblette „A deep breath of Life“ nun vor mir. Niemand geringeres als Dennis Ward (Pink Cream 69) hat die Scheibe abgemischt und diesem Output einen guten Soundteppich gezaubert. Widmen wir uns mal den Songs im speziellen.

Gleich schnell und bretterhart geht man es bei „The Calling“ an. Wunderschöne Melodien, gepaart mit guten Power Metal Riffs stehen am Speiseplan und wurden gut umgesetzt. Hene ist ein Wahnsinnsshouter der den Songs viel Gefühl verleiht. Vor allem der Wechsel zwischen schnelleren und ruhigeren Parts ist gut und Abwechslungsreich. Auch mit einem schnelleren Gitarrengefrickel beginnt „Pathfinder“. Eine nette rockende Nummer mit viel Gefühl und Liebe zum Detail. Man kommt nicht umrum hier zu sagen dies ist eine Melodic Power Metal Hymne par Excellence. Viele Melodien lösen sich ständig mit netten klassischen Arrangements ab, die aber eher im Hintergrund gehalten wurden und so niemals das Gefühl aufkommen lassen man klinge überladen. Der orchestrale Part zur Mitte des Stücks ist gut umgesetzt und ist eine Wonne für Liebhaber solcher Momente bzw. Arrangements. Mit Rabengeschrei und einem modernen Synthypart geht es gleich ohne Kompromisse weiter bei „The Raven´s Flight“. Deutlich rauer, erdiger und mehr tiefer getrimmte Gitarren stehen an der Tagesordnung. Der Raue Gesang passt dazu wie die Faust aufs Auge, bevor sich die Goldkehle Hene wieder zu Wort meldet. Der Wechsel zwischen rauen, tieferen und melodischen Gesangsparts ist sehr gut und wertet das Stück einmal mehr auf. Deutlich ruhiger und beschaulicher erklingt dann „Inspiration“. Eine Mischung aus Halbballade und Midtempo Rocker. Rockende Parts geben sich immer wieder die Hand mit schönen ruhigen Melodien, also von Langeweile keine Spur. Das Duett mit der Dame zum Ende hin ist einfach eine Wonne. Mehr Geschwindigkeit kommt nun bei „The Prophecy“ zum Zuge. Superber Power Metal Kracher mit Rainbow/Deep Purple Keyboardarrangements. Das die Jungs die Schweizer Antwort von Sonata Arctica oder Stratovarius sind steht außer Frage. Es bestehen zwar einige Parallelen, aber man beweist viel Eigenständigkeit und so ist man keine Schweizer Kopie dieser Bands. „Save me“ startet ruhig und verträumt mit einem netten Gitarrenbreak. Eine nette Halbballade haben die Helveten hier ans Tageslicht befördert. Ruhige melodische, aber dennoch starke Momente ziehen sich quer durchs ganze Stück. „Anthem of the End“ beginnt zwar auch etwas ruhiger, aber lange überschaubar bleibt es nicht. Eine sehr gute Midtemponummer aus der Feder von Crown of Glory. Liebliche sanfte Keyboards gepaart mit guten schnelleren Power Metal Riffs geben sich hier die Hand. An achter Stelle steht „Mirror, Mirror“. Einen weiteren Midtemposong haben sich hier die Herrschaften für den Zuhörer ausgedacht, auch wenn man es etwas ruhiger angeht als die übrigen Midtempostücke. Mit einem Bassspiel von Jonas geht man nahtlos über zu „Ikarus“. Halbballade mit vielen Orchestralen Ideen, vor allem die Opernhaften Chöre passen sehr gut dazu. Zwischendurch kommt wieder etwas mehr roher Gesang dazu und vermischt ergibt das Lied ein passables Bombast Stück mit vielen düsteren Momenten. „See You Rise“ heißt das vorletzte Stück auf dem Langeisen und klingt wieder etwas fröhlicher. Meeresrauschen und mit vielen ruhigen schönen Streicherpart läutet „The Lament of the Wind“ das Ende der Scheibe ein. Der Song ist eine Ballade mit viel Gefühl. Hier wird mehr auf Orchester Arrangements geachtet und so wird man auf eine Traumreise entführt.

Fazit: Wunderbares Melodic Power Metal Stück. Fans von Sonata Arctica, Stratovarius oder Edguy können hier bedenkenlos zugreifen. Alle anderen sollten eher die Finger davon lassen.

Tracklist:

01. The Calling 04:59
02. Pathfinder 06:26
03. The Raven’s Flight 05:54
04. Inspiration 06:18
05. The Prophecy 03:48
06. Save Me 07:54
07. Anthem of the End 05:14
08. Mirror, Mirror 04:54
09. Ikarus 04:58
10. See You Rise 04:47
11. The Lament of the Wind 06:43

Besetzung:

Heinz Muther (voc)
Markus Muther (guit)
Philipp Meier (keys)
Hans Berglas (guit)
Thomas Merz (drums)
Jonas Lüscher (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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