Band: Dark Salvation
Titel: Bärgthron
Label: Selfreleased
VÖ: 2010
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Metal Made from Lichtenstein, was wissen wir darüber. Nun ja richtig fast gar nichts, fast deshalb weil in den letzten Jahren Elis unseren südwestlichen Nachbarn gut vertreten haben. Recht überrascht war ich als sich die Jungs von Dark Salvation bei uns gemeldet haben uns ihr nunmehr erstes Lebenszeichen zur Rezension überlassen haben. Die Melodic Deather werkeln seit 2008 zusammen und stammen aus Triesenberg. Unter dem Motto Lichtenstein braucht mehr Metal (wenn ich nicht Irre gibt es mit dieser Band derzeit 9) haben Peter Davida (voc), Simon Sprenger (guit), Kevin Schädler (guit), Marcel Gebert (Gebi) (bass) und Samuel Schädler (drums) im April „Bärgthron“ released. Die Jungs haben in den letzten beiden Jahren viel Blut geleckt und stehen nun bereit zum Rundumschlag sämtlicher Nachbarn rund um das kleine Fürstentum.

Mit viel Feuer unterm Hintern legt die Truppe gleich mit „Im Nebelwald“ los. Der Song kommt fast im Melodic Death Metal Reinheitsgebot durch die Boxen, dennoch sind einige skandinavische, als auch nordische Einflüsse in das Songwriting wohl geflossen. Quer durch die Palette geht die Formation sehr speedig zu Werke und ballert mit viel Tempo daher das einem Hören und Sehen vergeht. Eine sehr schöne Symbiose hat man aus Melodie und bretternder Härte geschaffen, wobei hier allerdings eher die bretternde Rhythmik mehr das Sagen hat. Viel Wut und Hass hat sich wohl in den letzten Jahren bei den Jungs aufgestaut und das lassen sie wie die sprichwörtliche Sau raus. Zu dieser Musik lässt es sich komplett ausrasten und das sollte man auch bei diesem Stück auch machen.

Weiter mit viel Super Benzin im Tank rattert die Maschinerie bei „Schleier der Dunkelheit“ weiter. Noch um einiges eisiger fungiert hier der Trupp, wenn auch schönere Melodie Fragmente etwas stärker nach vorne drängen. Fest mit dem Fuß am Gaspedal rattert die Mannschaft ein Programm runter zu dem man herrlich die Rübe komplett durch schütteln kann. Dem Titel entsprechend verwerkt man viel dunkle Romantik im flotten Stil und dabei gehen die Growls und Shouts bis tief unter die Haut.

An dritter Stelle schickt man nun „Bärgthron“ ins Rennen. Mit etwas mehr thrashigen Rhythmus und harschem, wutentbrannten Sound bläst man uns dies mit viel Tempo um die Ohren. Dennoch unterbricht man hier immer wieder sehr stark das schretternde Programm und lässt sich zu verschiedenen Breaks hinreisen. Nach diesen reißt man den Spieß aber wieder rum und ackert wieder im flotten – thrashigen Gefilde weiter. Auch kleinere Shakige Parts hat man hier eingebaut, welche den Song in etwas farbenbuntere Bahnen lenkt.

Mit einem schroffen, langatmigen Bassintro wird nun „Trisuna“ gestartet. Auch ein kleinerer hymnischer Faktor kommt hier zum Tragen, welches den Song kurzzeitig etwas Amon Amarth lastiger erscheinen lässt. Dennoch lange währt dieses Soundfeeling nicht und so steuert man wieder etwas durchgemischte Death/Thrash Gewässer an. Dieses ist sehr dunkel durchzogen und mit viel Aufsehen wird hier ein weiter Angriff auf unsere Gehörgänge gestartet. Mit dem Endergebnis, dass man nicht anders kann als seine Rübe komplett durchzuschütteln.

Auch das darauf folgende „Winternacht“ wurde, wie bereits beim Vorgänger mit einer dreckigen Basseinführung bedacht. Hier allerdings preschen die Lichtensteiner bereits früher hervor und treten dem Hörer ins Hinterteil. Dem Titel entsprechende gibt man sich hier dem eher dunklen Soundfeeling hin. Dabei agiert man streckenweise etwas wilder und auch die Growls des Fronters sind deutlich rotziger und harscher ausgefallen, was natürlich ein eisiges Feeling mit sich bringt. Doch die Jungspunde wissen wie man nicht zu eindeutig und etwas durchdachter klingen muss. Somit haben es hier auch einige groovige – shakige Spielereien ins Stück geschafft.

„Prophezeiung“ wird nun mit dunkler, sanfter Romantik gestartet. Doch bereits am Horizont verdunkelt sich der Himmel tiefschwarz. Nach gut 50 Sekunden bricht nun auch der Sturm los und die Burschen agieren wieder sehr schroff. Bei dieser Nummer spielt man sich aber weites gehend und merklich mehr mit vielen Melodiewechseln. Somit ist dieser Song der wohl verspielteste auf diesem Album. Doch überspannt man nicht den Bogen und lässt auch schrofferen Elementen den Vorzug. Gut durchmischt und mit viel nordischem Flair drückt man hier an und ab etwas stärker auf die Tube. Gutes Tempowechselspiel das den Song auf eine sehr experimentelle Ebene hievt. Trotzdem bleibt es auch hier leicht verdaulicher.

Das Finale bestreitet man mit „Der Sturm“ und dieser bricht ohne wenn und aber auch gleich los. Wildes, melodisches Bretterspiel das hier zum Angriff ansetzt. Doch auch hier zeigen sich die Deather etwas spitzfindiger. Somit gibt es zum finalen Todesstoß noch einmal was zum Abbangen und dunklen Hörgenuss gleichermaßen.

Fazit: Sauber, qualitativ hochwertig und professionell was uns die Lichtensteiner hier mit ihrem Debüt unter die Nase reiben. Wer auf nordisch beeinflussten Death Metal steht und auch mit deutschen Lyrics was anfangen kann wird vollends bedient. Die Jungs stehen zwar noch auf der ersten Sprosse ihrer Karriereleiter, wenn ich mir aber das Debüt anhöre wird es nicht lange dauern und sie werden einen Plattendeal an Land ziehen.

Tracklist:

01. Im Nebelwald
02. Schleier der Dunkelheit
03. Bärgthron
04. Trisuna
05. Winternacht
06. Prophezeiung
07. Der Sturm

Besetzung:

Peter Davida (voc)
Simon Sprenger (guit)
Kevin Schädler (guit)
Marcel Gebert (Gebi) (bass)
Samuel Schädler (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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